Niedriger Blutdruck ist meist eine harmlose Diagnose

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Niedriger Blutdruck ist eine Diagnose, die der Arzt häufig bei einer routinemäßigen Blutdruckmessung stellt. Manchmal geben aber auch Kreislaufprobleme, Abgeschlagenheit oder andere Beschwerden den Ausschlag für einen Besuch beim Arzt.

Dieser fragt dann nach den genauen Symptomen, erkundigt sich nach möglichen Grunderkrankungen (z. B. einer Schilddrüsenfehlfunktion oder einer Herzschwäche) und fragt nach, ob in der Familie noch andere Fälle von niedrigem Blutdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt sind.

Bei Blutdruckmessung ist Ruhe notwendig
Um niedrigen Blutdruck zu diagnostizieren, sind mehrfache Blutdruckmessungen in Ruhe notwendig© iStock
 

Blutdruck messen – aber richtig!

Den Blutdruck misst der Arzt meistens über eine Manschette am Oberarm mit einem klassischen Blutdruckmessgerät (Sphygmomanometer). Dabei überprüft er auch den Puls und horcht gegebenenfalls das Herz mit einem Stethoskop ab. Für die Blutdruckmessung zu Hause eignen sich am besten digitale Blutdruckmessgeräte für den Oberarm oder das Handgelenk.

 

Manchmal ist eine 24-Stunden-Blutdruckmessung für die Diagnose sinnvoll

Es ist meistens hilfreich, sich bei Hypotonie ein solches zuzulegen – zur Diagnose sind nämlich wiederholte Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten wichtig. Hierfür kann auch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung sinnvoll sein: Der Patient trägt dabei ein Gerät, das im Laufe eines Tages automatisch in bestimmten Abständen den Blutdruck misst.

Stethoskop und Manschette
Den Blutdruck misst der Arzt über eine Manschette am Oberarm mit einem klassischen Blutdruckmessgerät. Dabei kommt gegebenenfalls auch ein Stethoskop zum Einsatz© istock
 

Hypotonie-Diagnose mittels Schellong-Test

Eine besondere Form der Hypotonie-Diagnose stellt der sogenannte Schellong-Test dar. Er dient der Diagnose der orthostatischen Hypotonie. Der Blutdruck wird dabei nach fünf bis zehn Minuten in ruhiger Liegeposition sowie eine, drei, sieben und zehn Minuten nach dem Aufstehen gemessen. Anhand der Differenz zwischen den Werten kann der Arzt erkennen, ob eine orthostatische Hypotonie vorliegt.

Wenn Verdacht auf eine bestimmte Grunderkrankung besteht, führt der Arzt entsprechende weitere Untersuchungen durch – zum Beispiel eine Blutuntersuchung, um hormonelle Verschiebungen aufzudecken, oder einen Herzultraschall (Echokardiographie).

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