Die Pfingstrose - eine Heilpflanze aus der Antike

Die Pfingstrose ist schon lange als Heilpflanze bekannt. In der Volksmedizin werden ihre Blüten gegen Hämorrhoiden, Rheuma und Gicht eingesetzt. Ihre Blätter sollen Herzbeschwerden, Migräne und Neuralgien lindern.

Aufgrund ihrer farbenprächtigen Blüten und ihrer Widerstandskraft sind Pfingstrosen eine beliebte Zierpflanze
Aufgrund ihrer farbenprächtigen Blüten und ihrer Widerstandskraft sind Pfingstrosen eine beliebte Zierpflanze© Fotolia
 

Pfingstrose: Anwendung und Heilwirkung

Definition Pfingstrose

Bezeichnung: Paeonia officinalis  Familie: Pfingstrosengewächse Gattung Pfingstrosen (Paeonia)

Die Blüten der Pfingstrose werden in der Volksmedizin bei Hauterkrankungen, Hämorrhoiden, Rheuma, Gicht, Atemwegsbeschwerden, bei Herzbeschwerden, Gastritis und Nervosität angewandt. Die Wurzeln der Pflanze werden generell bei Krämpfen sowie bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, bei Herzbeschwerden, Neurasthenie(-Syndrom), Migräne, Neuralgien sowie allergischen Reaktionen angewandt. Die Kommission E (BGA/BfArM) weist darauf hin, dass die Wirksamkeit in keinem dieser Bereiche erwiesen ist und bewertet die Pfingstrose deshalb negativ.

 

In der Pfingstrose enthaltene Wirkstoffe

Paeonin, Flavonoide, Gerbstoffe

 

Botanik

Die Samen der Pfingstrosen wurden früher auf Ketten aufgereiht und zahnenden Kleinkindern zum Kauen gegeben
Die Samen der Pfingstrosen wurden früher auf Ketten aufgereiht und zahnenden Kleinkindern zum Kauen gegeben© Fotolia

Die Pfingstrose ist eine mehrjährige, krautige Pflanze von 60 bis 100 Zentimetern Höhe und mit knollenartigen Wurzeln. Von ihrem großen Stängel gehen mehrere gestielte Stängel aus. Die Blätter sind auf ihrer Oberseite dunkelgrün und kahl, an ihrer Unterseite grau und behaart. Die Blüten haben fünf Kelchblätter und fünf bis zehn rote Kronblätter. Letztere sind oval und zwischen vier und acht Zentimeter lang.

 

Verbreitung

Die Heimat der Pfingstrose liegt in den südeuropäischen Gebirgen. Sie ist heute hauptsächlich in den wärmeren Teilen Europa sowie in großen Teilen Russlands sowie im Osten Asiens verbreitet. Die Pfingstrose benötigt eine kalte Periode im Winter, um im Frühjahr richtig austreiben zu können.

 

Andere Namen der Pfingstrose

Kirchenrose, Gichtrose, Benediktinerrose, Bauern-Pfingstrose, Garten-Pfingstrose, Knopfrose, Kirchenblume, Pumpelrose, Antonirose, Ballerose, Gichtrose, Buerrose

Wissenswertes über die Pfingstrose

Ihre Beinnamen Kirchenrose, Benediktinerrose und Kirchenblume erhielt sie, weil sie in Mitteleuropa von den Benediktinern eingeführt wurde. Der Gattungsname Paeonia ist abgeleitet von „Paian“, dem Arzt der Götter in der griechischen Mythologie. Aufgrund ihrer großen, farbeprächtigen Blüten und ihrer Widerstandskraft sind Pfingstrosen eine beliebte Zierpflanze in vielen Gärten.

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