Ohrstöpsel – gesund oder ungesund?

Redaktion PraxisVITA

Ohrstöpsel aus Schaumstoff schützen das Gehör und reduzieren den Lärm um etwa 30 Dezibel. Das macht einen enormen Unterschied, denn die Dezibel-Zahl steigt nicht linear: Erhöht sich Lärm um 10 dB, empfinden wir ihn als doppelt so laut.

Ohrstöpsel: Das sollten Sie wissen

Helfen oder schaden Ohrstöpsel bei Tinnitus? Kann man süchtig nach Ohrstöpseln werden? Dürfen Kinder Ohrstöpsel tragen? Was bedeutet der SNR-Wert auf der Packung? Und kann man Ohrstöpsel eigentlich auch selber machen?

Ohrstöpsel – Pro und Contra

Entdecken Sie in dieser Bildergalerie, welche gesundheitlichen Vor- und Nachteile das regelmäßige Tragen von Ohrstöpseln haben kann, erfahren Sie wie Sie Ohrstöpsel bei Tinnitus als Trainingsgerät einsetzen können und vieles mehr.

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Lärm macht krank

Aber weshalb sollten wir unser Gehör überhaupt schützen? Weil dauerhafter Lärm unseren Stresspegel steigen lässt – Herzschlag und Blutdruck fahren hoch, das Herzinfarktrisiko steigt. Das alles macht uns auch anfälliger für Magenprobleme, Erkältungen und Depressionen.

Ohrstöpsel
Um das Gehör bei einem Konzert zu schützen, sollten Ohrstöpsel getragen werden© iStock

Ohrstöpsel schützen: Ein Lärmpegel ab etwa 55 Dezibel ist schädlich

Die Zahl der Lärmkranken nimmt ständig zu. Das liegt vor allem am stetig steigenden Verkehrsaufkommen. Denn die Geräusche von Autos, Zügen und auch Flugzeugen empfinden wir als besonders störend. Bereits ein dauerhafter Lärmpegel ab 55 Dezibel kann uns krank machen. Zum Vergleich: Eine viel befahrene Landstraße hat 70 Dezibel. Doch was ist mit plötzlichem, kurzzeitigem Lärm? Auch dieser ist gefährlich: Denn schon ein lauter Silvesterknaller oder der Bass auf einem Konzert können das Innenohr schädigen. Eine Hörminderung oder ein Tinnitus können die Folge eines solchen Knalltraumas sein. Aber normalerweise bildet sich diese Störung im Laufe der Zeit wieder zurück. Wer weiß, dass er sich demnächst starkem Lärm wie bei einem Konzert aussetzt, sollte das Gehör davor schützen – beispielsweise durch Ohrstöpsel.

Ohrstöpsel auch im Haushalt

Gerade weil die Welt deutlich lauter ist als früher, sollten Sie Ihren Ohren möglichst viele Erholungsphasen gönnen. Wählen Sie zum Schlafen deshalb auf jeden Fall den ruhigsten Raum in der Wohnung. Liegt dieser ebenfalls an einer Straße, kann man den Schall durch einen Teppich, dichte Vorhänge oder Rollläden dämmen. Lassen Sie nachts am besten keine Haushaltsgeräte wie die Spülmaschine laufen. Beim Heimwerken sollten Sie außerdem möglichst spezielle Schallschutzkopfhörer tragen. Schalten Sie laute Geräte wie zum Beispiel den Föhn nicht auf höchster Stufe ein. Denn sonst ist er mit 99 Dezibel fast genauso laut wie ein Presslufthammer – und das direkt neben dem Ohr. Und: Lassen Sie Ihr Hörvermögen einmal im Jahr testen. So können Sie, falls es notwendig ist, rechtzeitig eine Hörhilfe bekommen.

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