Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft – die besten Tipps

Michelle Kröger

Niedriger Blutdruck ist keine Seltenheit – auch nicht in der Schwangerschaft. 

Schwangerer Frau wird der Blutdruck gemessen
Niedriger Blutdruck kann das Kind während der Schwangerschaft gefährden Foto:  iStock/Adene Sanchez
Inhalt
  1. Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft – eine Gefahr für mein Baby?
  2. Was sind die Symptome bei niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft?
  3. Pflanzliche Mittel bei niedrigem Blutdruck
  4. Bewegung ist wichtig – auch in der Schwangerschaft
  5. Richtig Essen und Trinken in der Schwangerschaft
  6. Schwindelattacken in der Schwangerschaft? Beine hoch!
  7. Alltagstipps bei Blutdruckbeschwerden in der Schwangerschaft
 

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft – eine Gefahr für mein Baby?

Während der Schwangerschaft kommt es zu vielen hormonell bedingten Veränderungen im Körper. Auch das Herz-Kreislauf-System ist betroffen, weswegen der Blutdruck bei Schwangeren in der Regel leicht sinkt. Niedriger Blutdruck zählt somit zu den normalen Schwangerschaftsbeschwerden, allerdings nur solange sich die Werte im Rahmen halten. Dies wird in regelmäßigen Abständen bei der Schwangerschaftsvorsorge kontrolliert.

Wenn Sie allerdings den Verdacht schöpfen, dass Ihr Blutdruck akut oder dauerhaft zu niedrig ist, warten Sie nicht auf die nächste Untersuchung. Gehen Sie gleich zum Arzt! Denn so ein extremer Zustand kann im schlimmsten Fall zu Sauerstoffmangel und Entwick­lungs­stö­­run­gen beim Kind führen. Außerdem könnten Sie kollabieren und bei einem Sturz nicht nur sich selbst verletzen, sondern auch Ihr Baby gefährden.

 

Was sind die Symptome bei niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft?

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Diese Anzeichen können auf einen zu niedrigen Blutdruck hinweisen:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Herzklopfen
  • Blässe
  • ständig kalte Hände und Füße
 

Pflanzliche Mittel bei niedrigem Blutdruck

In der Schwangerschaft sind Medikamente zum Behandeln von niedrigem Blutdruck tabu. Durch die Einnahme würden Sie ihr Baby gefährden. Eine Alternative bieten pflanzliche Mittel wie Kampfer und Weißdorn, die den Kreislauf und die Atemfunktion anregen. Hinweis: Bitte nur in Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen, da auch pflanzliche Mittel Ihrem Baby bei zu hoher Dosierung schaden können.

 

Bewegung ist wichtig – auch in der Schwangerschaft

Halten Sie sich fit! Schonender Sport in der Schwangerschaft ist durchaus erlaubt – und wird sogar empfohlen. Denn körperliche Betätigung beeinflusst nicht nur Muskeln und Stoffwechsel positiv, sondern auch den Kreislauf. Gehen Sie zum Beispiel regelmäßig spazieren. Auch Schwimmen, Yoga und Fahrradfahren (solange der Bauch nicht im Weg ist) sind erlaubt. Nur Sportarten, bei denen der Bauch durch Sprünge und Körperkontakt gestaucht wird, sollten gemieden werden. Schwangeren Frauen mit Bürojob wird geraten, häufig aufzustehen und sich zu bewegen oder einfach im Sitzen ihre Zehen zu sich heranzuziehen. Das hält die Muskelpumpen in den Waden in Gang und verhindert auf diese Weise einen Blutstau in den Beinen.

Schwangere Frau meditiert auf dem Bett
Übersicht Sport in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt, was ist tabu?

 

Richtig Essen und Trinken in der Schwangerschaft

Besonders in der Schwangerschaft ist eine ausgewogene Ernährung wichtig; ebenso wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, mindestens 1,5 Liter pro Tag. Auch Kaffee und schwarzer Tee dürfen dabei sein, aber nur ein bis zwei Tassen. In diesem Maße schaden sie nicht und können sogar Symptome wie Kopfschmerzen und Müdigkeit lindern. Trinken Sie morgens auch gerne ein Glas Orangensaft. So verbessern Sie zusätzlich die Eisenaufnahme des Körpers und wirken einem Eisenmangel entgegen. Achten Sie außerdem darauf, nicht zu salzarm zu essen. Eine salzige Brühe zwischendurch oder eine Laugenbrezel zum Frühstück füllen Ihren Salzhaushalt.

 

Schwindelattacken in der Schwangerschaft? Beine hoch!

Ihnen ist schwindelig und Sie haben nur noch ein leichtes Flimmern vor Augen? Legen oder setzen Sie sich sofort hin, um einen Sturz zu verhindern. Am besten die Beine in eine erhöhte Position bringen. So kann das Blut leichter zum Herzen zurückfließen – und das stabilisiert den Kreislauf. Bleiben Sie liegen, bis Sie sich wieder dazu in der Lage fühlen, aufzustehen. Nach einer solchen Schwindelattacke sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen.

 

Alltagstipps bei Blutdruckbeschwerden in der Schwangerschaft

Gestalten Sie Ihren Alltag während der Schwangerschaft insgesamt ein bisschen ruhiger und stressen Sie sich nicht. Das fängt schon morgens beim Aufstehen an: Lassen Sie sich Zeit, damit Ihr Kreislauf erst einmal in Ruhe hochfahren kann. Duschen Sie anschließend wechselwarm. Zudem kann eine tägliche Trockenbürstenmassage die Durchblutung fördern und so Ihren Kreislauf stärken. Wichtig hierbei: Immer zum Herzen hin bürsten.

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