Nur Husten oder schon Bronchitis?

Redaktion PraxisVITA

Irgendwann trifft es jeden: Kaum ein Winter vergeht ohne Husten. Doch wann sollte man eigentlich aktiv werden? Praxisvita verrät Ihnen, woran Sie eine Bronchitis erkennen und was dann hilft.

Als Sie neulich Bus gefahren sind, haben alle um Sie herum gehustet? Kein Wunder, wir stecken mitten in der Erkältungszeit. Und wenn es einen erwischt hat, gehört Husten in der Regel dazu. Das ist ganz normal. Denn Husten hat auch eine gute, sehr nützliche Seite: Er reinigt die Bronchien von Erkältungsviren, Schleim und anderen Fremdkörpern.

 

Hausmittel bei Husten

Damit dieses lästige Erkältungssymptom schnell wieder vergeht, können Sie auch selbst etwas tun: Trinken Sie viel, rund drei Liter am Tag. So kann der Körper leichter flüssigen Schleim bilden, der die Erreger aus dem Körper befördert. Ideal ist warmer Tee – nicht zuletzt wegen des tröstlichen Gefühls. Auch Inhalationen mit Kamillenblüten helfen dabei, Sekret aus den Bronchien zu befördern. Zudem werden die trockenen Schleimhäute befeuchtet. Außerdem sollten Sie ausreichend schlafen.

Was ist COPD?

Wenn wir Schmutz einatmen, entfernt ihn die Lunge. Bei COPD-Patienten (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) funktioniert diese Reinigung nur noch ungenügend oder gar nicht. Schuld daran sind Schädigungen, v. a. durch Nikotin. Durch Infektionen kann dann eine chronische Bronchitis entstehen, die bei Belastung zur Atemnot führt. Parallel kommt es zur Lungen-Überblähung (Emphysem). Ein normales Atmen ist dann selbst im Ruhezustand nicht mehr möglich.

 

Bronchitis erkennen

Wenn Sie während einer Erkältung plötzlich Schleim aushusten, der gelb oder grünlich gefärbt ist, gehen Sie bitte zum Arzt. Dies kann auf eine bakterielle Superinfektion hindeuten. Das ist ein Bakterieninfekt, der durch das von Erkältungsviren geschwächte Immunsystem leichtes Spiel hat. Eine Entzündung der Bronchien, die akute Bronchitis, droht. Diese kann aber ebenso direkt durch Viren verursacht werden. Auch wenn Sie sich insgesamt matt und unwohl fühlen oder Fieber, Atembeschwerden und Brustschmerzen haben, sollten Sie sich vom Hausarzt untersuchen lassen. Denn im Falle einer Bronchitis sind die unteren Atemwege betroffen, man muss aktiv werden.

 

Das hilft bei einer Bronchitis

Die virale Bronchitis heilt meist innerhalb von zehn Tagen ab – auch wenn der Husten noch bis zu drei Wochen bleiben kann. Bei einer Superinfektion verlängert sich der Zeitraum bis zur Genesung möglicherweise auf mehrere Wochen. Die Medikamente wird Ihr Arzt je nach Ursache der Bronchitis verschreiben. Eine Superinfektion braucht meist Antibiotika. Bei der viralen Bronchitis sind diese dagegen machtlos. Sie können Ihre Heilung aber auch selbst unterstützen: Präparate mit der Kapland-Pelargonie (Apotheke) lassen die Beschwerden schneller abklingen. Zudem sollten Sie sich schonen und viel trinken – wie beim „normalen“ Husten. Verzichten Sie aufs Rauchen und meiden Sie verqualmte Räume. Wichtig: Bitte nehmen Sie Hustenstiller nur im Notfall. Denn das Abhusten des Schleims ist jetzt extrem wichtig.

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