Periode nach der Geburt: Wann beginnt sie wieder?

Julia Klinkusch Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Bis die Periode nach einer Geburt wiedereinsetzt, kann es eine Weile dauern. Zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten ist alles möglich.

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Inhalt
  1. Periode nach der Geburt: Wann tritt sie wieder ein?
  2. Wann kann die Frau mit der Periode nach der Geburt rechnen?
  3. Wie unterscheidet man die erste Periode nach der Geburt vom Wochenfluss?
  4. Verändert sich die Menstruation nach einer Geburt?
 

Periode nach der Geburt: Wann tritt sie wieder ein?

Den genauen Zeitpunkt der ersten Periode nach einer Geburt vorherzusagen, ist nicht möglich. Frühestens fünf bis sechs Wochen nach der Entbindung tritt die Menstruation nach der Geburt erstmals wieder ein. Es kann jedoch auch mehrere Monate dauern.

 

Wann kann die Frau mit der Periode nach der Geburt rechnen?

Nach der Geburt müssen Frauen zunächst mit vielen Veränderungen ihres Körpers zurechtkommen. Entsprechend sind sie froh, wenn sie sich nicht sofort mit Menstruationsbeschwerden herumschlagen müssen. Doch irgendwann taucht die Frage auf, ab wann mit der ersten Periode nach der Geburt zu rechnen ist. Das ist frühestens möglich, wenn sich die Gebärmutter nach der Entbindung zurückgebildet und sich der Hormonspiegel wieder eingependelt hat.

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Mütter, die nicht stillen, können schon sechs bis zwölf Wochen nach der Entbindung damit rechnen, dass der Zyklus wiederbeginnt. Somit könnte nach acht Wochen die erste Periode nach der Schwangerschaft eintreten. Auch die Dauer des Wochenflusses ist entscheidend. Mütter mit mehreren Kindern haben einen längeren Wochenfluss, deshalb setzt die Menstruation nach der Geburt später ein. Nach einem Kaiserschnitt ist der Wochenfluss oft kürzer. Diese Frauen müssen früher mit einer Regelblutung rechnen. Mütter die voll stillen, bekommen die erste Menstruation nach der Geburt erst nach dem Abstillen. Allerdings können kleinste Verschiebungen im Stillrhythmus zu Veränderungen im Hormonhaushalt führen. Deshalb sollten sich stillende Mütter Gedanken zum Thema Verhütung machen.

 

Wie unterscheidet man die erste Periode nach der Geburt vom Wochenfluss?

Viele Frauen sind unsicher, wie sie den Wochenfluss von der Regelblutung unterscheiden sollen. Das ist jedoch einfach. In der Abheilungsphase direkt nach der Entbindung kommt es zu starken Blutungen. Der Wochenfluss ist rot und kann Gewebereste enthalten. In den folgenden Wochen verfärbt er sich bräunlich und hat gegen Ende des Wochenbettes einen weißlichen Farbton. Die erste Periode nach der Geburt beginnt wie üblich stark und hat eine hell- bis dunkelrote Färbung. Auch wenn die erste Menstruation nach der Geburt direkt auf den Wochenfluss folgt, lassen sie sich also gut unterscheiden.

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Verändert sich die Menstruation nach einer Geburt?

Viele Frauen gewöhnen sich während der Schwangerschaft an das Ausbleiben der Regel und werden vom ersten Einsetzen der Periode nach der Geburt überrascht. Auch weil diese meist stärker als gewöhnlich ist, länger dauert und mehr Schmerzen verursacht. Sobald sich das eingependelt hat, ist die Periode nach der ersten Schwangerschaft meist schwächer und kürzer als davor.

Unsicherheit besteht oft darin, ob Frauen gleich nach der Entbindung Tampons oder Menstruationstassen verwenden dürfen. Für den Wochenfluss gilt, dass aufgrund der Infektionsgefahr keine Tampons, sondern anfangs spezielle Vorlagen und gegen Ende des Wochenflusses Damenbinden verwendet werden sollten. Bei der ersten Periode nach der Geburt können Frauen aber auf die gewohnte Monatshygiene zurückgreifen.

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Quellen:

  • Weyerstahl, T. und M. Stauber (2013).: Duale Reihe Gynäkologie & Geburtshilfe, Stuttgart: Thieme Verlag.
  • Höfer, Silvia und Nora Szász (2012): Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach, München: Gräfe und Unzer Verlag.
  • Kainer, Franz und Annette Nolden (2018): Das große Buch zur Schwangerschaft: Umfassender Rat für jede Woche, München: Gräfe und Unzer Verlag.
  • Gebauer-Sesterhenn, Birgit und Thomas Villinger: Schwangerschaft und Geburt, München: Gräfe und Unzer Verlag.
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