Ohne Augen-Stress durch den Winter

Augentropfen mit feuchtigkeitsspendenen Stoffen helfen bei trockenen Augen
Bei trockenen Augen helfen Augentropfen mit feuchtigkeitsspendenen Stoffen (z.B. Hyaluronsäure) © Fotolia

Brennen, Juckreiz, Fremdkörpergefühl: Vor allem in der kalten Jahreszeit klagen viele Menschen über rote, gereizte Augen. Auch Heizungsluft und Minusgrade machen den Augen zu schaffen. Was im Akutfall hilft...

In den meisten Fällen steckt eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) hinter solchen Augen-Problemen. Durch vermehrte Sekretion tränen die Augen, beim Aufwachen sind sie verklebt.

 

Behandlung: Kühle Umschläge beruhigen entzündete Augen im Akutfall

Dazu sauberen, feuchten Waschlappen fünf Minuten kühlen, danach für ca. 10 Minuten auf die Augen legen. Generell gilt aber: Wenn die Beschwerden nach zwei Tagen nicht nachlassen, zum Arzt gehen.

Bei ansteckenden, bakteriellen Bindehautentzündungen, die z. B. durch Streptokokken verursacht werden, verschreibt der Arzt antibiotikahaltige Tropfen oder Salben.

Bei Bindehautentzündungen, die in Verbindung mit Erkältungsviren auftreten, hilft meist nur Geduld. Sie heilen von selbst. Sind Herpes-Viren die Verursacher, heißt das Mittel der Wahl Aciclovir.

Extra-Tipp: Nicht an den Augen reiben, das verstärkt die Beschwerden. Bei bakterieller und viraler Entzündung kann so das andere Auge angesteckt werden.

 

Achtung, Glaukom!

Auch ein akuter Glaukomanfall (Grüner Star) kann ein gerötetes Auge auslösen. Dabei steigt der Innendruck im Auge plötzlich an. Unbehandelt führt er zu einer dauerhaften Schädigung des Sehnervs, kann sogar zur Erblindung führen. Das Gefährliche: Der Betroffene hat keine Schmerzen, spürt lange nichts von der Gefahr.

Behandlung: Sofort zum Augenarzt! Ein Glaukom lässt sich im Frühstadium sehr gut mit Medikamenten einstellen.

Je früher ein sogenanntes Glaukom erkannt wird, desto besser
Je früher ein sogenanntes Glaukom erkannt wird, desto besser lässt es sich mit Medikamenten behandeln© shutterstock

Bei Allergien möglichst den Auslöser (z. B. Lidschatten, Augencremes, Parfüms) meiden. Darüber hinaus können Tropfen mit Cromoglicinsäure die Beschwerden lindern.

Bei roten "Heuschnupfen-Augen" helfen mehrmals täglich Antihistaminika-Augentropfen und langfristig die Hyposensibilisierung beim Allergologen.

 

Trockene Augen

Was viele unterschätzen: Zu trockene Raumluft, Kontaktlinsen, zu lange Bildschirm-Arbeit, Zigarettenrauch oder Medikamente (z. B. Antibabypille) können die Augen austrocknen und zu Rötungen und Schmerzen führen.

Behandlung: Mehrmals täglich Augentropfen mit feuchtigkeitsspendenen Stoffen (z.B. Hyaluronsäure) verwenden. Für die Nacht werden Augensalben empfohlen. Beraten Sie sich mit Ihrem Augenarzt über eine geeignete Therapie.

Extra-Tipp: Vorsicht bei sog. Weißmacher-Tropfen. Sie beseitigen zwar die Rötungen im Auge, verstärken aber die Trockenheit der Bindehaut. Mehr noch: Bei Dauergebrauch können die Präparate zu Vernarbungen der Hornhaut führen.

Quelle: Fernsehwoche, 4/2009

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