Opium: Mit Homöopathie gegen Süchte und Schlafstörungen

Redaktion PraxisVITA

Opium ist den meisten Menschen als Rauschmittel bekannt. In der Homöopathie wird es zur Behandlung sehr unterschiedlicher Krankheiten und Symptome eingesetzt. Vor allem bei Alkohlsucht soll Opium helfen.

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Opium kann als homöopathisches Mittel vielfältig angewendet werden Foto:  iStock/AtWaG
Inhalt
  1. Was ist Opium?
  2. Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Opium angewandt?
  3. Wie wird Opium dosiert und angewendet?
  4. Opium für Baby und Kind?
 

Was ist Opium?

Opium wird aus dem Saft des Schlafmohns gewonnen. Es ist auch unter dem Begriff Laudanum bekannt. Opium ist sowohl Rausch- als auch Betäubungsmittel – bereits im 19. Jahrhundert konsumierten vor allem Künstler und Intellektuelle Opium als Rauschmittel und wurden davon abhängig. Auch Heroin wird aus dem Mohnpflanzensaft gewonnen.

Hauptbestandteile von Opium sind Codein und Morphin, die auch heute noch medizinisch eingesetzt werden. Codein ist wirksam gegen Reizhusten, während Morphin eines der stärksten Schmerzmittel ist. Für die Anwendung in der Homöopathie wird Opium extrem verdünnt (potenziert).

Homöopathische Mittel
Globuli Homöopathie: Anwendung und Wirksamkeit

 

Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Opium angewandt?

Für Opium gibt es verschiedene Anwendungsgebiete. Die Krankheiten und Beschwerden, bei denen es wirken soll, scheinen dabei oft gegensätzlich zu sein. So soll Opium sowohl gegen Schlaflosigkeit als auch gegen Schlafsucht sowie beii einem Alkoholrausch wie auch bei einem Alkoholentzug die jeweils gewünschte Wirkung zeigen. Weitere Krankheiten und Symptome, die auf Opium ansprechen sollen, sind:

  • Verstopfung oder Darmlähmung
  • Sonnenstich
  • Gehirnerschütterung
  • nächtliche Atemaussetzer
  • bestimmte Folgesymptome von Schlaganfällen
  • Konzentrationsstörungen
  • Nebenwirkungen einer zu hoch dosierten Narkose
  • Folgen von Schreck oder Schock

Die Beschwerden, die auf Opium als passendes homöopathisches Mittel zur Behandlung hindeuten, verschlimmern sich morgens, nachts, während des Schlafs sowie durch Wärme und Nässe. Eine Besserung tritt hingegen bei Kälte und leichter Bewegung ein.

 

Wie wird Opium dosiert und angewendet?

Opium als homöopathisches Mittel gibt es in Form von Streukügelchen (Globuli), Tropfen und Tabletten. Dabei sind die Globuli bei der Selbstbehandlung die häufigste Form der Anwendung. Zum Einsatz kommen üblicherweise die Potenzen C12, D6 und D12 von denen eine Gabe (entspricht zwei bis drei Globuli) mehrmals täglich eingenommen werden kann.

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Die Potenz C12 sollte nicht öfter als viermal täglich zur Anwendung kommen. Bei akuten Schockzuständen können Globuli in den Potenzen D6 oder D12 auch halbstündlich gegeben werden, bis eine Besserung eintritt. Da Opium bei sehr verschiedenen Krankheiten empfohlen wird, sollte die passende Dosierung für die jeweilige Erkrankung mit einem Homöopathen abgesprochen werden.

 

Opium für Baby und Kind?

Opium kann als homöopathisches Mittel auch bei Babys und Kleinkindern Anwendung finden. Vor allem für sehr schläfrig wirkende Babys empfehlen Heilpraktiker Opium als Mittel der Wahl. Auch bei Verstopfung ist eine Behandlung mit Opium möglich. Babys und Kleinkinder erhalten dabei andere Dosierungen als Erwachsene.

In der Regel bekommen Babys nur ein Streukügelchen, ab zwei Jahren sind es zwei Globuli. Ab einem Alter von drei Jahren erhöht sich die Dosis auf drei Globuli pro Tag. Die genaue Menge und Art der Anwendung von Opium sollte am besten mit einem Kinderarzt besprochen werden.

Quellen:

Deutsche Homöopathie-Union: Opium, in: dhu-globuli.de

Opium – Schlafmohn, in: homoeopathie-online.info

Sommer, S.  (2015): Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln. Gräfe und Unzer Verlag, München.

Stumpf, W. (2015): Homöopathie für Kinder. Gräfe und Unzer Verlag, München.

Wiesenauer, M. und Kirschner-Brouns, S. (2007): Homöopathie – Das große Handbuch. Gräfe und Unter Verlag, München.

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