Nikotinsucht-Behandlung: Rauchfrei oft in Eigenregie

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Eine Nikotinsucht führt langfristig zu schweren gesundheitlichen Schäden – je früher also die Behandlung beginnt, desto besser. Nikotinsucht ist eine chronische Krankheit, und man benötigt bei der Behandlung Geduld. Im Jahr 2009 versuchten, aktuellen Zahlen zufolge, 25 Prozent der Raucher in Deutschland, rauchfrei zu werden. Vielen fällt es schwer, von der oftmals jahrelangen Sucht loszukommen. Rückfälle müssen bei der Behandlung der Nikotinsucht eingeplant werden – Raucher sollten dies nicht als ein Scheitern ansehen.

Viele Raucher versuchen, in Eigenregie mit dem Rauchen aufzuhören und schaffen dies auch ohne professionelle Hilfe – auch wenn oft mehrere Anläufe nötig sind. Da eine Nikotinsucht sowohl psychisch als auch körperlich abhängig macht, ist ein starker Wille besonders wichtig, um rauchfrei zu werden. Betroffene sollten sich immer wieder die positiven Folgen eines rauchfreien Lebens vor Augen führen, vor allem im Hinblick auf ihre Gesundheit. Bei einer Nikotinsucht steht eine Vielzahl an Beratungsangeboten, Seminaren und Raucherentwöhnungskursen zur Verfügung. Hierzu zählen zum Beispiel Verhaltenstherapien, die das eigene Rauchverhalten analysieren und Alternativen aufzeigen.

Viele Raucher bekämpfen ihre Nikotinsucht in Eigenregie
Viele Raucher bekämpfen ihre Nikotinsucht in Eigenregie© Fotolia

Bei einer starken Abhängigkeit kann eine Nikotinersatz-Therapie die Nikotinsucht-Behandlung unterstützen. Je länger die Nikotinsucht besteht, desto stärker hat sich der Körper an das Gift gewöhnt und umso schwerer fallen die Entzugssymptome aus. Um diese abzumildern, stehen zum Beispiel Nikotinersatz-Präparate in Form von Nikotinpflastern, Kaugummis oder Lutschtabletten zur Verfügung. Diese enthalten im Gegensatz zu Zigaretten keinen Teer, kein Kohlenmonoxid und keine anderen krebserregenden Stoffe und geben das Nikotin langsamer als diese ab. Dadurch ist auch ihr Suchtpotenzial geringer. Präparate, die den Nikotinentzug unterstützen, sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Zur Unterstützung der Nikotinsucht-Behandlung stehen zudem verschiedene rezeptpflichtige Medikamente zur Verfügung. Wirkstoffe sind zum Beispiel Bupropion und Vareniclin. Auch sie helfen dabei, die Entzugssymptome zu mildern. Aufgrund ihrer Nebenwirkungen sollten Sie diese nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden.

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