Nux vomica: Homöopathische Hilfe bei ungesundem Lebensstil

Redaktion PraxisVITA

Das homöopathische Mittel, Nux Vomica, hilft bei Verdauungsbeschwerden, Schlaflosigkeit und Übelkeit. Meist führt ein falscher Lebensstil zu den Symptomen. Babys und Kleinkinder mit Bauchschmerzen können ebenfalls mit Nux vomica behandelt werden.

Mann sitzt mit Alkohol und Zigarette an einer Bar
Nux vomica wird von Heilpraktikern vor allem bei Übelkeit verwendet Foto:  istock_South_agency
Inhalt
  1. Nux vomica: Was ist es?
  2. Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Nux vomica angewandt?
  3. Nux vomica: Welche Dosierung und Anwendung wird empfohlen?
  4. Nux vomica: Was gilt für die Anwendung bei Baby & Kind?
 

Nux vomica: Was ist es?

Eine seit Jahrhunderten bekannte Giftpflanze, die Gewöhnliche Brechnuss (Strychnos nux-vomica), ist Grundlage für das Homöopathikum Nux vomica. Aus der Brechnuss wurden früher Brechmittel hergestellt – daher kommt ihr Name. Nux vomica war eines der ersten Mittel, die von dem Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, untersucht wurden. Aus den Symptomen einer Brechnuss-Vergiftung leitete er mögliche Anwendungsgebiete ab.

Hergestellt werden die Präparate aus den reifen, getrockneten und feingepulverten Brechnusssamen. Wie es in der Homöopathie üblich ist, werden die Wirkstoffe stark verdünnt (potenziert) eingesetzt.

 

Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Nux vomica angewandt?

In der Homöopathie gilt Nux vomica als typisches Präparat bei Krankheiten und Beschwerden, die durch einen ungesunden Lebensstil verursacht werden. So reizen fettes Essen, Alkohol, viel Kaffee oder Nikotin den Magen und Darm. Das kann zu Verdauungsproblemen mit Symptomen wie Übelkeit, Verstopfung oder Bauchkrämpfen führen.

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Zu den weiteren Beschwerden, für die eine Behandlung mit Nux Vomica in Frage kommt, sind:

  • Stressbedingte Schlafstörungen und Reizbarkeit
  • Überarbeitung
  • Anfälligkeit für Erkältungen
  • Kälteempfindlichkeit und
  • Brechreiz
 

Nux vomica: Welche Dosierung und Anwendung wird empfohlen?

Die Brechnnuss gibt es in Form von Streukügelchen (Globuli), Tabletten und Tropfen. Für die Selbstbehandlung sind Nux Vomica D6 und D12 sowie Nux Vomica C30 eine gute Wahl. Bei akuten Symptomen können in diesen Potenzen fünf Tropfen, eine Tablette oder fünf Globuli eingenommen werden.

Es ist möglich, die Anwendung bis zu sechsmal täglich zu wiederholen. Dabei sollte man einen Abstand von mindestens einer halben Stunde zwischen den einzelnen Gaben einhalten.

Höhere Potenzen, wie beispielsweise Nux vomica C200, sollten Patienten nur nach Rücksprache mit einem homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker verwenden.

 

Nux vomica: Was gilt für die Anwendung bei Baby & Kind?

Heilpraktiker empfehlen Nux vomica auch bei Symptomen und Beschwerden bei Babys und Kleinkindern. Bauchschmerzen und Krämpfe gehören dazu, da sie gerade bei Kindern häufig auftreten. Hier soll das Homöopathikum Linderung verschaffen.

Auch bei Mädchen, die unter starken Menstruationsbeschwerden leiden, wird es empfohlen. Säuglinge bis zum zwölften Monat bekommen ein Streukügelchen pro Gabe. Kleinkinder bis zu einem Alter von 24 Monaten erhalten zwei Globuli und ältere Kinder drei Globuli täglich.

Eltern sollten beachten, dass bei ernsten Erkrankungen ein Besuch beim Kinderarzt unverzichtbar ist und nicht durch eine Selbstbehandlung mit Nux Vomica ersetzt werden kann.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen

  • Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel, in: Bundesinstut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
  • Eisele, M. (2013) Homöopathie: Der einfache Weg zum richtigen Mittel, Stuttgart
  • Eisele, M. et al. (2020): Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen, Stuttgart
  • Wiesenauer, M. & Berger, R. (2010): Homöopathie-Beratung. Empfehlungen für die Patientenbetreuung, Stuttgart
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