Pfefferminzöl bei Reizdarm

Carolin Banser Medizinredakteurin
Pfefferminzöl lindert Reizdarmbeschwerden
Pfefferminzöl ist bei Reizdarm ein wirksames Heilmittel © Fotolia

Reizdarm-Patienten leiden unter Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen. Erfahren Sie hier, wie Pfefferminzöl bei Reizdarm helfen kann.

Pfefferminze ist nicht nur als Geschmacksgeber für Tees, Süßigkeiten und Zahnpasta bekannt – sie ist auch eine beliebte Heilpflanze. Für die therapeutische Anwendung werden die getrockneten Pfefferminzblätter sowie das aus den Blättern durch Wasserdampf Destillation gewonnene Pfefferminzöl genutzt.

 

Studien zur Wirksamkeit von Pfefferminzöl bei Reizdarm

Um die Arznei-Wirkung zu überprüfen, wurden jetzt 43 Studien ausgewertet, die bei Patienten mit Reizdarmsyndrom eine Wirksamkeit von Pfefferminzöl untersucht hatten. Die Ergebnisse zeigen, dass die ätherischen Öle der Pfefferminze die Beschwerden stark lindern können. Dafür verantwortlich ist in erster Linie der Bestandteil Menthol. Die weiße kristalline Substanz sorgt dafür, dass der Einstrom von Kalzium in die Muskelzellen verringert wird. Dadurch entspannt sich eine verkrampfte Darm-Muskulatur. Der Schmerz wird gelindert, Blähungen und Beschwerden wie Durchfall und Verstopfung verschwinden.

Pfefferminztee lindert Reizdarmbeschwerden
Auch ein Pfefferminztee wirkt beruhigend und kann Krämpfe im Magen-Darm-Bereich lösen und Schmerzen stillen© shutterstock
 

Wirkeintritt und Dosierung von Pfefferminzöl bei Reizdarm

Bei der Therapie des Reizdarmsyndroms mit Pfefferminzöl tritt eine Besserung der Symptome in den ersten zwei Behandlungswochen ein. Das Pfefferminzöl sollte dafür in magenhaftresistenten Kapseln verabreicht werden. Dosierung: 3 x 1 Kapsel täglich. Der Vorteil: Die Kapseln sind magensaftresistent. Dadurch entfaltet sich die ganze Wirkung des Pfefferminzöls gezielt im Darm, wo die Beschwerden auch entstehen. Extra-Tipp: In der Apotheke gibt es Kombipräparate mit Kümmelöl (zum Beispiel Carmenthin). Dieses Duo bietet doppelte Kraft im Kampf gegen Reizdarm.

 

Verträglichkeit von Pfefferminzöl bei Reizdarm

Pfefferminzöl darf nicht bei einer Gallenblasenentzündung, bei einem Verschluss der Gallenwege sowie bei starken Leberschäden angewandt werden. In seltenen Fällen können auch Nebenwirkungen wie Sodbrennen, Übelkeit, Atemnot und Hautausschlag auftreten.

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