Ödeme: Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Wassereinlagerungen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Ödemen richtet sich die Behandlung in erster Linie nach der Ursache der Wassereinlagerungen. Sind die Ödeme beispielsweise durch eine Herzerkrankung (wie Herzschwäche, Herzinsuffizienz) oder Lebererkrankung (zum Beispiel Leberzirrhose) entstanden, besteht der erste Schritt der Behandlung darin, überschüssiges Wasser aus dem Körper „auszuschwemmen“.

Dies erfolgt über entwässernde Medikamente, sogenannte Diuretika. In vielen Fällen verordnet der Arzt diese in Tablettenform. Müssen die Wassereinlagerungen jedoch möglichst schnell entfernt werden – zum Beispiel bei einem Lungenödem – erhält der Betroffene den Wirkstoff per Infusion direkt in die Vene. Dabei beachtet der Arzt auch, dass der Körper nicht zu viel Wasser auf einmal ausscheidet und kontrolliert hierfür regelmäßig das Gewicht des Betroffenen.

Lymphdrainagen können Ödeme lindern
Lymphdrainagen können Ödeme lindern© iStock
 

Ödem-Behandlung anderer Ursachen

  • Schwere Entzündungen und Allergien, die zu Ödemen führen, lassen sich unter anderem durch Kortikosteroide (wie Kortison) behandeln.
  • Lymphdrainagen lindern in vielen Fällen Lymphödeme.
  • Um Ödeme bei einer Venenschwäche (wie Krampfadern) zu vermeiden, können Kompressionsstrümpfe helfen.
  • Treten Ödeme bei Frauen hormonell bedingt auf, können Hormonpräparate wie die „Antibabypille“ helfen.
  • Scheiden die Nieren (zum Beispiel bei einem Nierenversagen) nicht mehr ausreichende Mengen Urin aus, muss oft eine Blutwäsche (Dialyse) erfolgen.

Grundsätzlich ist es bei der Behandlung von Ödemen wichtig, die ursächliche Erkrankung – sofern möglich – zu beheben. Patienten mit Herzschwäche erhalten hierzu beispielsweise Medikamente wie ACE-Hemmer oder Betablocker. Bei einer alkoholbedingten Lebererkrankung, die zu Ödemen führt, ist strikte Alkoholabstinenz notwendig. Bei starken Wasseransammlungen im Bauch (Aszites) kann es nötig sein, das Bauchwasser mittels Punktion abzusaugen. Wird die Ursache allerdings nicht beseitigt, bildet sich das Gewebswasser immer wieder nach.

 
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