Nierenversagen: Wenn die Nieren Probleme machen

Arzt untersucht Nierenschmerzen mit Ultraschall
Bei Nierenschmerzen sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Viele Nierenkrankheiten können per Ultraschall diagnostiziert werden © Fotolia

Sie filtern Schadstoffe aus dem Blut, regulieren das Blutvolumen und den Blutdruck. Umso schlimmer, wenn die Nieren nicht funktionieren. Die gute Nachricht: Bei rechtzeitiger Diagnose sind viele Nierenkrankheiten heilbar.

 

Akutes Nierenversagen

Die Nieren müssen gut durchblutet sein. Ist ihre Versorgung gestört, scheiden sie keine Schadstoffe mehr über den Urin aus. Häufigste Gründe dieser Insuffizienz sind Bluthochdruck, Flüssigkeitsverlust (Erbrechen/Durchfall) sowie Medikamente und Vergiftungen. Werden die Ursachen rechtzeitig beseitigt, können sich die Nieren wieder erholen. In schweren Fällen muss der Patient vorübergehend zur Blutwäsche (Dialyse). Zur Vorbeugung Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck erkennen und behandeln!

 

Chronisches Nierenversagen

Manchmal verlieren Nieren langsam an Funktionsfähigkeit, ein Prozess, der Jahre dauern kann. Betroffene bemerken diese chronische Insuffizienz erst, wenn die Schwäche fortgeschritten ist, sich Wasser in den Beinen ablagert. Ursache können Diabetes sowie Nieren- und Blasen-Entzündungen sein. Die Nierenfunktion kann bei frühzeitiger Therapie wieder hergestellt werden.

 

Nierentzündungen

Das Immunsystem des Körpers selbst kann Gefäße der Niere angreifen: Folge ist eine Nierenentzündung, die meist lange unbemerkt verläuft. Zuletzt arbeitet die Niere nicht mehr, man muss zur Dialyse. Im frühen Stadium sind Nierenentzündungen mit Cortison behandelbar. Deshalb bei diesen Zeichen zum Arzt: Dunkler/trüber Urin, Wassereinlagerungen (Ödeme), hoher Blutdruck, Nieren-Schmerzen. Entzündungen des oberen Harnleiters (Nierenbecken) werden von Bakterien verursacht. Betroffen sind häufiger Frauen als Männer, die Patienten bekommen starke Schmerzen und hohes Fieber. Akute und chronische Verlaufsformen lassen sich mit Antibiotika behandeln.

 

Niereninfarkt

Blutgefäße, die Nieren versorgen, können verstopfen: Dadurch vernarbt Organgewebe. War die Arterie nur klein, bemerkt der Betroffene von diesem Infarkt kaum etwas, ein größerer verursacht Schmerzen, die oft als Nierenkolik fehlgedeutet werden. Deshalb bei krampfartigem Nieren-Schmerz zum Arzt! Positiv: Nur selten fällt die Niere total aus.

 

Steine im Nierensystem

Teile des Urins (z.B. Kaliumsalze) lagern sich als Kristalle in Niere, Nierenbecken und Harnwegen ab. Mit der Zeit kann dieser "Gries" den Harnleiter reizen oder als Stein verschließen. Die Folge sind starke Schmerzen. Entfernt wird der Stein durch Bewegung, Trinken, Medikamente; schwere Fälle durch Operation. Dabei werden u.a. Stoßwellen eingesetzt. Zur Vorbeugung: Ausreichend trinken, salzarm ernähren, viel Gemüse und Früchte essen.

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