Oreganoöl: Die Essenz, die mit Antibiotika konkurrieren kann

Redaktion PraxisVITA

Oreganoöl ist ein echtes Kraftpaket unter den ätherischen Ölen. Besonders bestechend sind dabei die Wirkungsweisen, die die Essenz mit Antibiotika konkurrieren lassen.

Öl aus Oregano
Oreganoöl wirkt unter anderem bei Verdauungsproblemen Foto:  istock/mescioglu
Inhalt
  1. Herkunft und Gewinnung von Oreganoöl
  2. Inhaltsstoffe von Oreganoöl
  3. Wirkung von Oreganoöl
  4. Innerliche Anwendung von Oreganoöl
  5. Äußerliche Anwendung von Oreganoöl
  6. Gegenanzeigen – hier sollten Sie aufmerksam sein
  7. Oreganonöl kaufen – darauf sollten Sie achten

Das ätherische Öl aus der Oreganopflanze wirkt antibakteriell, antiviral und antimykotisch und kann somit eingesetzt werden, um Infektionen zu verhindern oder zu behandeln. Als Nahrungsergänzungsmittel verdünnt in flüssiger Form oder als Kapsel kann es von innen wirken – auch durch Inhalation. Beachten Sie dabei aber immer: Reines Oreganoöl darf nie pur eingenommen werden, weil es heftige Reizungen oder Allergien hervorrufen kann. Auch für die äußerliche Anwendung wird aus diesem Grund nur verdünntes Oreganoöl empfohlen.

 

Herkunft und Gewinnung von Oreganoöl

Die Heilkraft der aromatischen Pflanze wurde bereits im antiken Griechenland entdeckt. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wächst Oregano mittlerweile auch in anderen gemäßigten und warmen Zonen der Welt. Oregano steckt nicht nur in vielen Medikamenten, das ätherische Öl der Pflanze kann auch in seiner reinen Form zu Hause angewendet werden. Ähnlich wie auch bei vielen anderen ätherischen Ölen gewinnt man Oreganoöl per Destillation durch Wasserdampf. Das reine Öl trennt sich beim Abkühlen vom Wasser und kann am Ende des Verfahrens abgeschöpft und in Flaschen abgefüllt werden. Mehr als eine Tonne Pflanzen sind nötig, um einen Liter Oreganoöl herzustellen. Übrigens: Je trockener das Klima, desto intensiver der Duft und Geschmack von Oregano.

 

Inhaltsstoffe von Oreganoöl

Neben Gerbstoffen enthält Oreganoöl auch Cymol, Borneol, Carvacrol und Thymol. Hinzu kommen Vitamin B und K, die Mineralien Eisen, Kalium, Magnesium, Zink, Kalzium und Flavonoide (sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die vor bestimmten Krankheiten schützen sollen). Menge und Wirksamkeit der einzelnen Inhaltsstoffe hängen aber auch von der Wachstumsqualität in den Herkunftsländern ab.

 

Wirkung von Oreganoöl

Grundsätzlich wird Oreganoöl häufig in der Aromatherapie eingesetzt, da es effektiv gegen Bakterien wirkt. Aufgrund der reizenden Wirkung für die Haut wird empfohlen, die Essenz – ob innerlich oder äußerlich – nur verdünnt mit einem Trägeröl anzuwenden. Vor allem bei Verdauungsproblemen und Atemwegserkrankungen wirkt das Carvacrol entzündungshemmend. Der aromatische Duft von Oreganoöl hilft außerdem automatisch dabei, die oberen Atemwege zu befreien – Sie können sofort besser atmen.

 

Innerliche Anwendung von Oreganoöl

Wie bereits erwähnt, darf das reine ätherische Oreganoöl immer nur verdünnt eingenommen werden. Empfohlen werden hier zu Anfang dreimal täglich zwei Tropfen (50 mg) verdünnt mit 20 bis 40 Tropfen Sonnenblumenöl oder Wasser als Einzeldosis. Grundsätzlich sollte es sich immer um eine 10- oder maximal 20-prozentige Lösung handeln. Diese Regel ist umso wichtiger, wenn Sie wegen einer Krankheit sowieso schon geschwächt sind. Bei richtigem Gebrauch und Einsatz – nach Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker – wirkt Oreganoöl laut der Universität Göttingen wie ein Antibiotikum. Es hilft aber nicht nur bei bakteriellen Infektionen oder Pilzerkrankungen (wie Candida), sondern auch bei

  • Allergien
  • Parasiten
  • Viren
  • Entzündungen
 

Äußerliche Anwendung von Oreganoöl

Oreganoöl kann bei diversen akuten Hauterkrankungen verdünnt mit Speiseöl (auf einem Wattepad) mehrmals täglich auf die entsprechende Stelle aufgetragen werden. Bei chronischen Beschwerden reduziert sich die Behandlung auf zwei Anwendungen am Tag. Noch einmal zusammengefasst, wirkt Oreganoöl äußerlich bei:

  • Arthritis
  • Warzen
  • Insektenstichen
  • Juckreiz
  • Herpes Simplex

Flasche mit Weihrauch-Öl
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Gegenanzeigen – hier sollten Sie aufmerksam sein

Das reine ätherische Oreganoöl als Konzentrat kann, wie bereits gesagt, sowohl im Mund als auch auf der Haut Reizungen auslösen. Daher muss es unbedingt verdünnt und nur in geringer Dosis angewendet werden.

Bei Schwangeren und Babys sollte komplett von einer Behandlung mit Oreganoöl abgesehen werden – ob innerlich oder äußerlich. Die Wirkung auf den Organismus ist zu intensiv.

 

Oreganonöl kaufen – darauf sollten Sie achten

Während die Oreganoöle minderer Qualität meist auch preiswerter sind, sollten Sie dennoch unbedingt darauf achten, dass alle Inhaltsstoffe frei von Pestiziden sind und Sie ein Produkt in Bio-Qualität kaufen.

Als Alternative zu der Essenz eignen sich auch Kapseln, die das wertvolle Oreganoöl enthalten. Die geruchs- und geschmacksneutralen Nahrungsergänzungsmittel sollten aber ebenfalls Bio-Qualität besitzen und nur nach Dosierungsanleitung eingenommen werden.

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Quellen:

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