Ödeme

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ödeme sind Wassereinlagerungen im Gewebe. Die Flüssigkeitsansammlungen können den gesamten Körper oder bestimmte Regionen oder Organe betreffen. Häufiger treten Wassereinlagerungen in Form von Schwellungen an den Armen oder Beinen auf. Wie Ödeme entstehen und was dagegen hilft, erfahren Sie hier.

 

Ödeme, was ist das?

Ödeme (Wassereinlagerungen) entstehen, wenn sich vermehrt Flüssigkeit im Gewebe ansammelt. Der Begriff Ödem entstammt dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Schwellung“. In den meisten Fällen sind Erkrankungen für Ödeme verantwortlich, sodass es sich bei einem Ödem eher um ein Symptom, als um eine eigenständige Krankheit handelt.

Normalerweise herrscht ein Gleichgewicht zwischen der zirkulierenden Flüssigkeit innerhalb der Blutgefäße und Lymphbahnen und dem umliegenden Gewebe. Das bedeutet, dass immer eine gewisse Menge an Flüssigkeit aus dem Blut über die Gefäßwand ins Gewebe gelangt und gleichzeitig auch wieder aus dem Gewebe zurück in das Gefäßsystem aufgenommen wird. Dabei sind es in erster Linie zwei physikalische Kräfte, die dieses Flüssigkeitsgleichgewicht aufrechterhalten und Ödeme eigentlich verhindern sollen; der sogenannte hydrostatische und onkotische Druck.

Ödeme bilden sich häufig an den Knöcheln und Füßen
Ödeme bilden sich häufig an den Knöcheln und Füßen© iStock
 

Ödeme: Unterschied hydrostatischer und onkotischer Druck

  • Hydrostatischer Druck: Darunter versteht man den Druck, der aufgrund der Erdanziehungskraft in den Gefäßen herrscht. Stellt man sich das Blut im Blutgefäß als senkrechte Flüssigkeitssäule vor, so übt die Gravitationskraft einen Druck nach unten aus. Je höher die Flüssigkeitssäule in einem Gefäß, desto größer ist der Druck am unteren Ende der Säule. Der hydrostatische Druck bewirkt also, dass sich Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Geweben bewegt.
  • Onkotischer (kolloidosmotischer) Druck: Im Blut befinden sich zahlreiche gelöste Teilchen und Moleküle. Vor allem bestimmte Eiweiße, wie Albumin, binden Wasser an sich und bewirken, dass Flüssigkeit im Blutgefäß verbleibt.
 

Ödeme – Flüssigkeitsansammlungen im Körper

Normalerweise befinden sich beide physikalischen Kräfte im Gleichgewicht. Kommt es zu einer Störung innerhalb dieses Systems – etwa durch eine Erkrankung – tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in die Umgebung aus und Ödeme entstehen.

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