Bunte Ostereier ohne Chemie Ostereier natürlich färben

Mona Trautmann

Ein Nest voller bunter Eier – für die meisten ein Muss zum Osterfest. Doch gekaufte Ostereier haben wegen der chemischen Färbemittel für viele Menschen einen unangenehmen Beigeschmack. Durch feine Risse in der Schale können Farbstoffe in das Ei gelangen und sogar Allergien auslösen. Es gibt jedoch eine natürliche Alternative: Kolorieren Sie Ostereier ohne künstliche Farbstoffe einfach selbst. PraxisVITA erklärt, wie das geht.

 

Welche Eier eignen sich am besten zum natürlichen Färben?

Zum Einfärben können Sie weiße und braune Eier benutzen. Auf der weißen Schale wirkt die Farbe intensiver und Verzierungen kommen besser zur Geltung. 
Auch Herkunft und Haltbarkeit gehören zu den Dingen, die Sie beim Ostereierkauf beachten sollten. Bio-Eier und Eier von Hühnern aus Freilandhaltung eignen sich besonders gut als bunte Osterdeko, da sie eine sehr dicke stabile Schale haben und nicht so leicht zerbrechen. 

 

Obst und Gemüse als natürliche Färbemittel

Ob leuchtendes Gelb oder tiefes Blau – statt chemischer Farbstoffe brauchen Sie farbintensive Obst- und Gemüseseorten, um Ostereier natürlich zu färben:

Farbe des Ostereis Natürliches Färbemittel
BlauHeidelbeeren, schwarze Johannisbeeren
BraunKaffee, schwarzer Tee
GelbSafran, Kurkuma
GrünSpinat, Petersilie, kalter Mate Tee
OrangeMöhren
RotRote Bete, Früchtetee
ViolettRotkohl

Bei allen Gemüse- und Pflanzensorten gilt: Lassen Sie davon 500 Gramm für etwa 30 Minuten kochen, um einen farbintensiven Sud zu bekommen. Beeren (50-100 Gramm) sollten Sie vor dem dreißigminütigen Kochen ein bis zwei Stunden einweichen lassen. Bei Kaffee und Tee gilt: etwa 50 Gramm für 45 Minuten kochen lassen. Bei Kurkuma reicht ein gehäufter Teelöffel aus, den Sie in kochendes Wasser geben.

Rote Bete und Safran zum Eierfärben
Rote Bete, Safran, Petersilie – das sind nicht nur Kochzutaten sondern auch Mittel, um Eier natürlich zu färben © iStock/mirrorr
 

Ostereier natürlich färben ohne Chemie – so geht’s 

1.    Reinigen: Essigwasser entfernt Schmutz und bereitet die Eierschale auf die Farbaufnahme vor. Geben Sie dazu etwa einen Esslöffel Essig (z.B. Apfelessig) pro Liter in einen Topf mit warmem Wasser und legen Sie die Eier für etwa zehn Minuten hinein, bis die Schale sich leicht rau anfühlt.

2.    Farbe vorbereiten: Je nach gewünschter Farbe kochen Sie das natürliche Färbemittel für 30-45 Minuten.

3.    Färben: Geben Sie nun die Eier in das eingefärbte Wasser und lassen Sie diese darin etwa acht bis zehn Minuten kochen. Wichtig: Die Eier sollten nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, sondern Zimmertemperatur haben, damit sie beim Kochen nicht platzen. Wenn die Ostereier eine kräftige Farbe bekommen sollen, lassen Sie sie nach dem Kochen noch einige Stunden im abkühlenden Sud liegen. Anschließend holen Sie die bunten Eier mit einer Suppenkelle oder einem Schöpflöffel heraus – so bleibt die Farbschicht gleichmäßig und Sie vermeiden Fingerabdrücke.

4.    Trocknen: Tupfen Sie die eingefärbten Ostereier vorsichtig mit etwas Küchenpapier ab. 

Tipp: Wenn Sie die Ostereier anschließend mit Speiseöl einreiben, bekommen sie eine glänzende Oberfläche und die Farbe wird intensiver. Verzierungen bringen Sie mit einem in Essig getunkten Wattestäbchen auf das Ei – an den Stellen, auf die Sie Essig geben, verblasst die Farbe.
 

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