Pfefferminze stoppt Kopfschmerz

Redaktion PraxisVITA
Die Wirkstoffe der Pfefferminze steigern die Durchblutung der Kopfhaut-Gefäße
Die Wirkstoffe der Pfefferminze steigern die Durchblutung der Kopfhaut-Gefäße um bis zu 255 Prozent. Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen verbessertem Blutdurchfluss und Abklingen der Kopfschmerzen © Fotolia

Die Ursachen für Kopfschmerzen sind vielfältig: Schlafmangel, Stress, Muskelverspannungen. Dazu kommt, dass es 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen gibt – z. B. den Spannungs-Kopfschmerz. Ein sanftes Mittel dagegen ist Pfefferminz-Öl.

Bei Kopfschmerzen greifen Erwachsene schnell zu Tabletten. Denn wenn der Kopf zieht und drückt, wollen Betroffene rasch Linderung. Dabei können die chemischen Präparate langfristig selbst Beschwerden auslösen. Zudem belasten sie den empfindlichen Magen-Darm-Trakt und die Entgiftungsorgane Leber und Nieren. Deshalb raten Mediziner, schmerzstillende Medikamente nicht öfter als zehn Mal im Monat und nicht länger als an drei aufeinanderfolgenden Tagen einzunehmen.

 

Pfefferminz-Öl bei Kopfschmerzen so effektiv wie Medikamente

Außerdem muss nicht jeder Kopfschmerz medikamentös behandelt werden. Dr. Ronald Brand von der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein empfiehlt eine sanfte Alternative: 10-prozentiges Pfefferminz- Öl rezeptfrei aus der Apotheke. „Die schmerzlindernde Wirkung ist sehr intensiv – in etwa vergleichbar mit der Einnahme von 1 g Acetylsalicylsäure, so das Ergebnis neuer Studien“, erklärt der Experte. Deshalb ist es auch zur Behandlung von Spannungs-Kopfschmerz zugelassen. Denn der Wirkstoff Levomenthol kühlt kurzfristig so stark, dass die Schmerzweiterleitung blockiert wird. Außerdem: „Durch den Einsatz des Arzneiminze-Extrakts wird die Durchblutung der Kopfhaut-Blutgefäße um bis zu 255 Prozent gesteigert. Wir vermuten einen Zusammenhang zwischen verbesserter Durchblutung und dem Abklingen der Kopfschmerzen“, so Dr. Brand.

 

Kopfschmerzfrei nach 15 Minuten – ohne Nebenwirkungen

Zur Behandlung das Pfefferminz-Öl auf die schmerzenden Punkte auf Stirn, Nacken oder Schultern auftragen. Bereits nach 15 Minuten sind die Kopfschmerzen deutlich gelindert. Der Vorteil: Das Mittel wirkt nur äußerlich, belastet weder Magen, Leber oder Nieren – und ist somit auch für Schwangere und Kinder ab sechs Jahren geeignet. Immerhin leiden laut Umfragen 40 Prozent der Grundschüler regelmäßig unter Kopfweh.

Tipps, um Kopfschmerzen vorzubeugen: Schaffen Sie sich kleine Inseln der Ruhe, z. B. hilft ein 20-minütiger Spaziergang dabei, Stress abzubauen. Probieren Sie Entspannungs-Techniken wie Yoga und Ausdauer-Sport wie Nordic Walking aus. Die Krankenkassen beteiligen sich an den Kurs-Gebühren.

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