Parodontitis-Ursachen liegen meist in der Mundhygiene

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Parodontitis ist eine Erkrankung, die sich oft aus einer Kombination mehrerer Ursachen entwickelt. Auslöser der Parodontitis sind Bakterien, die sich zunächst als Zahnbelag (Plaque) auf den Zähnen ansiedeln. Hier bildet sich mit der Zeit ein richtiger Biofilm, eine Gemeinschaft verschiedenster Mikroorganismen, die sich vor allem von Speiseresten ernähren. Oft lagert der Zahnbelag mit der Zeit auch Mineralstoffe ein – so entwickelt sich Zahnstein, an dem wiederum gut weitere Bakterien haften können.

Viele dieser Mikroorganismen setzen Stoffe frei, welche die körpereigene Abwehr reizen und so Entzündungen im Zahnfleisch auslösen. Die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) verursacht außer einem gelegentlichen Zahnfleischbluten beim Zähneputzen meist kaum Beschwerden. Manchmal allerdings bilden sich immer tiefere Zahnfleischtaschen, in denen die Keime siedeln, sodass die Entzündungsprozesse schließlich auch auf die tieferen Strukturen – den Zahnhalteapparat – übergreifen. So entsteht eine Parodontitis.

 

Diese Faktoren begünstigen Parodontitis

  • Mangelnde Mundhygiene: Wer nur oberflächlich die Zähne putzt oder seine Zahnpflegeroutine öfter ausfallen lässt, macht es den Bakterien leicht, sich anzusiedeln. So kommt es unter anderem schneller zu Plaque, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis.
  • Rauchen: Bei Rauchern ist das Risiko einer Parodontitis bis zu sechsmal höher; die Erkrankung verläuft bei ihnen zudem schneller und schwerer als bei Nichtrauchern. Das liegt vor allem daran, dass die Inhaltsstoffe des Tabaks die Durchblutung im Zahnfleisch stören. So wird es anfälliger für Infektionen, und Entzündungen heilen langsamer ab.
  • Zuckerreiche Ernährung: Die Plaque-Bakterien ernähren sich besonders gerne von Zucker, sodass eine Ernährung mit vielen Softdrinks und Süßigkeiten nicht nur Karies, sondern letztlich auch Parodontitis fördert.
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Vor allem bei Erwachsenen ab 40 ist das Risiko für Parodontitis bei Diabetes erhöht, und die Entzündung wird schneller chronisch. Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel ist das Zahnfleisch letztlich schlechter durchblutet und das Immunsystem geschwächt. Dies gilt vor allem, wenn der Diabetes nicht gut mit Medikamenten eingestellt ist.
  • Bakterienprofil: Forscher haben herausgefunden, dass einige Erreger besonders häufig an der Entstehung von Parodontitis beteiligt sind. Bei jedem Menschen ist die Zusammensetzung der Mikroorganismen in der natürlichen Mundflora etwas anders, sodass sich bei einigen schneller eine Parodontitis entwickelt.
  • Genetische Faktoren: Manche Personen sind auch erblich bedingt anfälliger für Parodontitis als andere; das liegt vor allem daran, dass ihr Abwehrsystem von Natur aus schneller und heftiger mit Entzündungsreaktionen reagiert.
  • Andere Erkrankungen: Zu den seltenen, aber möglichen Ursachen einer Parodontitis gehören zum Beispiel Leukämie und Erbkrankheiten wie das Down-Syndrom und das sogenannte Chediak-Higashi-Syndrom.
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