Niesreiz: Diagnose

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptom
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da vermehrtes Niesen nur ein Symptom ist, muss bei der Niesreiz-Diagnose die zugrunde liegende Erkrankung diagnostiziert werden. Zu Beginn der Niesreiz-Diagnose steht ein ausführliches Gespräch zur Krankheitsgeschichte (Anamnese), um die Ursachen für den Niesreiz einzugrenzen und zum Beispiel eine Erkältung oder eine Allergie als Ursache zu ermitteln. Der Arzt stellt unter anderem Fragen wie:

  • Wie lange tritt der Niesreiz schon auf? Besteht er erst seit kurzem?
  • Haben Sie weitere Beschwerden (z. B. Husten, Halsschmerzen)?
  • Sind Allergien bekannt?
  • Tritt der Niesreiz ganzjährig oder nur in bestimmten Jahreszeiten auf?
  • Vertragen Sie bestimmte Nahrungsmittel nicht?
  • Besteht enger Kontakt zu Tieren oder Pflanzen?
  • Was machen Sie beruflich? Sind Sie auf der Arbeit bestimmten Stoffen ausgesetzt?

Es folgen einige Untersuchungen. So wird sich der Arzt das Naseninnere mit einem Nasenspiegel anschauen (Rhinoskopie), sowie die Augen und die umgebenden Hautregionen untersuchen. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, führt er verschiedene Allergie-Tests durch, um festzustellen, auf welche Stoffe Sie allergisch reagieren. Standard sind bestimmte Hauttests:

Mithilfe des Prick-Tests können Allergie-Auslöser identifiziert werden
Mithilfe des Prick-Tests können Allergie-Auslöser identifiziert werden© Fotolia
  • Der Prick-Test ist eines der häufigsten Verfahren: Dabei werden die Allergene in Form einer Lösung tröpfchenweise auf die Haut, meist am Unterarm, aufgetragen und anschließend mit einer speziellen Nadel in die Haut eingestochen. Nach kurzer Zeit tritt für den Fall, dass Sie auf den Stoff allergisch reagieren, eine rötliche Quaddel auf.
  • Nach dem gleichen Prinzip wie der Prick-Test funktioniert der Intrakutan-Test, mit dem Unterschied, dass die Allergen-Lösung unter die Haut gespritzt wird.

Ein sogenannter nasaler Provokationstest kann ebenfalls zur Diagnose bei einem allergisch bedingten Niesreiz durchgeführt werden. Dabei werden die vermeintlichen Allergene direkt auf die Nasenschleimhaut aufgebracht und die Reaktion unter ärztlicher Aufsicht dokumentiert.

Um bei einem Niesreiz die Allergie-Diagnose zu sichern, sind Blutuntersuchungen möglich. In den Blutproben lässt sich zum Beispiel die Konzentration der freien IgE-Antikörper messen. Immunglobuline E (IgE) sind Antikörper, also Abwehrstoffe des Immunsystems. Bei Allergien sind die IgE-Werte im Blut häufig erhöht und somit ein Hinweis auf eine Allergie.

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