Oleander – die giftige Heilfplanze

Der giftige Oleander ist nicht nur eine schöne und beliebte Zierpflanze, sondern wirkt auch als Heilmittel gegen Herzinsuffizienz.

Aufgepasst: Alle Pflanzenteile des Oleanders sind giftig
Aufgepasst: Alle Pflanzenteile des Oleanders sind giftig© Fotolia
 

Oleander: Anwendung und Heilwirkung

Definition Oleander

Bezeichnung: Nerium oleander Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) Gattung: Nerium Art: Oleander

Die Wirkstoffe in den Oleanderblättern können eine Stärkung des Herzmuskels bewirken. Außerdem gelten sie als harntreibend. Die Zusammensetzung der Wirkstoffe und die enthaltene Menge hängten stark von der einzelnen Pflanze und ihrem Standort ab.

Eine Herstellung eines standardisierten Extrakts ist kompliziert und kann nicht Laien zur Selbstmedikation überlassen werden. Sie sollten sich auf Präparate in der Apotheke verlassen.

 

Im Oleander enthaltene Wirkstoffe

Herzglykoside wie Digitoxigenin, Gitoxigenin, Oleandrigenin, Adynerigenin, Neriagenin, Oleagennin und Uzarigenin; Flavonoidglykoside wie Neriin, Rutin; pentacyclische Triterpene; Saponine; Gerbstoffe; ätherisches Öl.

 

Verbreitung

Oleander blüht von Mitte Juni bis in den September hinein
Oleander blüht von Mitte Juni bis in den September hinein© Fotolia

Das Hauptverbreitungsgebiet des Oleanders ist das Mittelmeer. In Mitteleuropa wird er häufig als Kübelpflanze kultiviert. Beliebt ist er insbesondere als Zierpflanze auf großen Plätzen in den Städten. Oleander braucht kühle Temperaturen. Aus diesem Grund kann er nicht in Räumen überwintern. Manche Arten ertragen selbst Frost.

 

Botanik

Der Oleander ist ein kahler Strauch oder Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern erreicht. Er hat ledrige, lange Blätter und rosafarbene, duftende Blüten. Bei den gezüchteten Sorten gibt es viele Farbunterschiede sowie Exemplare mit gefüllten Blüten.

 

Andere Namen für Oleander

Rosenlorbeer

Wissenswertes über Oleander

Oleander ist eine schon in der Antike bekannte Heilpflanze. Dioskurides erwähnt ihn bereits in seinen Schriften. Auch in der arabischen Medizin kamen Blätter des Oleanders zur Anwendung. In mittelalterlichen Werken zu Heilkräutern wird Oleander als Gegengift bei Schlangenbissen geführt. 

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