Organspende: Immer mehr Lebensretter

Organspendeausweis
Obwohl 71 Prozent der Deutschen zu einer Organspende bereit sind, haben nur 35 Prozent einen Organspendeausweis © Fotolia

Die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland ist gestiegen. Das geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervor.

 

Kellnerin spendet Niere

Aktuell sorgt ein Fall in den USA für Aufsehen: Die Kellnerin einer Fast-Food-Kette im US-Bundesstaat Georgia erfährt von der schweren Krankheit eines Stammgastes – und spendet ihm ohne zu zögern einer ihrer Nieren. Mariana Villarreal war erst seit drei Monaten in dem Restaurant angestellt, kannte den Gast nur flüchtig. Die junge Kellnerin hat Mitleid mit Don Thomas, Vater zweier Kinder und Witwer – und entschließt sich zu handeln. Ihre Großmutter starb kürzlich selbst an einem Nierenleiden. „Für meine Großmutter konnte ich nichts tun. Aber wenn Don noch ein paar glückliche Jahre leben kann, wäre das wunderbar“, schreibt sie später im Internet.

 

Immer mehr besitzen Organspendeausweise

Auch in Deutschland ist die Akzeptanz für die Organspende wieder angestiegen. Vier von fünf Bundesbürgern stehen der Organspende demnach positiv gegenüber. 71 Prozent erklären sich damit einverstanden, nach ihrem Tod Herz, Lunge oder andere Organe zu spenden. Das geht aus den Ergebnissen einer von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am 1. Juni veröffentlichten Umfrage hervor. 2013 lag dieser Wert noch bei 68 Prozent. Einen Organspendeausweis besitzen laut Studie 35 Prozent der Befragten. 2012 hatten nur 22 Prozent darüber verfügt.

 

Es sind noch nicht genug

Zwar ist die Bereitschaft zur Organspende angestiegen, doch noch immer müssen Tausende vergeblich auf eine Transplantation warten. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat jetzt an die Bürger appelliert, im Todesfall ihre Organe anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. „Organspenden können Leben retten, jeder kann durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit schon morgen in die Lage kommen, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein“, erklärte der Minister der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Einen Organspendeausweis bekommen Sie bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Krankenkasse oder Sie laden ihn einfach hier herunter.

Hamburg, 01. Juni 2015

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