Nietnagel richtig entfernen

Anika Haberecht Managing Editor Health

Ein Nietnagel sieht unschön aus und ist meist schmerzhaft. Beim Entfernen der abstehenden harten Hautstückchen gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Nietnagel wird mit einer Nagelhautschere entfernt
Ein Nietnagel ist schmerzhaft und kann zu Entzündungen führen. Richtig entfernt macht er keine Probleme mehr Foto:  iStock/Voyagerix
Inhalt
  1. Was ist ein Nietnagel?
  2. Was hilft bei einem Nietnagel?
  3. Was tun bei einem Nietnagel mit Entzündung?
  4. Wie entsteht ein Nietnagel?
  5. So beugen Sie Nietnägeln vor
 

Was ist ein Nietnagel?

Ein Nietnagel ist ein kleines, hartes Hautstück, das zwischen Finger- oder Fußnagel und Nagelbett absteht. Häufig bleibt der Hautfetzen an Kleidung oder Haaren hängen, wodurch die Nagelhaut einreißen und sich entzünden kann.

 

Was hilft bei einem Nietnagel?

Um (weitere) Verletzungen der Nagelhaut und des Nagelbetts zu vermeiden, kleben Sie ein Pflaster auf die betroffene Stelle. Nach ein paar Tagen ist der Nietnagel rausgewachsen und stört nicht mehr.

Eine andere Möglichkeit ist die Entfernung des störenden Hautfetzens am Nagel.

Das geht so:
1.    Einweichen: Legen Sie die Hand mit dem betroffenen Nagel für etwa fünf Minuten in warmes Wasser.
2.    Eincremen: Geben Sie eine fetthaltige Creme auf den Rand des Nagels, um die Haut geschmeidig zu machen.
3.    Abknipsen: Nutzen Sie eine Nagelhautzange, die sie zuvor mit Desinfektionsmittel (Apotheke/Drogerie) reinigen, um den Nietnagel vorsichtig abzuknipsen.

Vorsicht: Reißt die gereizte Nagelhaut weiter ein, haben Bakterien leichtes Spiel und es kann es zu einer Entzündung kommen.

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Was tun bei einem Nietnagel mit Entzündung?

Experte Dr. med. Michael Prang rät: "Auf keinen Fall sollten Sie an ihm reißen oder diesen mit den Zähnen abknabbern. Die Haut rund um den Fuß- oder Fingernagel ist so empfindlich, dass sie sich bei jeder kleinen Reizung entzünden kann."

Um Komplikationen wie eine schmerzhafte Nagelbettentzündung zu vermeiden, geben Sie eine Teebaumöl-Lösung auf die gereizte Nagelhaut: Träufeln Sie dazu fünf Tropfen Teebaumöl (Apotheke) in 10 Milliliter Trägeröl (z.B Sonnenblumenöl) und massieren Sie die Lösung auf die Nagelhaut. 

Bei starken Schmerzen und geschwollener und geröteter Nagelhaut, sollten Sie in der Apotheke nach desinfizierenden Handbädern und Cremes fragen oder Ihren Hausarzt aufsuchen.

 

Wie entsteht ein Nietnagel?

Ein Nietnagel entsteht beim Herauswachsen des Nagels aus dem Nagelbett – der Nagel bleibt an einer Stelle mit der Haut verbunden und diese reißt. Vor allem trockene Haut ist anfällig für die Entstehung von Nietnägeln. Ursachen für trockene Haut sind zum Beispiel Heizungsluft, Kälte und häufiges Händewaschen. Häufig betroffen sind auch Menschen, die an den Nägeln und der Nagelhaut knabbern. 

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So beugen Sie Nietnägeln vor

Um Nietnägeln vorzubeugen, cremen Sie Ihre Nägel und die Nagelhaut täglich ein – zum Beispiel mit selbst gemachter Handcreme oder Vaseline. Wenn Sie die Nägel vor dem Schlafen gehen eincremen, wirkt das Pflegeprodukt die ganze Nacht ein. 

Einmal wöchentlich sollten Sie die zuvor eingecremte Nagelhaut mit einem Nagelhautschieber (Drogerie) aus Gummi, Holz oder Edelstahl zurückschieben, um das Herauswachsen der kleinen Hautfetzen zu verhindern. 

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