Ödeme: Wie stellt der Arzt die Diagnose von Wassereinlagerungen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Ödemen kann der Arzt die Diagnose oft schnell stellen, denn in vielen Fällen rufen die Wassereinlagerungen typische Symptome hervor. Im Rahmen der Diagnose liegt das Hauptaugenmerk vor allem darauf, die Ursache für die Ödeme zu ermitteln.

Daher stellt der Arzt für die Ödem-Diagnose zunächst Fragen zur Vorgeschichte. Wichtige Informationen sind dabei zum Beispiel, ob bestimmte Erkrankungen (Herz,- Nieren- oder Leberkrankheiten) vorliegen, oder bei Frauen auch der Zeitpunkt des Monatszyklus sowie eine mögliche Schwangerschaft.

Bei der körperlichen Untersuchung betrachtet der Arzt zunächst die betroffene Körperregion. Ödeme an Gesicht, Armen oder Beinen fallen dabei besonders durch eine entsprechende Schwellung, beziehungsweise Umfangsvermehrung der betreffenden Bereiche auf. Drückt der Arzt vorsichtig mit dem Daumen einige Sekunden auf die Schwellung, bleibt bei einem Ödem typischerweise eine Delle in der Haut bestehen. Beim Abhören der Lunge mit dem Stethoskop lässt sich ein Lungenödem aufgrund der charakteristischen Atemgeräusche feststellen. Auch wenn der Patient plötzlich, innerhalb weniger Tage, deutlich an Gewicht zunimmt, ist dies ein wichtiger Hinweis für die Diagnose von Ödemen.

Um zu klären, ob andere Erkrankungen hinter den Wassereinlagerungen stecken, sind meist zusätzliche Untersuchungen notwendig. Dazu gehören zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung von Herz, Nieren und Leber. Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf Leber- oder Nierenerkrankungen geben. Bestimmte Entzündungswerte lassen den Arzt an eine Infektion als mögliche Ursache der Ödeme denken. Auch durch eine Urinuntersuchung erhält der Arzt wichtige Informationen über Ursache der Ödeme.

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