Omeprazol – ein Wirkstoff, der die Magensäure verringert

Kapitel
  1. 1. Omeprazol – Wirkstoff-Guide
  2. 2. Die 10 häufigsten Fragen
  3. 3. Nebenwirkungen
  4. 4. Dosierung
  5. 5. Medikamente

Der Wirkstoff Omeprazol kam 1989 in den USA auf den Markt. Er war der erste Protonenpumpenhemmern, der zur effektiven Behandlung von Sodbrennen genutzt wurde.

Omeprazol gehört zu den sogenannten Protonenpumpenhemmern. Diese wirken, indem sie die Säuremenge, die im Magen produziert wird, verringern.

 

Wann wird Omeprazol eingesetzt?

Der Wirkstoff Omeprazol wird meist zur Vorbeugung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie zur Behandlung von Sodbrennen eingesetzt. Auch Entzündungen der Speiseröhre können mit Omeprazol verhindert oder bereits entstandene Entzündungen gelindert werden.

Die wichtigsten Infos zu Omeprazol auf einen Blick

Name: Omeprazol

auch bezeichnet als (RS)-5-Methoxy-2-{(4-methoxy-3,5-dimethyl-2- pyridyl)methylsulfinyl} benzimidazol; Omeprazolum

Anwendungsgebiete:

  • Linderung von Schmerzen in der Speiseröhre, die durch Entzündungen entstanden sind
  • Linderung von Schmerzen, die durch Magen- und Zwölffinderdarmgeschwüre entstanden sind
  • Verringerung der Magensäure
  • Vorbeugung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren

Warnhinweis:

Vorsicht bei säurebindenden Arzneimitteln gegen Sodbrennen, wie Omeprazol. Sie können bestimmte Antibiotika wirkungslos machen.

 

Wer darf Omeprazol nicht einnehmen?

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Omeprazol dürfen nicht eingenommen werden, wenn

  • eine Allergie oder eine Überempfindlichkeit gegen Omeprazol vorliegt
  • bei Vorerkrankungen der Leber
  • bei Verdacht auf ein Magengeschwür sollte die Einnahme nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen
  • Arzneimittel eingenommen werden müssen, die Nelfinavir enthalten (gegen eine HIV-Infektion).
Der Wirkstoff Omeprazol wird als Hartkapsel oder Tablette eingenommen
Der Wirkstoff Omeprazol wird als Hartkapsel oder als Tablette eingenommen. Der Wirkstoff verringert die Magensäureproduktion und lindert Entzündungen der Speiseröhre© Fotolia
 

Mögliche Nebenwirkungen durch Omeprazol

Der Wirkstoff Omeprazol ist sehr gut verträglich. Dennoch können, wie bei jedem anderen Arzneiwirkstoff auch, unter der Einnahme von Omeprazol Nebenwirkungen auftreten. Wie stark diese ausgeprägt sind, ist von Person zu Person verschieden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die unter der Einnahme von Omeprazol auftreten können, zählen:

Hier finden Sie weitere mögliche Nebenwirkungen.

 

Mit diesen Medikamenten verträgt sich Omeprazol nicht

Obwohl der Wirkstoff Omeprazol an sich gut verträglich ist, kann er die Wirkung einiger Arzneimittel beeinflussen. Umgekehrt können auch einige Arzneimittel Einfluss auf die Wirkung dieses Wirkstoffes haben. Aus diesem Grund sollte immer der Arzt oder Apotheker zu möglichen Wechselwirkungen unter der Einnahme von Omeprazol befragt werden, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Medikamente handelt.

Omeprazol sollte beispielsweise nicht eingenommen werden, wenn zeitgleich ein Arzneimittel eingenommen wird, das Nelfinavir enthält (zur Behandlung einer HIV-Infektion).

Zudem sollte der Arzt oder Apotheker informiert werden, wenn Clopidogrel eingenommen wird (wird angewendet, um Blutgerinnseln vorzubeugen).

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker mit, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Prof. Dr. Hartmut Göbel
Experte Prof. Dr. Göbel: "Nach Absetzen des Wirkstoffs Omeprazol kann es unter Umständen zu einem sogenannten Acid-Rebound kommen, der mehrere Wochen andauern kann."© privat
  • Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol, Voriconazol (angewendet zur Behandlung von Infektionen, die durch einen Pilz hervorgerufen werden)
  • Digoxin (angewendet zur Behandlung von Herzproblemen)
  • Diazepam (angewendet zur Behandlung von Angstgefühlen, zur Entspannung von Muskeln oder bei Epilepsie)
  • Phenytoin (angewendet bei Epilepsie). Wenn Sie Phenytoin einnehmen, muss Ihr Arzt Sie überwachen, wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels beginnen oder beenden.

Hier erfahren Sie weitere möglichen Wechselwirkungen.

 

Die richtige Dosierung

Erwachsene Personen nehmen in der Regel einmal täglich jeweils eine Tablette oder Kapsel mit einem Wirkstoffgehalt von 20-40 mg ein. Liegt jedoch eine krankhafte Überproduktion der Magensäure vor, wie z.B. beim sogenannten Zollinger-Ellison-Syndrom, ist nach ärztlicher Verordnung eine Wirkstoffmenge von täglich 60 mg Omeprazol oder mehr erforderlich.

Kinder unter einem Jahr dürfen den Wirkstoff Omeprazol nicht einnehmen. Ab einem Alter von einem Jahr und mindestens zehn Kilogramm Körpergewicht darf Omeprazol bei Kindern auch nur dann angewendet werden, wenn eine schwere Entzündung der Speiseröhre vorliegt und andere Behandlungen nicht erfolgreich waren/sind.

Hier lesen Sie weitere Hinweise zur richtigen Dosierung.

Die 10 häufigsten Fragen
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