Heilpflanzenlexikon

Orthosiphon bietet natürliche Hilfe bei Blasenentzündungen

Orthosiphon wirkt harntreibend. Die Pflanze hilft darum - wissenschaftlich erwiesen – bei Blasenentzündungen und anderen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.

Orthosiphon mit Blüte
Orthosiphon-Tee: Zwei Esslöffel der getrockneten Blätter mit einem Liter Wasser aufbrühen, 30 Minuten ziehen lassen, abseihen. Davon eine bis drei Tassen täglich trinken© Fotolia
 

Orthosiphon: Anwendung und Heilwirkung

Definition Orthosiphon
Bezeichnung: Orthosiphon spicatus
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung: Orthosiphon
Art: Orthosiphon stamineus, Orthosiphon aristatus

Die getrockneten Blätter des Orthosiphons lindern Entzündungen der ableitenden Harnwege und Nierenleiden, indem sie das Ausscheiden von Flüssigkeit, stickstoffhaltigen Substanzen und Kochsalz fördern. Dabei kommt es zu keiner Schädigung der Nieren, selbst wenn die Medizin in großer Menge gegeben wird. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ehemals Bundesgesundheitsamt (BGA) bestätigt die Anwendung zur Behandlung von Harnwegsinfekten und zur Vorbeugung von Nierengrieß.

 

Im Orthosiphon enthaltene Wirkstoffe

Lipophile Flavone (zum Beispiel Sinensetin, Scutellareintetramethylether und Eupatronin) ätherisches Öl und etwa 3 Prozent Kaliumsalz

 

Botanik

Die Blüte von Orthosiphon
Bei der Einnahme von Orthosiphon sollte darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken. Auf alkoholische und koffeinhaltige Flüssigkeiten sollten Sie in dieser Zeit verzichten© Fotolia

Orthosiphon ist ein Lippenblütler, der etwa einen Meter hoch wächst. Aus dem vierkantigen Stängel sprießen die Blätter kreuzweise gegenständig hervor. Sie sind lanzettlich spitz geformt. Die Blüten sind hellviolett und stehen ährenartig beisammen. Besonders auffällig: die weit aus der Blüte reichenden Staubfäden. Die Pflanze ähnelt vom Aussehen der Pfefferminze, mit der sie auch verwandt ist.

 

Verbreitung

Ursprung des Orthosiphons sind die Sundainseln, die den westlichen Teil des Malaiischen Archipels bilden und Australien. Die Gattung wurde erstmals 1830 durch den Botaniker George Bentham beschrieben. Heute wird sie weltweit in tropischen Gebieten angebaut.

 

Andere Namen von Orthosiphon

Katzenbart, Koemis Koetjing, indischer Nierentee

Wissenswertes über Orthosiphon

Orthosiphon spielt in Malaysia schon seit Jahrhunderten eine große Rolle als vielfältig genutztes Heilmittel. Dort gab ihr die Bevölkerung auch den Spitznamen Katzenbart, der sich vermutlich auf die langen Staubfäden bezieht.

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