Patchouliöl: Intensiver Duft mit facettenreicher Wirkung

Redaktion PraxisVITA

Am Duft von Patchouliöl scheiden sich die Geister. Denn es zeichnet sich durch intensive Geruchskomponenten aus. Dabei ist das ätherische Öl mehr als nur eine Duftnote.

Patchouli-Pflanze mit Blüten
Patchouliöl hilft gegen zahlreiche Beschwerden Foto:  istock_sorsillo
Inhalt
  1. Was ist Patchouliöl?
  2. Die Wirkung von Patchouliöl: Nützliches Hausmittel in vielen Lebenslagen
  3. Anwendung: So benutzen Sie Patchouliöl
  4. Patchouliöl kaufen – darauf sollte bei der Anschaffung geachtet werden

Ob als Duft in Kosmetikprodukten, Haarpflegemitteln, Parfum oder als Mittel gegen Kleidermotten – Geruchsnoten von Patchouli (botanisch Pogostemon) begegnen einem im Alltag immer wieder. Es sorgt aber nicht nur für eine duftende Atmosphäre. Vor allem im Bereich der Hautpflege und als natürliches Hausmittel bei Erkältungen findet Patchouliöl seine Anwendung.

 

Was ist Patchouliöl?

Es gibt etwa 90 Pflanzenarten von Patchouli, doch die beiden bekanntesten sind jene aus Indien und Java. Sie sind es auch, die hauptsächlich für die Produktion des Duftstoffes verwendet werden. Aus den trockenen Blüten der Pflanze wird mittels Wasserdampfdestillation das reine Patchouliöl extrahiert. Um einen Liter des ätherischen Öls zu erhalten, sind bis zu 38 Kilogramm der getrockneten Pflanzenmasse nötig.

 

Die Wirkung von Patchouliöl: Nützliches Hausmittel in vielen Lebenslagen

Patchouliöl deckt eine ganze Reihe von Wirkungsweisen ab: Neben positiven Effekten für das Hautbild kann es bei der Wundheilung helfen, Erkältungsbeschwerden lindern und als Aphrodisiakum wirken.

Stark gegen Erkältung

Ähnlich wie viele andere ätherische Öle kann auch der Extrakt aus der Patchoulipflanze dabei helfen, die Atemwege zu befreien. Zudem kann es aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung Krankheitserreger abtöten und schleimlösend wirken – als Inhalation, Badewasserzusatz oder in einem Verdampfer.

Achtung: Reines Patchouliöl sollte nie Kontakt mit der Haut haben. Es kann dabei zu Hautreizungen oder allergischen Reaktionen kommen. Empfohlen wird daher, die Essenz mit der dreifachen Menge eines Pflegeöls, wie Oliven- oder Kokosöl, zu mischen.

Um die Verträglichkeit zu testen, sollte das Öl an einer kleinen Stelle des Körpers für 24 Stunden aufgetragen werden.

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Hautpflege

Das ätherische Öl befindet sich als Bestandteil in zahlreichen Hautpflegeprodukten. Der Grund dafür sind seine zahlreichen Eigenschaften, die zur Verbesserung des Hautbildes beitragen: Patchouliöl kann Bakterien und Pilze abtöten sowie Entzündungen hemmen. Dadurch können Akne, Pickel, Cellulite, Schwangerschaftsstreifen, Falten und trockene Haut gemindert werden. Auch Hautpilz lässt sich mit Patchouliöl bekämpfen.

Tipp: Patchouliöl hat auch einen desodorierenden – einen geruchsverdeckenden und -mindernden – Effekt. Seine antibakteriellen Inhaltsstoffe töten zum Beispiel die im Fußschweiß befindlichen Bakterien ab.

Wundheilung

Ein weiterer Effekt von Patchouliöl: Aufgrund der entzündungshemmenden und keimabtötenden Wirkung kann die Essenz bei der Wundheilung behilflich sein.

Das Öl soll sogar Methicillin-resistente Staphylococcus-aureus-Keime (MRSA) unschädlich machen. Die auch Krankenhaus-Keime genannten Erreger sind unempfindlich gegenüber gängigen Antibiotika und können bei immungeschwächten Personen oder Menschen mit einer schweren Grunderkrankung im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Aphrodisiakum

Laut Erfahrungsberichten soll Patchouliöl einen anregenden Effekt mit einem sogenannten wahrnehmbaren Pheromoncharakter haben. Das bedeutet, dass das Öl auch als Botenstoff zur Steuerung zwischenmenschlicher Beziehungen dient. Der Duft hat einen entspannenden Effekt, was das Lustempfinden steigern kann.

 

Anwendung: So benutzen Sie Patchouliöl

Sowohl innerlich als auch äußerlich findet das ätherische Öl der Patchoulipflanze seine Anwendung.

Innere Anwendung

In Form einer Art Kur können Sie einen Tropfen Patchouliöl mit einem Teelöffel Honig zusammen in einem Glas warmen Wasser mischen und trinken. Bei Entzündungen im Mundbereich hilft es, ein Glas Wasser mit einem Tropfen Öl zu gurgeln.  

Diese Dosierungen sollen dabei helfen, folgende Beschwerden zu lindern:

  • Erkältungen, Bronchitis, Grippe, Schnupfen
  • Entzündungen im Mundbereich
  • Stress und Nervosität

 

Äußere Anwendung

In einer Mischung mit anderen Trägerölen (z.B. Oliven-, Mandel- oder Kokosöl) lässt sich Patchouliöl direkt auf die Haut geben oder mit einem Wattepad verteilen. Damit lassen sich die folgenden Bereiche behandeln:

  • Akne, Pickel und Hautunreinheiten
  • Hautpilz
  • Schwangerschaftsstreifen und Cellulite
  • Erkältung, Grippe
  • rissige und trockene Haut
  • Wunden
  • Entzündungen
  • gegen MRSA-Keime

 

Wirkungsvoll gegen Motten

Patchouliöl lässt sich auch als Mittel gegen Motten in Kleiderschränken und andere Insekten einsetzen. Dafür genügt es, mit ein paar Tropfen Patchouliöl benetzte Taschentücher in den Schrank zur Wäsche zu legen.

 

Patchouliöl kaufen – darauf sollte bei der Anschaffung geachtet werden

Bei Patchouliöl sollte auf die Bioqualität geachtet werden. Diese ist meist daran zu erkennen, dass der botanische Name der Pflanze “Pogostemon” aufgeführt ist.

 

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