Niedersachsen plant nächtliche Ausgangssperren an Ostern

Nachdem Angela Merkel den Beschluss zur Osterruhe gestoppt hat, plant Niedersachsen nun nächtliche Ausgangssperren, die über die Oster-Feiertage gelten sollen. Alle Infos!

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+++25.03 Niedersachsen plant nächtliche Ausgangssperren über Ostern+++

Der radikale Lockdown über Ostern wird nicht kommen – in Niedersachsen werden dafür die Corona-Maßnahmen an den Feiertagen massiv verschärft. Der Chef der Staatskanzlei, Jörg Mielke, verkündete am Donnerstag die geplanten Maßnahmen: Landkreise und Städte sollen ab einer Inzidenz von 100 nächtliche Ausgangssperren verhängen. Bei einer Inzidenz über 150 soll die Ausgangssperre verpflichtend sein.

„Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit“ werde zudem ein Ansammlungsverbot erlassen, das auch dann gelten soll, wenn die Abstandsregelungen eingehalten werden. Auf diese Weise sollen informelle Feiern verhindert werden. Die neue Corona-Verordnung soll entsprechend geändert werden. Zu der Frage, ob auch Tagesausflüge über Ostern verboten werden, äußerte sich der Staatskanzlei-Chef nicht.

Niedersachsen gehört zu den sechs Bundesländern, die noch eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 aufweisen – aktuell liegt der Wert bei 94. Trotzdem richtete Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einen eindringlichen Appell an die Bürger: „Wir müssen in Niedersachsen in den nächsten zwei Wochen das öffentliche Leben so weit wie irgend möglich herunterfahren, und zwar freiwillig und bitte auch über die staatlich angeordneten Maßnahmen hinaus."

+++25.03. Steigende Neuinfektionen in Deutschland+++

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut 22.657 Corona-Neuinfektionen und 228 Todesfälle gemeldet. Diese Zahlen bestätigte das RKI am 25. März online. Vor genau einer Woche waren es noch 5.153 Neuinfektionen weniger – nämlich 17.504 Fälle – und 227 Todesfälle. 

Die Zahl der neu registrierten COVID-19-Infektionen ist damit so hoch wie zuletzt Mitte Januar. Am 14. Januar waren 25.164 Krankheitsfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden.  

Kaum noch Kreise mit Öffnungsmöglichkeiten

Zeitgleich zu den steigenden Infektionszahlen sinkt die Zahl jener Kreise in Deutschland, deren 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegt. Die Bundesregierung hatte diese Marke als Schwelle für mögliche Öffnungen im Einzelhandel festgelegt. 

Von den 412 vom RKI ausgewiesenen Städten und (Land-)Kreisen in Deutschland liegen nach aktuellen Zahlen nur noch 28 unter einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Am Vortag waren es noch 38 gewesen. 

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg liegt Stand 25. März mit einer Inzidenz von 49,6 nur knapp unterhalb der Grenze. Am niedrigsten ist das Infektionsgeschehen aktuell in Plön (Inzidenz 18,7), Nordfriesland (19,9) und Goslar (26,4). 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz stieg von 108,1 am Vortag auf 113,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

+++Corona in Deutschland: Mehr als 75.000 Tote+++

Ingesamt haben sich laut RKI seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 2.713.180 Menschen nachweislich mit COVID-19 infiziert. Mit oder an dem Virus gestorben sind 75.440 Menschen.

+++22.03 Corona-Ausbruch in Baptistengemeinde: Über 1000 Menschen in Quarantäne+++

Es ist einer der größten Corona-Ausbrüche der letzten Zeit: In einer Baptistengemeinde in Lage im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) wurden bis zum Wochenende 90 positive Corona-Tests ermittelt, alle übrigen 1100 Gemeindemitglieder müssen nun getestet werden und sich in Quarantäne begeben. Das teilte der Landkreis Detmold mit, wie unter anderem ntv berichtet.

Wegen der vielen Neuinfektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis stark angestiegen – von 20 auf 160. Es werde erwartet, dass es zu einem weiteren Anstieg kommen wird, da 800 Tests noch ausstehen. Unklar sei bisher, ob sich die Mitglieder in der Baptistengemeinde bei Gottesdiensten oder im eigenen Haushalt mit dem Coronavirus angesteckt haben. In Nordrhein-Westfalen sind Gottesdienste erlaubt, allerdings nur unter Einhaltung der Maskenpflicht. Zudem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Zusätzlich müssen die Teilnehmenden ihre Kontaktdaten hinterlegen.

+++Aktuelle Corona-Zahlen: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 107+++

Das Robert Koch-Institut vermeldet 7709 Neuinfektionen innerhalb eines Tages und damit über 1000 Fälle mehr als noch vor einer Woche (6604). Die Zahl der Todesfälle steigt im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls leicht von 47 auf 50. Wie aus den Daten des RKI hervorgeht, stecken sich zurzeit insbesondere Menschen aus der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen an. An zweiter Stelle stehen die 15- bis 34-Jährigen. Seit Beginn der Pandemie haben sich 2.667.225 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 74.714 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, liegt aktuell bei 107,3. Am Vortag lag der Wert noch bei 103,9. Auch der Sieben-Tage-R-Wert klettert kontinuierlich nach oben, derzeit liegt er bei 1,22. Das heißt, dass rein rechnerisch 100 Corona-Infizierte 122 Menschen anstecken. Erst wenn der Wert unter 1 ist, nehmen die Infektionszahlen ab.

Im Landkreis Schwäbisch-Hall sorgte ein Kita-Ausbruch für einen explosionsartigen Anstieg der Inzidenz von über 1.000. In einem Heim in Bayern haben sich zahlreiche Senioren infiziert, obwohl sie bereits geimpft waren, und in Niedersachsen führte ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim sogar zu Todesfällen.

+++Corona-Ausbruch in Kita: Landkreis sprengt 1.000er-Inzidenz+++

In Schrozberg, im Landkreis Schwäbisch-Hall, kam es zu einem folgenreichen Corona-Ausbruch in einer Kindertagesstätte. Mit einem Schlag schnellte die Inzidenz in der 5.800-Einwohner-Kommune auf einen Inzidenz-Wert von über 1.200 positiv gemeldete Corona-Fälle innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner.

Der Kindergarten, der Auslöser für die steigenden Zahlen war, wurde laut Medienberichten vorübergehend geschlossen. Es seien derzeit noch nicht alle Fälle erfasst und es bestünden auch innerhalb der betroffenen Familien neue Infektionen, heißt es seitens der Bürgermeisterin des Ortes, Jacqueline Förderer.

Der Wert habe sich im Ort in nur einer Woche verfünffacht, erklärte die Bürgermeisterin gegenüber dem „SWR“. Nachdem mehrere Erzieher positiv auf das Coronavirus in einem Kindergarten des Ortes getestet wurden, bei der auch die britische Mutante festgestellt wurde, zieht das Virus im Ort seine Kreise. Danach stieg die Inzidenz von Tag zu Tag, so die Bürgermeisterin.

+++Trotz doppelter Impfung: Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Bayern+++

Eine Impfung soll eine Ansteckung mit dem gefährlichen Coronavirus verhindern. Aber immer wieder häufen sich Meldungen von Heimbewohnern, die trotz Impfung an Corona erkranken. In einem Pflegeheim in Hof in Bayern haben sich laut Informationen von „Merkur.de“ sogar Bewohner infiziert, die bereits eine zweifache Dosis des Biontech/Pfizer-Impfstoffs erhalten haben.

Laut Medienberichten seien 30 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert worden, 20 unter ihnen waren bereits doppelt geimpft. Nachgewiesen wurde hier die britische Virus-Variante B1.1.7, die als deutlich aggressiver gilt als das Ursprungsvirus. Man vermutet, dass daher auch eine Ansteckung auch bei den bereits geimpften Bewohnern möglich war. Das Gute jedoch: Die betroffenen Bewohner seien zwar positiv getestet, haben jedoch keinerlei Symptome, geschweige einen schweren Verlauf.

+++13 Tote nach Corona-Ausbruch in Niedersachsen+++

In Niedersachsen im Landkreis Ammerland ist es zu einem tragischen Corona-Ausbruch mit 13 Toten gekommen. Eine traurige Bilanz eines Corona-Ausbruchs, bei dem nach Informationen des NDR aktuell noch insgesamt 24 Bewohner und 16 Mitarbeiter eines Pflegeheims als coronapositiv gelten. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt in der Sache wegen fahrlässiger Tötung, nachdem sich in der vergangenen Woche 49 Bewohner mit dem gefährlichen Coronavirus angesteckt hatten.

Bis zum 22. März gelte derzeit noch ein Betretungsverbot für die Einrichtung. Wie der NDR berichtet, gäbe es Gerüchte, dass angeblich infizierte Mitarbeiter zum Dienst verpflichtet wurden. Der Landkreis erklärte, dass es sich um eine Notlage gehandelt habe, in der bereits infizierte Mitarbeiter ausschließlich ebenfalls positiv getestete Bewohner versorgten, da nicht genügend Personal zur Verfügung stand. Das Hygienekonzept der Einrichtung sei vom Gesundheitsamt für vorbildlich erklärt worden.

+++19.03. Zahl der Neuinfektionen steigt erneut dramatisch an+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland trotz anhaltenden Lockdowns weiter an. Innerhalb eines Monats hat sich die bundesweite Inzidenz mit einem aktuellen Wert von 95,6 knapp verdoppelt. Am gestrigen Tag noch lag die Inzidenz bei 90.

Am heutigen Freitag (19. März) betrug die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden bundesweit 17.482 – das sind circa 5.000 Fälle mehr als in der Vorwoche. Auch die Zahl der Todesfälle nimmt wieder zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete 226 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19. 

6 Bundesländer sprengen kritischen Grenzwert von 100

Am Montag beraten Bund und Länder erneut über weitere Corona-Maßnahmen. Eigentlich sollte dann über mögliche Lockerungen gesprochen werden, die bei einem konstant niedrigen Inzidenz-Wert von unter 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner in Kraft treten sollen. Diese Bestrebungen scheinen nun in weite Ferne gerückt zu sein. Sechs Bundesländer, darunter Bayern, Brandenburg, Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, haben den kritischen Wert von 100 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner bereits überschritten.

Und auch der R-Wert liegt in Deutschland erneut über 1 (aktuell 1,12). Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Durchschnitt 112 weitere Menschen anstecken.

Quelle:

Inzidenzwert steigt weiter deutlich, in: tagesschau.de

+++Trotz hoher Corona-Zahlen: Sachsen-Anhalt will Tourismus ermöglichen+++

Obwohl die Zahlen ein anderes Bild zeigen, plant Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haselhoff einen entscheidenden Öffnungsschritt. Statt wie abgemacht, bei hoher Inzidenz in Sachsen-Anhalt die Notbremse zu ziehen, sollen zu Ostern Hotels und Ferienwohnungen wieder für Touristen buchbar sein. Die Einwohner Sachsen-Anhalts sollen innerhalb des Bundeslandes sowohl reisen als auch Unterkünfte buchen können, erklärte Haselhoff gegenüber der „Bild“-Zeitung.

„Ich kann doch niemandem erklären, warum der gleiche Hausstand, der ohnehin zusammenwohnt, sich nicht mit den Kindern ins Auto setzen und in eine Ferienwohnung im eigenen Bundesland fahren darf“, so Haseloff. Oster-Tourismus ist so wohl wieder möglich – allerdings mit Einschränkungen. So betrifft die Öffnung des Hotel-Gewerbes und Ferienanlagen lediglich die Bürger und Bürgerinnen im eigenen Bundesland. Auch das Reisen in Wohnmobilen soll in Sachsen-Anhalt an Ostern wieder erlaubt sein, sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident gegenüber der „Bild“-Zeitung.

+++Lockerungen auch in Niedersachsen: Einkaufen mit Schnelltest+++

Der langanhaltende Lockdown ist wohl unter anderem der Grund, warum viele Bundesländer trotz steigender Zahlen über weitere Lockerungen nachdenken. So soll in Niedersachsen das Einkaufen bald wieder möglich sein – gekoppelt an einen Schnelltest. Ein ähnliches System wird bereits in Tübingen praktiziert, wo als Modellversuch Einkaufen und Außengastronomie mit einem negativen Schnelltest für Bürger und Bürgerinnen aktuell wieder möglich ist.

Nun plädiert auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil für ein solches System. „Ich gehe davon aus, dass wir in der nächsten Zeit auch zunehmend erleben werden, dass über Modelle ausprobiert wird, wie wir gesicherte Zonen schaffen können“, so Weil am Donnerstag gegenüber der Presse. Ob und wann es zu einem solchen Modellversuch auch in Gesamtniedersachsen kommt, wird sich wohl erst nach der kommenden Ministerkonferenz am Montag (22. März) entscheiden.

+++18.03. Corona-Maßnahmen werden erneut verschärft: Das gilt jetzt+++

Die Infektionszahlen in Deutschland steigen weiter drastisch an. Mit Verspätung hat das RKI die heutigen Corona-Zahlen geliefert: Die Zahl der bundesweiten Neuinfektionen beträgt binnen 24 Stunden heute 17.504 registrierte Neuinfektionen. Am vergangenen Donnerstag waren es noch 3.000 weniger. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt bundesweit bei 90.Noch bevor die nächste Ministerkonferenz am Montag stattfindet, kann daher von möglichen Lockerungen, wie ursprünglich geplant, keine Rede mehr sein. Nachdem bereits die Schulen vereinzelt geschlossen werden sollten und auch die Kitas teilweise wieder in den Notbetrieb gehen, werden viele Corona-Maßnahmen nun wieder verschärft.

+++Schleswig-Holstein: Einschränkungen im Einzelhandel+++

Das Land Schleswig-Holstein hat am Mittwoch (18.03.) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 56,2 liegt das Bundesland zwar im unteren Bereich im bundesweiten Vergleich, müsste aber laut Beschluss der vergangenen Ministerkonferenz bereits bestehende Lockerungen wieder zurücknehmen.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz ab 50 in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt müsse ab Montag das sogenannte „Click and Meet“ angeboten werden, so heißt es. Bedeutet: Shoppen nur noch mit Termin. Jedoch: Man könne auch vor der Tür nach einem Termin fragen, so die Regelung. Betroffen von dieser Regelung sind folgende Landkreise:

  • Kreis Pinneberg
  • Kreis Segeberg
  • Kreis Stormarn
  • Kreis Herzogtum Lauenburg

sowie die Städte:

  • Neumünster
  • Flensburg

Das „Click and Meet“-Konzept tritt ab dem 22. März in Kraft.

Die Öffnung von Schulen und Kitas soll auch weiterhin bestehen bleiben. Weitere Öffnungsschritte schließt die schleswig-holsteinische Landesregierung aufgrund der hohen Infektionszahlen aber aus. „Wir müssen in dieser Situation weiter vorsichtig sein“, sagt Ministerpräsident Daniel Günther.

+++Ausgangsbeschränkungen im Corona-Hotspot Greiz+++

Mit einem 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 500 (527,7), ist der ostthüringische Landkreis Greiz Spitzenreiter bei den Infektionszahlen in Deutschland. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt der Wert der 7-Tage-Inzidenz bei 86,2. Um auf das massive Infektionsgeschehen zu reagieren, wurde nun mit härteren Maßnahmen reagiert. Ab sofort gilt im Landkreis Greiz eine Ausgangsbeschränkung. Das bedeutet:

Bewohner der Region dürfen ihre Wohnung/Haus nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Dazu zählen unter anderem Arztbesuche, Einkäufe, Besuch von Schule und Kitas sowie die Ausübung des Berufs.

Zudem wurde auch ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen erlassen. Die härteren Maßnahmen gelten bis einschließlich 31. März. Zudem werden ab sofort Testbusse des Deutschen Roten Kreuzes durch die Region fahren, um die Menschen flächendeckend mit Corona-Tests zu versorgen und so das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Ob und wie es mit den Verschärfungen auch bundesweit weiter geht, bleibt bis zur nächsten Ministerkonferenz abzuwarten. Im Falle von steigenden Infektionszahlen wurde die sogenannte „Notbremse“ eingeführt. Sie regelt, bei welchem Wert die Corona-Maßnahmen wieder verschärft werden müssen.

+++17.03. Corona-Ausbruch mit fast 500 Betroffenen+++

Bei einem heftigen Corona-Ausbruch in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Herne (Nordrhein-Westfalen) sind über 100 Personen positiv auf COVID-19 getestet worden. Als Konsequenz müssen knapp 500 Menschen in Quarantäne. Betroffen sind eine Werkstatt und mehreren Wohnstätten. Die Stadt spricht von einem gut abgrenzbaren Ausbruchsgeschehen. 

Mehrere Ansteckungsszenarien

Wie unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtet, haben sich die Menschen zum Teil in der Werkstatt, aber auch in ihren Wohneinrichtungen und auf dem Weg zur Arbeit mit dem Coronavirus infiziert. 
Ob unter den über 100 positiven Fällen auch Infektionen mit der britischen Virusmutation zu finden waren, ist derzeit nicht bekannt. 

Knapp 500 Menschen in Quarantäne, Schulbetrieb läuft weiter

Rund 500 Menschen sind ingesamt von dem Corona-Ausbruch und den damit zusammenhängenden Quarantäneanordnungen betroffen. Besonders bitter: Durch den AstraZeneca-Impfstopp fallen in Herne 1.000 Impfungen, darunter auch Zweitimpfungen, aus. 

Da sich das Infektionsgeschehen auf die Einrichtungen der Behindertenhilfe beschränkt, läuft der Schulbetrieb bis auf Weiteres normal weiter. Am Montag (15. März) startete der Präsenzunterricht bzw. Wechselunterricht an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen. 

Der Inzidenzwert in Herne liegt aktuell bei 158,5. Am Montag hatte er noch bei bei 171,9 gelegen. 

+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen steigen weiter+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Mittwoch 13.435 neue Corona-Infektionen und 249 Todesfälle binnen 24 Stunden. Vergangene Woche waren es noch 9.146 Neuinfektionen und 300 Corona-Tote gewesen. Damals fehlten allerdings auch die aktuellen Meldungen aus Hamburg, die sich im dreistelligen Bereich bewegen. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.594.764 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. 73.905 Personen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt von 83,7 am Vortag auf heute 86,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

+++16.03. Corona-Ausbruch auf Geburtstagsfeier löst Infektionswelle in Passau aus+++

Angesichts der seit Monaten geltenden strengen Kontaktbeschränkungen und des nicht abflachenden Infektionsgeschehens löst dieser Fall große Empörung aus: Im Landkreis Passau sind die Infektionszahlen deutlich angestiegen. Nun verdichten sich die Hinweise darauf, dass eine Geburtstagsfeier schuld daran sein könnte.

60 Corona-Neuinfektionen durch Geburtstagsfeier

Die private Feier soll bereits vor rund zwei Wochen stattgefunden haben – erst jetzt jedoch zeigen sich die Folgen: Infolge der privaten Zusammenkunft soll es zu 60 Corona-Neuinfektionen gekommen sein. Die Gemeinde Wegscheid, die rund 5.700 Einwohner zählt, verzeichnet derzeit das stärkste Infektionsgeschehen in Passau. Der Landkreis hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 138,2. Schulen, Kitas und Einzelhandel müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Wie ein Sprecher des Landratsamts gegenüber dem BR erklärte, besteht nun der Verdacht, dass der extreme Anstieg der Corona-Zahlen im Ort auf die Geburtstagsfeier zurückgeht: Der Bürgermeister Lothar Venus (CSU) sagte gegenüber dem BR: „Natürlich ist dieser Vorfall kein isoliertes Thema, sondern betrifft den Inzidenzwert im ganzen Landkreis.“ Der Gastgeber der Feier soll der Sohn des zweiten Bürgermeisters der Gemeinde gewesen sein. Dieser jedoch hat Berichte darüber dementiert.

Polizei ermittelt – Gäste machen Falschangaben

Die Polizei und das Gesundheitsamt ermitteln in der Sache, bestätigten der Bürgermeister und das Landratsamt auf Anfrage des BR. Das Problem: Es ist nicht bekannt, wie viele Menschen an der Feier teilgenommen haben. Die Gäste der Feier sollen sich unkooperativ verhalten und falsche oder fehlerhafte Angaben über ihre Kontaktpersonen gemacht haben, was die Kontaktnachverfolgung und die Eindämmung des Infektionsgeschehens erschweren.

Sowohl der Verstoß gegen das Kontakt- und Veranstaltungsverbot als auch die Falschangaben können teuer werden. So sind Bußgelder von bis 5.000 bzw. bis zu 25.000 Euro möglich sein.

+++Deutschland setzt Impfung mit AstraZeneca aus+++

Deutschland hat die Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca vorerst gestoppt. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag mit. Medienberichten zufolge soll es weitere Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Instituts geben, bevor die Impfungen mit dem Serum fortgeführt werden können. 

In den vergangenen Tagen hatte es mehrere Thrombose-Vorfälle gegeben, die nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Stoff gemeldet wurden. Am vergangenen Donnerstag hatte daher Dänemark bereits verkündet, die Impfungen vorerst 14 Tage auszusetzen, um die Vorfälle weiter zu untersuchen. Auch Norwegen, Island, Irland, Bulgarien und die Niederlande haben die Impfung mit AstraZeneca bereits gestoppt.

+++15.03. Bundesweite Inzidenz über 80+++

Zum Wochenstart meldet das Robert Koch-Institut eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von 82,9. Am Vortag hatte der Wert bei 79 gelegen, vor genau einem Monat (15. Februar) noch bei 58,9. Die Inzidenz sagt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet werden. Ein steigender Wert bedeutet eine Zunahme des Infektionsgeschehens im Land. 

Auch die R-Werte steigen

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen, die 4-Tage-R und die 7-Tage-R, geben ebenfalls Hinweise auf steigende Infektionszahlen. Aktuell liegt der 4-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen eineinhalb Wochen zuvor abbildet, bei 1,33. Das bedeutet, das 100 Infizierte im Mittel etwa 133 Mitmenschen anstecken. Die 7-Tage-R bezieht sich auf das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen und unterliegt deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen. Dieser Wert liegt bei 1,19.

Erst, wenn beide R-Werte dauerhaft unter 1 sinken, flacht das Infektionsgeschehen ab. 

Lauterbach fordert drei Gegenmaßnahmen

Karl Lauterbach hat sich angesichts der steigenden Ansteckungen in Deutschland kritisch über die jüngsten Lockerungen der Corona-Maßnahmen geäußert. Der SPD-Gesundheitsexperte fordert sofortige Gegenmaßnahmen, um die Ausbreitung des Virus – und vor allem der aktuell grassierenden britischen Mutation B.1.1.7 – zu unterbinden. Im Interview mit der „Rheinischen Post“ erklärte Lauterbach am Wochenende, welche drei Maßnahmen er für angemessen hält. 

  1. Keine Ausnahmen bei der Corona-Notbremse
    Bei den jüngsten Bund-Länder-Verhandlungen einigte man sich darauf, dass ab einem Inzidenzwert von 100 auf lokaler Ebene wieder strengere Corona-Einschränkungen gelten. Die Bundesländer setzen diese Corona-Notbremse allerdings sehr individuell um. „Es darf keine lokalen Ausnahmen bei der Notbremse geben“, betonte Lauterbach.
  2. Impfprozess vorantreiben
    Auch ein Voranschreiten des Impfprozesses helfe, Neuinfektionen zu unterbinden. Jetzt auf den Impfstoff von AstraZeneca zu verzichten, sei nicht zielführend. „Das Thrombose-Risiko ist nicht erhöht, wie jüngste Studien aus den vergangenen Tagen zeigen“, versicherte Lauterbach.
  3. Schulen wieder schließen
    „Drittens bin ich für einen Schulstopp, weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten. Ich appelliere an die Länder, alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen, auch die Grundschulen“, schloss Lauterbach seinen Maßnahmen-Katalog.

Zusätzlich mahnte Karl Lauterbach, angesichts steigender Infektionszahlen auf Reisen an Ostern zu verzichten. „Reisen sollten an Ostern möglichst nicht unternommen werden, erst recht keine Flugreisen“, so der Experte. Zwar gilt unter anderem Mallorca nicht mehr als Risikogebiet. Als Urlaubsort eigne sich die Baleareninsel dennoch nicht.

+++11.03 Massenausbruch in Schlachthof: 83 Infizierte, 93 in Quarantäne+++

83 von insgesamt 430 Beschäftigten eines Schlachthofs in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) wurden positiv auf das Coronavirus getestet, wie das zuständige Landratsamt Medienberichten zufolge am Mittwoch mitteilte.

Bei drei der Infizierten wurde demnach die Corona-Mutation aus Großbritannien nachgewiesen. 93 Kontaktpersonen mussten sich in Quarantäne begeben.

Ausbruch im Bereich der Schlachtung

Die meisten Infizierten waren nach Angaben des Unternehmens in der Schlachtung tätig. Diese ist nun bis zum Wochenende ausgesetzt, wie ein Sprecher verkündete. In der Zwischenzeit soll noch eine weitere Massentestung unter den Angestellten durchgeführt werden.

Das Unternehmen war Anfang des Jahres schon einmal betroffen, an einem Standort im baden-württembergischen Crailsheim. Bei diesem Ausbruch wurden 23 Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Massenausbruch trotz guten Hygienekonzepts

Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass es bisher keine Erklärung für den Massenausbruch gibt. Denn wie der Sprecher des Schlachtbetriebs versicherte, wurde das Hygienekonzept des Unternehmens von den Behörden geprüft – und keine Sicherheitslücken gefunden.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen. Wissenschaftlern zufolge kann das unter anderem an der häufigen Unterbringung der Angestellten in Gruppenunterkünften liegen. Es gibt daher Forderungen nach besseren Teststrategien und einer gezielten Impfkampagne in Berufsgruppen der Lebensmittelindustrie, der Logistik und des Baugewerbes.

+++10.03.: Corona-Ausbruch in Klinik: Aufnahmestopp und Besuchsverbot verlängert+++

Im „Barmherzigen Brüder Krankenhaus St. Barbara“ im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen, der weitreichende Folgen mit sich bringt. Für die nächsten Tage wurde nun ein Aufnahmestopp in der Klinik auf der chirurgischen Station verhängt. Zudem wird das seit Dezember 2020 bestehende Besuchsverbot verlängert.

Reihentestungen angeordnet

Die bis dato positiv getesteten Corona-Fälle (keine genaue Zahl bekannt) wurden indes auf die COVID-Station verlegt, berichtet unter anderem „Merkur.de“. Ob es sich bei den positiv getesteten Patienten auch um eine Ansteckung mit einer der neuen Virus-Mutation handle, ist derzeit noch unklar. Die Klinik setzt indes auf Reihentestungen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.

Landkreis Schwandorf: Hotspot mit hoher Inzidenz

Der Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz zählt mit einer Inzidenz von 194,1 bundesweit zu einen der Hotspots mit dem insgesamt zweithöchsten Inzidenz-Wert. Zum Vergleich: für mögliche Lockerungen sieht der Plan der Bundesregierung einen Inzidenz-Wert von unter 50 bzw. unter 35 vor.

+++Geänderte Impfreihenfolge in Sachsen+++

Das Vogtland in Sachsen kämpft schwer mit dem Coronavirus. Aktuell werden 207,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gezählt (Stand 10.03.). Bundesweit sind nur sieben andere Landkreise stärker von SARS-CoV-2 betroffen.
Um das Infektionsgeschehen in den Griff zu kriegen, hat die Regierung Sachsens nun beschlossen, die Impfreihenfolge zu ändern. 

Jüngere werden vorgezogen

In den kommenden Tagen sollen im Vogtlandkreis Personen ab 18 Jahren gegen Corona geimpft werden, bestätigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Dresden. Man benötige noch einige Tage Vorbereitungszeit – auch, um die Impfverordnung des Bundes zu ändern. 

Das Infektionsgeschehen in Sachsen ist weiterhin hoch. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 75,6 liegt der Freistaat bundesweit auf dem 4. Platz, hinter Thüringen (134,2), Sachsen-Anhalt (82,6) und Bayern (70,5). 

Auch Ü65-Jährige an der Reihe

In ganz Sachsen werden ab kommendem Montag außerdem die über 65-Jährigen geimpft. Sie erhalten den Impfstoff von AstraZeneca. Laut Köpping können in Sachsen rund 13.000 Impfdosen pro Tag verabreicht werden. Angestrebt sind 20.000 Dosen pro Tag. 

+++Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter+++

Am heutigen Mittwoch meldet das Robert Koch-Institut einen minimalen Anstieg der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche. In den vergangenen 24 Stunden sind dem RKI 9.146 neue COVID-19-Fälle gemeldet worden; am 3. März waren es 9.019 Neuinfektionen. Im Vergleich dazu gehen die mit dem Coronavirus in Verbindung stehenden Todesfälle weiter zurück: von 418 Todesfällen in der Vorwoche auf aktuell 300.
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.518.591 Menschen mit COVID-19 infiziert, 72.489 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 65,4 und ist damit im Vergleich zum Vortag (67,5) gesunken. 

+++09.03. Erstes Bundesland geht Sonderweg+++

Als erstes Bundesland in Deutschland hat Brandenburg den Grenzwert erhöht, den Bund und Länder in der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) festgelegt hatten. Die sogenannte Corona-Notbremse besagt, dass ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche lokal strengere Einschränkungen in Kraft treten. 

Nicht so in Brandenburg: Wie die Regierung um Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) online informierte, liegt der Grenzwert hier bei 200.  

Karl Lauterbach warnt vor 3. Welle

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) kommentierte die Entscheidung auf Twitter und betonte, das Vorgehen Brandenburgs für falsch zu halten: 
 

„Das ist mittelgradig unglaublich. Lockerungen werden beschlossen, wie in MPK vereinbart, aber Notbremse wird von 100 auf 200 (!) erhöht. Ist das ernst gemeint? Wenn das alle Bundesländer machen, wird es schwere 3. Welle geben und dann langen Lockdown.“

Brandenburgs Regierung verteidigt Grenzwert-Lockerung

Als Schritt in Richtung 3. Welle will Brandenburgs Regierung ihre Entscheidung nicht sehen. Der 200er Wert sei als zusätzliche Notbremse zu verstehen, hieß es beispielsweise in einem Tweet der Staatskanzlei Brandenburg: Ab einer Inzidenz von 100 würden strengere Maßnahmen diskutiert, ab 200 dann automatisch umgesetzt. 
 

„Landkreise sind in Brandenburg laut Verordnung ohnehin aufgefordert, ab einer Inzidenz von 100 zusätzliche Eindämmungsschritte zu ergreifen. Die Notbremse ab einer 200er-Inzidenz ruft automatisch alle Märzlockerungen zurück.“

Die 7-Tage-Inzidenz in Brandenburg liegt aktuell bei 61,5 (Stand 09.03.). Vor vier Wochen hatte der Wert noch 97,3 betragen. 

+++Corona-Zahlen: Neuinfektionen steigen, Todesfälle sinken+++

Am heutigen Dienstag (09.03.) wurden dem RKI 4.252 Corona-Neuinfektionen und 255 Todesfälle gemeldet. Vor genau einer Woche waren es 3.943 Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle gewesen. Ingesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.509.445 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. 72.189 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zum Vortag minimal von 68,0 auf 67,5. Der Wert sagt aus, dass derzeit landesweit 67,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet werden. 

Im aktuellen Lagebericht gibt das Robert Koch-Institut außerdem an, dass inzwischen 5.170.215 Menschen (6,2%) die Corona-Erstimpfung und 2.484.408 Menschen (3,0%) die Zweitimpfung erhalten haben.

+++08.03. Baden-Württemberg: Corona-Ausbruch in Kita mit Mutation B1.1.7+++

Ein heftiger Corona-Ausbruch macht dem Bundesland Baden-Württemberg zu schaffen. In einem Kindergarten in Geislingen haben sich bisher neun Kinder und Erzieher aus mehreren Gruppen einer Kita mit dem hochansteckendem Coronavirus infiziert. Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, wurde in mindestens zwei positiven Fällen die britische Virus-Mutation B.1.1.7 nachgewiesen.

Da es sich hier um die besonders ansteckende Virus-Variante handelt und sich das Virus auch bereits in mindestens fünf Fällen im familiären Umfeld weiterverbreitet hat, müssen sich nun insgesamt 200 Menschen in Quarantäne begeben.

+++Studentenwohnheim wegen Corona-Ausbruch in Quarantäne+++

Einen Ausbruch ähnlichem Ausmaß hat es auch im Norden des Landes gegeben. In Wismar musste ein ganzes Studentenwohnheim in Quarantäne gestellt werden. Ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes erklärte gegenüber dem „NDR“, dass die Kontaktkette „sehr viele“ Menschen betreffe.

Das Gesundheitsamt hat verordnet, dass die rund 190 Betroffenen für die nächsten zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen. Die Studierenden dürfen ihre Zimmer nicht verlassen. Beaufsichtigt wird die Quarantäne unter anderem von der Polizei. Die Versorgung der Bewohner ist über das Studentenwerk geregelt.

+++Todeszahlen so niedrig wie noch nie+++

Das Robert Koch-Institut meldet heute, am 8. März, insgesamt 5011 Neuinfektionen. Mit nur 34 Todesfällen, die dem Robert Koch-Institut gemeldet wurden, ist die Todesrate so niedrig wie noch nie im Jahr 2021. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bundesweit bei 68

+++05.03. Corona-Ausbruch im Kreis Paderborn: 82 Infizierte+++

Bereits zum zweiten Mal ist es in der Aatalklinik in Bad Wünneberg in Kreis Paderborn zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. Nach aktuellen Informationen wurden bisher 59 Patienten und 23 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Unabhängig von einer bestehenden Symptomatik sollen nun die insgesamt 400 Patienten und Mitarbeiter einer Reihentestung unterzogen werden, wie unter anderem das „Westfalen-Blatt“ berichtet.

Reha-Bereich der Klinik stark betroffen

Der Schwerpunkt des Ausbruchs soll nach Angaben des Landkreises wohl im Reha-Bereich der Klinik liegen. Todesfälle sind bisher nicht bekannt. Aktuell gibt es ein Aufnahmestopp, auch ein Besuchsstopp wurde verhängt.

Britische Virus-Mutation in Klinik in Bad Wünneberg festgestellt

Laut Medienberichten soll bei den positiven Fällen in der Aatalklinik auch die britische Virus-Mutante B1.1.7 nachgewiesen worden sein. Nach der folgenden Reihentestung sind weitere positive Fälle zu erwarten.

+++Corona-Fallzahlen am 5. März: Sieben-Tage-Inzidenz steigt+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet heute, am 5. März innerhalb eines Tages 10.580 Corona-Neuinfektionen. Innerhalb 24 Stunden wurden zudem 264 weitere Todesfälle von den Gesundheitsämtern dem RKI gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt mit 65,4 leicht an (Vortag: 64,7). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Lagebericht vom Donnerstag (4.03.) bei 0,99.

+++04.03 Sachsen kippt Corona-Verbote+++

Obwohl Sachsen scharfe Kritik an den gestern beschlossenen Lockerungen geübt hat, kippt die Landesregierung zwei wichtige Corona-Maßnahmen: Ab Montag (03.08) werden das Ausgangsverbot und der Bewegungsradius aufgehoben. Zudem hat die Landesregierung verkündet, sich an den Beschlüssen von Bund und Ländern halten zu wollen.

Sachsen hebt Ausgangsverbot und Bewegungsradius auf

Aufgrund hoher Infektionszahlen erließ Sachsen im Dezember eine nächtliche Ausgangssperre. In vielen Landkreisen galt zudem der Bewegungsradius von 15 Kilometern. Ab Montag wird es beide Regeln nicht mehr geben, wie Sozialministerin Petra Köpping (SPD) im Anschluss an den Beratungen der Landesregierung erklärte. Wenn jedoch die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steigt, könnten die Landkreise die Regeln wieder einführen – verpflichtet wird dies aber nicht sein.  

Weitreichende Lockerungen geplant

Zudem möchte sich Sachsen wider Erwarten an den Beschlüssen halten, auf die sich Bund und Länder gestern auf dem Corona-Gipfel geeinigt haben. Bereits am Montag werden entsprechend des auf dem Corona-Gipfel beschlossenen Fünf-Punkte-Öffnungsplans die Kontaktbeschränkungen gelockert. Demnach dürfen sich fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Darüber hinaus sollen Blumengeschäfte, Baumärkte sowie Museen, Galerien und Zoologische Gärten wieder öffnen dürfen. In zwei Wochen soll die Öffnung von Theatern, Opern und Konzerthäusern folgen.

Schulen sollen wieder öffnen

Auch für Schulen hat Sachsens Landesregierung einen konkreten Öffnungsplan vorgelegt. So sollen ab dem 10. März Förderschulen zum Regelbetrieb zurückkehren. Am 15. März würden alle weiterführenden Schulen in den Wechselunterricht übergehen, wie Kultusminister Christian Piwarz erklärte. Die Schulöffnungen sollen durch flächendeckende Tests für Schüler und Lehrer begleitet werden. Diese sollen verpflichtend sein, sobald genügend Test-Kapazitäten vorhanden seien.

Lockerungen trotz Kritik von Kretschmer

Die Beschlüsse der sächsischen Landesregierung kommen überraschend: Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die geplanten Lockerungen gestern noch scharf kritisiert – sie kämen zu schnell und gingen zu weit. In einer Protokoll-Notiz des Beschluss-Papiers hieß es:

„Der Freistaat Sachsen hält die hier beschlossenen unkonditionierten Öffnungen angesichts der aktuellen und absehbaren Infektionslage sowie Impfquote für nicht vertretbar; er ist der Ansicht, dass Öffnungen mit einem verpflichtenden und funktionierenden Testregime gekoppelt sein müssen.“

+++04.03 Corona-Ausbruch in Westfleisch-Fabrik+++

Nachdem Westfleisch bereits im letzten Jahr mehrmals mit Corona-Ausbrüchen zu kämpfen hatte, vermeldet das fleischverarbeitende Unternehmen erneut zahlreiche Infektionen auf einem Schlachthof für Rinder und Schweine in Hamm-Uentrop (Nordrhein-Westfalen).

In den letzten zwei Wochen seien bei den täglichen Tests der rund 1.000 Mitarbeiter 36 Corona-Infektionen festgestellt worden, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Darunter seien zwei Fälle der britischen Virus-Variante B1.1.7.

Die Betroffenen seien daraufhin isoliert und in einer separaten Unterkunft untergebracht worden. Zudem mussten sich 63 Kontaktpersonen nach behördlicher Anordnung in häusliche Isolation begeben. Neben den Infizierten wurden weitere 85 Mitarbeiter isoliert. Dies sei eine „Vorsichtsmaßnahme“, erklärt das Unternehmen. Die Unterkünfte würden von einem Sicherheitsdienst überwacht. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, stehe das Unternehmen im engen Austausch mit der Stadt Hamm.

+++Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz steigt+++

Nach einem kurzzeitigen Abwärtstrend steigen die Infektionszahlen wieder – und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz. Das Robert Koch-Institut vermeldet 11.912 Neu-Infektionen binnen eines Tages. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.471.942 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Zudem sind innerhalb eines Tages 359 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamt-Zahl der Corona-Todesfälle beläuft sich auf 11.869.  

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstagmorgen laut Angaben des RKI bei 64,7 – am Vortag lag sie noch bei 64,0. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor abbildet, sinkt hingegen leicht auf 0,93 (Vortag 0,94). Somit stecken 100 Infizierte im Durchschnitt 93 Menschen mit dem Coronavirus an.

+++03.03. Kliniken von Corona-Ausbrüchen betroffen+++

Aktuell haben es das Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel und das Regiomed-Klinikum Hildburghausen mit größeren Corona-Ausbrüchen zu tun. Beide Einrichtungen sind in der Vergangenheit bereits von Ausbrüchen des Virus betroffen gewesen.  

B.1.1.7-Infektionen in Dortmunder Klinik

Wie eine Sprecherin der Stadt Dortmund auf Nachfrage von „Radio 91.2“ bestätigte, wurden im Knappschaftskrankenhaus ingesamt 56 Personen positiv auf COVID-19 getestet. Die Infizierten wurden isoliert. Es herrscht ein Aufnahme- und Entlassungsstopp.
 
Wie sich die Infektionen unter den Mitarbeitenden und Patienten verteilen, ist nicht bekannt. Was inzwischen allerdings feststeht: Bei knapp 50 Prozent der Fälle – genau 26 – handelt es sich um eine Infektion mit der britischen Corona-Mutante B.1.1.7

Wiederholte Corona-Ausbrüche

Das nordrhein-westfälische Krankenhaus kämpfte bereits mehrmals gegen Corona-Ausbrüche. Zuletzt kam es Ende Januar sowie Ende Februar zu sprunghaft ansteigenden Corona-Infektionen. Der aktuelle Ausbruch stehe mit dem vorangegangenen in Verbindung, hieß es vonseiten der Stadt.  

Hildburghausen: 50 Infektionen, keine schweren Verläufe

Zu einem „explosionsartigen“ Anstieg der Corona-Infektionen kam es im Regiomed-Klinikum Hildburghausen in Thüringen. Dies bestätigte Geschäftsführer Michael Musick am Dienstag gegenüber der Presse.

Aktuell sind 30 Patientinnen und Patienten sowie 20 Mitarbeitende infiziert. Bisher zeichnen sich keine schwere Krankheitsverläufe ab. Ob sich unter den Infektionen B.1.1.7-Fälle befinden, muss noch untersucht werden. Das Ausbruchsgeschehen nannte Musick „diffus“.  

Klinik leitet Gegenmaßnahmen ein

Bereits im Mai 2020 hatte es das Regiomed-Klinikum mit einem kleineren Corona-Ausbruch zu tun. Damals hatten sich sechs Mitarbeitende angesteckt. Aktuell befindet sich die Einrichtung im Notbetrieb: Das Krankenhaus wurde von der Versorgung abgemeldet, Notfälle werden allerdings behandelt. 

+++Corona-Infektionen: 1.000 mehr als vor einer Woche+++

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 9.019 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind über 1.000 mehr als in der Woche zuvor, in der 8.007 neue Fälle gemeldet worden waren. Die Zahl der Todesfälle ist indes minimal gesunken: von 422 in der Vorwoche auf aktuell 418.

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich demnach 2.460.030 Personen mit COVID-19 infiziert, 70.881 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet werden, sinkt seit Wochenbeginn leicht. Am Montag lag der Wert bei 65,8, am Dienstag bei 65,4 und heute bei 64,0

Auch die bundesweite Reproduktionszahl sinkt im Vergleich zum Vortag minimal: von 1,01 auf 0,94. Die 7-Tage-R bildet das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor ab. Der Wert gibt an, wie viele Mitmenschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt – aktuell geben 100 Infizierte das Virus an 94 andere weiter.  

+++02.03. Corona-Ausbruch in Bäckerei-Kette in Bayern+++

In Holzkirchen im Landkreis Miersbach bei München ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch bei der Bäckerei-Kette „Ratschillers“ gekommen. Wie das Nachrichten-Portal „Merkur.de“ berichtet, habe sich der erste positive Corona-Fall in der Produktionsstätte bereits am 11. Februar ereignet. Anschließend habe man sofort reihenweise Schnelltests angeordnet, um den Infektionsherd schnellstmöglich einzudämmen, berichtet der Geschäftsführer der Bäckerei-Kette, Bernhard Auracher gegenüber „Merkur.de“.

Infolge weiterer Testungen wurden insgesamt 16 Mitarbeiter in der Produktion positiv getestet. Bei diesen wurde auch die britische Corona-Mutante B1.1.7 festgestellt. 

Behörden loben schnelles Handeln

Aktuell hat der Betrieb seine Arbeit wieder aufgenommen. Die Mitarbeiter werden im Schichtsystem eingesetzt und jeweils vor Arbeitsbeginn getestet. Die Behörden lobten das schnelle und effektive Handeln des Unternehmens zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. 

+++Superspreaderin tritt Corona-Welle los+++

Eine Arztpraxis in Düsseldorf-Pempelfort wurde zum Hotspot eines besonders krassen Corona-Ausbruchs. Eine der Angestellten ist mit der britischen Corona-Mutante B.1.1.7 infiziert, arbeitete aber trotz Krankheitssymptomen weiter. Die Praxis ist inzwischen geschlossen, doch die Zahl der möglichen Kontaktpersonen steigt weiter. 

Immer mehr Kontaktpersonen

Am Wochenende hatte die Stadt Düsseldorf noch von 450 möglichen Kontaktpersonen gesprochen. Inzwischen steht fest: Rund 600 Menschen sind von dem Superspreader-Vorfall betroffen. Wie unter anderem der „WDR“ meldet, habe die Arzthelferin nicht durchgängig Maske getragen, was die von ihr ausgehende Ansteckungsgefahr zusätzlich befeuerte. 

Rund 60 Prozent der möglichen Kontaktpersonen konnten inzwischen telefonisch benachrichtigt werden. Bei den restlichen stimmten die hinterlegten Telefonnummern nicht. Sie werden nun per Brief von dem Corona-Ausbruch informiert. 

+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen steigen weiter+++

In den vergangenen 24 Stunden sind dem RKI 3.943 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am vergangenen Dienstag waren es mit 3.883 minimal weniger. Die Zahl der Corona-Toten verringerte sich mit 358 Menschen indes im Vergleich zur Vorwoche (415).   
Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland 2.451.011 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt. 70.463 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die 7-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag minimal: von 65,8 auf aktuell 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet werden. Am 2. Februar hatte die bundesweite 7-Tage-Inzidenz noch bei 90 gelegen. 

Im aktuellen Lagebericht gibt das Robert Koch-Institut außerdem an, dass inzwischen 4.079.107 Personen (4,9%) die Erstimpfung und 2.095.255 (2,5%) die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben.

+++01.03. Weitere Klinik im Notbetrieb+++

Neben Altenheimen sind immer wieder Krankenhäuser von Corona-Ausbrüchen betroffen. Aktuell befindet sich die ANregiomed Klinik Rothenburg im bayrischen Ansbach nach einem heftigen Corona-Ausbruch im Notbetrieb. 

52 bestätigte Corona-Fälle

Das Krankenhaus informiert online darüber, dass ingesamt 27 Patientinnen und Patienten sowie 25 Mitarbeitende positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Ob sich unter den Corona-Fällen auch Infektionen mit der britischen oder südafrikanischen Corona-Mutante befinden, ist nicht bekannt. 

Notbetrieb, aber kein kompletter Shutdown

Die Klinik in Rothenburg ob der Tauber befindet sich ab sofort im Notbetrieb. Das heißt, dass alle planbaren Eingriffe bis auf Weiteres verschoben sind. Lediglich die Notaufnahme und der Kreißsaal dürfen weiterhin Patienten aufnehmen. Amelie Becher, Kaufmännische Direktorin der Klinik, betont außerdem:

„Um unsere Mitarbeiter, Patienten und deren Angehörige bestmöglich zu schützen, haben wir beschlossen, bis auf weiteres keine Patientenbesuche zuzulassen.“

Großangelegte Reihentestungen der knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der 110 stationären Patientinnen und Patienten finden schnellstmöglich statt. Getestet werden dabei auch schon geimpfte Personen und jene, die eine Corona-Infektion bereits hinter sich haben. 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz bei 65,8+++

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt weiter. Am Sonntag lag der Wert noch bei 63,8. Am Montag meldete das RKI 65,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am vergangenen Montag hatte die Inzidenz 61,0 betragen. 

Die Zahl der labortechnisch bestätigten COVID-19-Fälle im Land stieg um 4.732 Neuinfektionen auf 2.447.068. In den vergangenen 24 Stunden starben 60 Menschen mit oder an dem Virus. Ingesamt 70.105 Tote forderte die Pandemie bisher in Deutschland. 
Die Zahlen sind zu Wochenbeginn traditionell niedrig, da an den Wochenenden weniger getestet und weniger gemeldet wird. 

+++25.02. Corona-Ausbruch bei Miele in Euskirchen+++

In einer Fabrik in Euskirchen der Firma Miele haben sich bis dato 14 Mitarbeiter mit dem gefährlichen Coronavirus infiziert. Bei sechs von ihnen konnte die britische Virus-Variante B.1.1.7 festgestellt werden. Rund 200 Mitarbeiter sind nach Angaben der Firma aktuell in Quarantäne gestellt. Die 200 Mitarbeiter waren allesamt im Produktionsbereich der Firma tätig. Laut Informationen der Verantwortlichen ist bisher kein Beschäftigter aus anderen Bereichen des insgesamt 110.000 Quadratmeter großen Werkgeländes positiv getestet worden.

Ausbruch mit britischer Virus-Variante bei Miele: Alle Mitarbeiter getestet

Die Firma habe nach Bekanntgabe der ersten Corona-Fälle direkt gehandelt und anschließend alle 500 Mitarbeiter des Werks auf das Coronavirus getestet. „Miele hat an allen Standorten sehr frühzeitig und konsequent die erforderlichen Konzepte zum Schutz der Belegschaften und Dritter vor Ansteckung entwickelt und umgesetzt, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend und darüber hinaus“, erklärt Dr. Stefan Breit, Technik-Geschäftsführer der Miele Gruppe.

Wie kam das Virus in die Großfabrik bei Euskirchen?

Die gesamte Produktion von Elektrogeräten wurde indes in dem Werk in Euskirchen eingestellt. „Gesicherte Erkenntnisse“, wie das Virus in das Werk in Euskirchen gekommen ist, liegen aktuell nicht vor. „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt und stimmen die weiteren Schritte sorgfältig ab“, erklärt Werkleiter Hendrik Krämer in einer offiziellen Stellungnahme.

+++Corona-Zahlen am 25. Februar: Zahlen steigen wieder+++

Trotz anhaltendem Lockdown steigen die Zahlen wieder. Am 25. Februar haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 11.869 Corona-Neuinfektionen gemeldet – das sind 1.662 mehr als in der Vorwoche am 18. Februar. Auch der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert steigt von 59,3 auf 61,7. Zudem wurden dem RKI 285 Todesfälle gemeldet. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt derzeit bei 0,98. 

+++24.02. Corona-Maßnahmen: Wo gelockert, wo verschärft wird+++

Der aktuelle Lockdown ist bis zum 7. März – in Thüringen bis zum 15. März – angesetzt. Am 3. März beraten die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das weitere Vorgehen. Im Vordergrund dabei: eine umsetzbare Öffnungsstrategie für Einzelhandel, Gastgewerbe und Dienstleistungen.
Schon jetzt setzen einige Bundesländer Lockerungen der Corona-Maßnahmen um. So dürfen im März beispielsweise Gartenmärkte, Gärtnereien und Blumenläden in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen wieder öffnen. In anderen Bundesländern wiederum werden die Corona-Maßnahmen verschärft. Was wo gilt – ein Überblick.  

Hamburg verschärft die Maskenpflicht

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) gab am Dienstag bekannt, dass die Maskenpflicht in seinem Bundesland verschärft werden wird. Ab dem Wochenende muss an allen belebten Orten der Hansestadt eine Maske getragen werden – insbesondere an beliebten Plätzen wie Stadtpark oder Landungsbrücken. 
Wichtig: Die verschärfte Maskenpflicht gilt auch für Erwachsene auf Spielplätzen sowie für Jogger. 

Rheinland-Pfalz: Shopping mit Termin

In Rheinland-Pfalz gelten ab dem 1. März zahlreiche Lockerungen. Unter anderem dürfen neben dem Blumenhandel auch Friseure, Fahrschulen, Fußpflege und Tierparks öffnen. Baumärkte dürfen gartentypisches Sortiment draußen anbieten. 

Die wohl größte Lockerung: Rheinland-Pfalz ermöglicht in Zukunft Shopping nach Termin. „Wir erweitern im kleinen Rahmen unsere ‚Click and Collect‘-Regelungen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zu den buchbaren Einzelterminen. „Das ist zum Beispiel für Bekleidungsgeschäfte und Brautmodenläden eine Perspektive.“

Bayern öffnet Baumärkte

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überraschte mit seinen Vorschlägen zu Lockerungen, galt er bisher doch als Corona-Hardliner. Dennoch werden in Bayern ab dem 1. März die Baumärkte geöffnet und auch Einzelunterricht an Musikschulen soll wieder möglich sein – zumindest in Regionen, deren 7-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Körpernahe Dienstleitungen wie Friseure und Fußpflege ist ebenfalls wieder erlaubt. 

Sachsen-Anhalt: Profisportler im Blick

In Sachsen-Anhalt ist ab dem 1. März wieder mehr möglich. Neben Gartenmärkten öffnen Schulen, Friseure, Baumärkte sowie Fahr- und Flugschulen. Auch an Sportschulen soll erneut trainiert und unterrichtet werden, um in Zukunft „wieder Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen zu erringen“, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte. 

Thüringen verlängert Lockdown – mit Ausnahmen

Bereits Mitte Februar stand fest: Thüringen verlängert den aktuellen Lockdown bis zum 15. März. Grund hierfür ist das nur langsam abflachende Infektionsgeschehen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 118,6 ist Thüringen immer noch bundesweiter Spitzenreiter. 
Dennoch sind einige Lockerungen der Corona-Maßnahmen geplant. Ab dem 1. März dürfen Friseure und Gärtnereien wieder Kunden empfangen. Eingeschränkter Regelbetrieb in Schulen und Kitas ist genauso möglich wie das Unterrichten in Fahrschulen. 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz wieder unter 60+++

Mit einer Inzidenz von 45,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist Baden-Württemberg noch das einzige Bundesland, das unter einer Inzidenz von 50 liegt. Bundesweit sinkt der Wert das erste Mal seit vergangener Woche wieder unter 60 – auf heute 59,3. 

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI 8.007 neue COVID-19-Fälle gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.402.818 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 422 Menschen auf 68.740. 

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 0,96. Sie bezieht sich auf das Infektionsgeschehen vor acht bis sechzehn Tagen. Der Wert 0,96 bedeutet, dass 100 Infizierte rund 96 Mitmenschen anstecken. 

+++23.02. Schulschließung wegen zu hoher Inzidenz+++

Sich nach einer Inzidenz von 100 zu richten, wenn es um Schulöffnungen geht, stellt sich für viele Städte und Landkreise als schwierig heraus. Was tun bei schwankenden Werten? Die bayrische Stadt Nürnberg ist so ein Grenzfall: Der Inzidenzwert pendelt dieser Tage zwischen knapp über und knapp unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 
Oberbürgermeister Marcus König zieht nach nur einem Tag Wechselunterricht nun die Notbremse: Nachdem das RKI am Montag die 7-Tage-Inzidenz für Nürnberg mit 101,5 berechnete, ordnet der CSU-Politiker an, die Schulen und Kitas wieder zu schließen. 

Nürnberg: Nur einen Tag Wechselunterricht

Für Nürnbergs Schüler*Innen bedeutet das ab heute erneuten Distanzunterricht, die Kitas der Region kehren zur Notbetreuung zurück. Auch die nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt wieder. „Das ist keine leichte Entscheidung, aber Sicherheit geht vor“, erklärte König bei einer virtuellen Pressekonferenz am Montagnachmittag. 

Am heutigen Dienstag liegt der Inzidenzwert von Nürnberg laut RKI bei 99,0. Die Schulschließungen gelten für die komplette Woche. Am Donnerstag (25.02.) will die Stadt entscheiden, wie es im März weitergeht. 

+++Corona in Deutschland: 3.883 Neuinfektionen+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt im Vergleich zur Vorwoche minimal. Heute meldet das RKI 3.883 neue COVID-19-Fälle binnen 24 Stunden; vergangene Woche waren es mit 3.856 Fällen 27 weniger gewesen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 2.394.811 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Toten erhöht sich um 415 (Vorwoche: 528) auf ingesamt 68.318. Als genesen gelten rund 2.207.700 Personen – 9.700 mehr als gestern. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 60,5 und damit einen Hauch niedriger als am Montag (61,0). Am Sonntag hatte der Wert bei 60,2 gelegen, vergangenen Freitag (19.02.) noch bei 56,8.

+++Corona-Ausbruch in Leipziger Pflegeheim mit tödlichen Folgen+++

In Leipzig kam es zu einem verheerenden Corona-Ausbruch. Wie unter anderem die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, verstarben bei einem Corona-Ausbruch im Leipziger Ortsteil Liebertwolkwitz im AWO Sozialzentrum Vierseithof insgesamt 16 Menschen, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infizierten hatten.

Unter den Todesopfern, die infolge der COVID-19-Erkrankung starben, befanden sich 15 Bewohner und eine Mitarbeiterin, die bereits im vergangenen Jahr eine Corona-Infektion überstanden hatte. „Wir wissen nicht, wie das Virus ins Haus kam“, erklärt Betreiberin Heike Buchheim gegenüber den Medien.

Insgesamt steckten sich mehr als zwei Drittel der Heimbewohner (57 Menschen von insgesamt 78) mit dem Coronavirus an. Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, haben sich auch 25 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Auch in anderen Bundesländern kam es abermals zu heftigen Ausbrüchen. So wurden im Landkreis Cloppenburg Mitarbeiter eines Schlachtbetriebes mit dem Coronavirus infiziert. In Hannover haben sich mehrere Patienten einer psychiatrischen Einrichtung angesteckt. 

+++Corona-Ausbruch in Schlachtbetrieb in Garrel+++

In Garrel im Landkreis Cloppenburg haben sich in einem Schlachtbetrieb 18 Mitarbeiter infiziert. Wie der NDR berichtet, arbeiten dort rund hundert Beschäftigte, die nun in den kommenden Tagen regelmäßig getestet werden sollen. Von einer Schließung des Schlachtbetriebs wird vorerst abgesehen.

+++Corona-Ausbruch in psychiatrischer Einrichtung in Hannover+++

In einer psychiatrischen Station der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben sich 14 Patienten und elf Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher der Klinik erklärte gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, dass jedoch keiner der Betroffenen schwer erkrankt sei. Es werde weiterhin getestet und die betroffenen Personen befinden sich in Quarantäne. Es werden aktuell keine neuen Patienten aufgenommen. Wo sich die Patienten und Mitarbeiter infizierten, ist unklar.

+++22.02. Bundesländer setzen Lockerungen um+++

Bei den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen wurde der Lockdown zwar bis zum (vorerst) 7. März verlängert. Fast zeitgleich stand allerdings auch fest: Es wird Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben – Stichwort Schule. Einige davon treten am 22. Februar in Kraft. 

Präsenzunterricht an Schulen

Ingesamt zehn Bundesländer kehren ab heute schrittweise zum Präsenzunterricht zurück:

  • Baden-Württemberg 
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen 

 
In Nordrhein-Westfalen beispielsweise dürfen rund 800.000 Schüler*Innen in ihre Klassen zurück. Dazu gehören Grund- und Förderschüler sowie Schüler*Innen aus Abschlussklassen und Berufskollegs. Für Grundschüler*Innen wird im Wechsel Distanz- und Präsenzunterricht in halbierten Klassenstärken angeboten. Die restlichen Bundesländer öffnen die Schulen zu späteren Zeitpunkten. 

Kita-Stufenplan: Mecklenburg-Vorpommern geht nach Inzidenzwerten

Nicht nur Schulen profitieren von Corona-Lockerungen. Auch immer mehr Kitas öffnen wieder. 
In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise tritt ab heute ein Stufenplan in Kraft, der sich nach der 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region richtet: 

  1. Inzidenzwert zwischen 50 und 100: Kita-Betreuung mit Einschränkungen (u.a. beim Singen und beim Sport)
  2. Inzidenzwert über 100: Kinder sollen, müssen aber nicht zuhause betreut werden
  3. Inzidenzwert über 150: Notbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen und von Alleinerziehenden sowie wenn es das Kindeswohl erfordert

Wichtig: jedes Kind, das eine Kita o.ä. besucht, braucht vorab eine Gesundheitsbestätigung, in der die Eltern unter anderem versichern, dass ihr Kind keine Corona-Symptome aufweist.

Auch in Nordrhein-Westfalen ist Kita-Betreuung ab sofort wieder möglich. Im eingeschränkten Regelbetrieb bleibt es zunächst bei festen Gruppen und einem landesweit pauschal um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot.

Hier gibt es die Kita-Regelungen der einzelnen Bundesländer im Überblick. 

Baummärkte und Outdoor-Sport: Was noch gelockert wird

Weiter Lockerungen treten in Nordrhein-Westfalen im Bereich des Sports in Kraft. Während Sporthallen und Schwimmbäder weiterhin geschlossen bleiben, dürfen maximal zwei Personen auf Sportanlagen im Freien gemeinsam trainieren – Tennis ist also wieder erlaubt. Kommen mehrere Personen aus einem Haushalt zum Sport im Freien zusammen, ist dies ebenfalls erlaubt. 
Bau- und Gartenmärkte in NRW dürfen ab sofort Gemüsepflanzen und Saatgut sowie das dazu benötigte Zubehör verkaufen. 

In Hamburg ist derweil ein Streit um mögliche Öffnungen der Blumenläden entbrannt. Während man in Niedersachsen beispielsweise Blumen beim Händler kaufen kann und auch die meisten Supermärkte inzwischen Sträuße und Topfpflanzen anbieten, haben die Fachgeschäfte in Hamburg geschlossen. Der Hamburger Landesverband Deutscher Floristen sowie Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) wollen dies schnellstmöglich ändern. 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter+++

Am Montag meldet das RKI eine Inzidenz von 61 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Tags zuvor hatte der Wert bei 60,2 gelegen, vergangenen Freitag (19.02.) noch bei 56,8.

Auch die Zahl der labortechnisch bestätigten Neuinfektionen binnen 24 Stunden belegt, dass der Abwärtstrend ins Stocken gerät. Zwar wurden mit 4.369 Neuinfektionen vermeintlich wenig neue Krankheitsfälle registriert. Allerdings sind es im Vergleich zur Vorwoche lediglich 57 weniger – ein kaum spürbarer Unterschied. Zudem sind die Zahlen zu Wochenbeginn traditionell niedrig, da über die Wochenenden weniger getestet und gemeldet wird.   
Die Zahl der Todesfälle ging etwas deutlicher zurück: In den vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI 62 neue Todesopfer gemeldet; in der Vorwoche waren es 116 Todesfälle gewesen. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland 2.390.928 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 67.903 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

+++19.02. Lockdown-Verlängerung in diesem Bundesland+++

Während das Infektionsgeschehen bundesweit zurückgeht, ist die Lage in Thüringen weiterhin angespannt. Als einziges Bundesland weist Thüringen noch einen Inzidenzwert von über 100 auf – Stand 19. Februar genau 116,7. 
Für die Politik ein eindeutiges Warnzeichen: Die Regierung rund um Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) verlängert den Lockdown.

Das RKI meldet am Freitag eine bundesweite Inzidenz von 56,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Der Wert sinkt derzeit kontinuierlich. Die Bundesländer Baden-Württemberg (41,1), Rheinland-Pfalz (47,2) und Schleswig-Holstein (49,1) haben die Grenze von 50 bereits unterschritten, viele weitere Bundesländer sind kurz davor.

Einschränkungen bleiben bestehen, wenige Ausnahmen

Der verlängerte Lockdown in Thüringen sieht die Aufrechterhaltung der geltenden Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen vor. Allerdings sind auch einige, kleinere Lockerungen geplant:

  • Nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben
  • Kinder bis drei Jahre entfallen aus den Kontaktbeschränkungen 
  • Private Betreuung für Kinder bis zwölf Jahren (max. zwei Haushalte) ist erlaubt
  • Fahrschulen dürfen ihren Unterricht wieder aufnehmen 
  • Grundschulen und Kindergärten öffnen mit eingeschränktem Regelbetrieb

Ab dem 1. März dürfen außerdem Friseure wieder Kunden empfangen und Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien sowie Floristikbetriebe wieder öffnen. Voraussetzung dafür sind gut ausgearbeitete Hygienekonzepte.  

Die Regelungen des verlängerten Lockdowns treten am heutigen Freitag in Kraft und gelten zunächst bis zum 15. März. Laut Gesundheitsministerium kann diese Zeitspanne allerdings auch verkürzt werden, sollten die Maßnahmen schnell greifen. 

+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen gehen leicht zurück+++

Zum Wochenende meldet das RKI 9.113 Neuinfektionen und 508 Todesfälle binnen 24 Stunden. Im Vergleich zur Vorwoche gingen die Zahlen damit leicht zurück: Am vergangenen Freitag hatte das RKI 9.860 Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle bestätigt. Auch die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist von 57,1 am Donnerstag auf 56,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche minimal gesunken. 

Allerdings kommt es auch in dieser Woche wieder zu Nachmeldungen. Wie das RKI online mitteilte, fehlen in den aktuellen Zahlen einige Daten: 
 

Gestern konnten ca. 70 Fälle aus Bremen nicht fristgerecht verarbeitet werden und werden erst morgen in der Statistik berücksichtigt.

Seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland haben sich 2.369.719 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert, 67.206 sind an oder mit dem Virus gestorben. Als genesen gelten aktuell rund 2.176.300 – das sind 10.400 Personen mehr als tags zuvor. 

+++18.02 Corona-Ausbruch in Physiopraxis: Mehr als 400 Menschen in Quarantäne+++

Nachdem sich in Wedel (Schleswig-Holstein) mehrere Mitarbeiter und Patienten einer Praxis für Physiotherapie mit dem Coronavirus infiziert haben, mussten nun mehr als 400 Menschen in Quarantäne. Noch sei unklar, wie sich das Virus verbreitet habe, erklärte der Kreis am Mittwochabend. Unter den Mitarbeitern gibt es bislang fünf positive Fälle. Zudem haben sich sechs Patienten infiziert. Die Praxis soll für zwei Wochen geschlossen bleiben.

+++Die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute 10.207 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden vermeldet. Das sind nahezu genau so viele wie vor einer Woche (10.237) und deutlich mehr als gestern (7556 Neuinfektionen). Hingegen ist die Zahl der Todesfälle im Vergleich zur Woche zurückgegangen. So sind innerhalb eines Tages 534 Menschen mit oder an SARS-CoV-2 gestorben, in der Vorwoche waren es 666 Menschen. Insgesamt haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 2.360.606 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, die Todesfälle stiegen auf nunmehr 66.698.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von gestern auf heute um 0,1 auf nun 57,1 angestiegen. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen abbildet, liegt derzeit bei 0,79. Damit stecken hundert Corona-Infizierte im Schnitt 79 Personen an.

+++17.02. B.1.1.7-Verdacht in Bayern+++

Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, ist es unter den Mitarbeitern der Stadtsparkasse München zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Obwohl von 210 Personen vergleichsweise wenig infiziert sind, ist der Ausbruch besorgniserregend. 

Wenig Fälle, aber B.1.1.7-Verdacht

Von dem Corona-Ausbruch betroffen ist die Direktion Medialer Vertrieb, die unter anderem für das Callcenter zuständig ist. Dort arbeiten ingesamt 210 Menschen, teils in Großraumbüros. Stand 17. Februar sind davon 21 Personen mit SAR-CoV-2 infiziert. Das bestätigten das Gesundheitsreferat (GSR) und der Sprecher der Stadtsparkasse auf Anfrage. 

Unter den 21 positiven Fällen ergaben erste Screening-PCR-Tests bei mindestens sechs Erkrankten den Verdacht auf die britische Virusmutation B.1.1.7, die als wesentlich ansteckender gilt. Bestätigt sind diese Fälle allerdings noch nicht. Ob die Personen tatsächlich mit B.1.1.7 infiziert sind, muss eine Genomsequenzierung zeigen. 

Mehrere Infizierte im privaten Umfeld

Das Gesundheitsreferat bestätigte außerdem, dass aktuell 18 Menschen aus dem privaten Umfeld der Stadtsparkasse-Mitarbeiter an COVID-19 erkrankt sind. Bei 13 davon besteht ebenfalls der Verdacht auf die britische Virusmutante.

In den betroffenen Büroräumen der Stadtsparkasse München wurden nun die bereits bestehenden Hygienemaßnahmen verschärft: Häufigeres Lüften, regelmäßiges Desinfizieren aller Oberflächen, Abstandsregeln, transparente Trennwände sowie FFP2-Masken sind Pflicht. Schnelltests unter den verbliebenen Mitarbeitenden ergaben keine weitere Corona-Infektionen. 

+++Corona in Deutschland: 7556 Neuinfektionen+++

Das RKI meldet am heutigen Mittwoch 7.556 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Hinzukommen 560 Todesfälle. Ingesamt sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.350.399 Menschen an COVID-19 erkrankt. 66.164 sind an oder mit dem Virus verstorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt indes weiter. Nachdem der Wert am Montag bei 58,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelegen hatte, war er am Dienstag nur minimal auf 58,7 zurückgegangen. Heute beträgt die 7-Tage-Inzidenz 57 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

Im Impfmonitoring gibt das RKI an, dass inzwischen 2.813.732 Menschen (3,4%) die erste Corona-Impfung und 1.470.822 (1,8%) die zweite Impfung erhalten haben.

+++16.02. Corona-Mutation in Hamm ausgebrochen: 130 Menschen in Quarantäne+++

Die britische Virus-Mutante B.1.1.7 versetzt die Stadt Hamm (NRW) in einen Ausnahmezustand. Nachdem am Montag ein Bauerarbeiter auf Montage positiv auf das Virus getestet wurde, stellte der Krisenstab der Stadt nur Stunden später vier Wohnhäuser in verschiedenen Stadtteilen unter Quarantäne. Der Krisenstab geht davon aus, dass der Infizierte Kontakt zu mehreren Kollegen aus den Wohnhäusern hatte.

Die rund 130 Bewohner mussten sich daher am Montagabend einem Corona-Test unterziehen, die von mobilen Test-Teams durchgeführt wurden. Der Rechtsdezernent der Stadt, Jörg Mösgen, sagt: „Alle Proben werden auch auf verschiedene Mutationen des COVID-Erregers untersucht.“ Bisher wurde bei fünf Kontaktpersonen das Coronavirus nachgewiesen. Allerdings ist nicht klar, ob es sich dabei ebenfalls um die Mutante B.1.1.7 handelt.

Zudem sei eine Hundertschaft der Polizei im Einsatz, die die Einhaltung der Quarantäne überwachen soll, wie eine Polizeisprecherin Dienstagmorgen erklärte. Die Bewohner dürfen ihre Wohnung für vierzehn Tage nicht verlassen.

+++Corona-Ausbruch bei Speiseeishersteller „Froneri“+++

Beim Speiseeis-Hersteller Froneri in Osnabrück in Niedersachsen kam es zu einem massiven Corona-Ausbruch. Bisher wurden bereits 196 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, wie u.a. die „Neue Osnabrücker Zeitung“ aktuell meldet. Bei einigen der Mitarbeiter wurde die hochansteckende Virus-Mutation B.1.1.7 festgestellt, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Die Zahl der Infizierten könnte sich zudem noch weiter erhöhen. Nach Informationen des NDR stehen noch rund 300 Testergebnisse aus. Die Lage ist „sehr besorgniserregend“, so das Statement von Osnabrücks Stadträtin Katharina Pötter.

Massenquarantäne nach Corona-Ausbruch bei Speiseeishersteller

Aktuell befinden sich rund 850 Mitarbeiter in Quarantäne. Das Werk ist vorübergehend bis zum 26. Februar geschlossen. Das Gesundheitsamt versucht auf Hochtouren, die Nachverfolgung der Kontakte bei den Corona-Infizierten zu erfassen. Die Firma selbst bezeichnet den Ausbruch als „pfeilschnelle Ansteckungswirkung“, welche den Standort voll erwischt habe.

Gedanken, dass man sich jetzt nach dem Verzehr des Speiseeises möglicherweise mit dem Coronavirus anstecke, müsse man dennoch nicht haben. Laut der Verbraucherzentrale sei es bisher nicht nachgewiesen, dass sich Menschen durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln mit dem Virus anstecken.

+++RKI meldet mehr Neuinfektionen als in der vergangenen Woche+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Dienstag, 16. Februar, insgesamt 3.856 Neuinfektionen innerhalb 24 Stunden. Im Vergleich zur Vorwoche sind das rund 480 Fälle mehr als zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei aktuell 59, das Ziel von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche rückt somit immer näher. Zudem wurden heute weitere 528 Todesfälle aufgrund von COVID-19 von den Gesundheitsämtern gemeldet.

+++15.02. Corona-Tote trotz Zweitimpfung+++

Wie ein Sprecher des Landkreises Cloppenburg am Sonntag gegenüber „NDR 1“ bestätigte, sind in einem Pflegezentrum in Emstek fünf Senioren in Zusammenhang mit COVID-19 gestorben – obwohl sie bereits beide Corona-Impfungen erhalten hatten. 

„Wir können es uns nicht erklären“, räumte Hermann Schröer, Geschäftsführer des Pflegezentrums in Emstek und stellvertretender Landrat des Landkreises Cloppenburg, ein. Er betonte, dass die strengen Hygieneauflagen auch nach der zweiten Corona-Impfung nicht gelockert worden waren. 

Zweitimpfung Ende Januar

Die Corona-Impfungen hatten Mitarbeitende und Bewohner*Innen des Altenzentrums bereits im Januar erhalten. Die Zweitimpfung war am 18. und 19. Januar vorgenommen worden. Anfang Februar ergaben Reihentests im Stammhaus dann 18 Corona-Infektionen. Unter ingesamt 93 Testpersonen wurde das Coronavirus bei drei Mitarbeitenden und 15 Bewohner*Innen entdeckt. Ein weiterer Massentest am Folgetag – diesmal unter 79 Personen des Seniorenheims – deckte keine neuen Infektionen auf. 

Aktuell kämpfen noch 13 Personen gegen die Corona-Infektion. Laut „NDR“ sollen darunter auch schwere Verläufe sein. 

Weitere Corona-Test angeordnet

Ob die fünf Todesfälle genauer untersucht werden, stehe noch nicht fest. Bekannt sei, dass auch nach der Zweitimpfung kein hundertprozentiger Schutz gegen das Coronavirus bestünde. Ältere Menschen gehören unabhängig von einer Impfung zur Corona-Risikogruppe: „Das Immunsystem der Bewohner ist oftmals durch das Alter und eventuelle Vorerkrankungen geschwächt“, betonte der Sprecher. 

Der Landkreis Cloppenburg hat weitere Tests in dem Seniorenheim in Emstek angeordnet. 

+++Corona-Zahlen: Zwei Bundesländer unter 50er-Inzidenz+++

Die Infektionszahlen in Deutschland gehen weiter zurück. Das RKI meldet zum Wochenstart 4.426 neue COVID-19-Fälle und 116 Tote. In der Woche zuvor waren es noch 4.535 labortechnisch bestätigte Infektionen und 158 Todesfälle gewesen. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland ingesamt 2.338.987 Menschen mit COVID-19 infiziert; 65.076 Personen sind an oder mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 58,9. Zwei Bundesländer haben die von der Bundesregierung als Schwellenwert festgelegte Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bereits unterschritten: Baden-Württemberg mit einer Inzidenz von 48,3 und Rheinland-Pfalz mit einem Wert von 48. 

+++12.02. Corona-Ausbruch mit 200 Infizierten: Ausgerechnet ein Arzt war schuld+++

Ein heftiger Corona-Ausbruch mit bisher 200 Infizierten sorgt in Niedersachsen im Landkreis Vechta für Fassungslosigkeit. Der Grund: Ein Hausarzt soll für den heftigen Ausbruch verantwortlich sein, der trotz bekannter Corona-Symptome einfach weitergearbeitet hat, berichtet Krisenstabsleiter Heiger Scholz beim Gesundheitsausschuss des Landtags. „Da fällt einem nicht mehr viel zu ein“, so Scholz. 

Betroffene Arztpraxis wegen mangelnder Hygiene geschlossen

Wie ein Sprecher des Landkreises Vechta berichtete, führt der Arzt eine Hausarztpraxis in Goldenstedt, die bereits Ende Januar wegen mangelnder Hygiene vorübergehend geschlossen wurde, inzwischen aber wieder geöffnet ist. Ein Sprecher der Landesärztekammer, Thomas Spieker, erklärte gegenüber „n-tv.de“: „Ein Arzt gefährdet damit die Gesundheit nicht nur seiner Patienten – sondern auch seine eigene.“

Inzidenz-Wert rutscht über die 200er-Marke

Der Ausbruch hat nicht nur für die betroffenen 200 Infizierten eine besondere Auswirkung. Die Sieben-Tage-Inzidenz schnellte im Landkreis Vechta in die Höhe und sprengte am Mittwoch sogar die 200er-Marke. Zwar fiel der Wert am Donnerstag minimal wieder unter die Grenze, dennoch grenzt der Landkreis an die sogenannten Corona-Hotspots. Sollten die Zahlen nicht wieder sinken, könnten weitere Maßnahmen folgen.

+++Corona-Zahlen am Freitag, 12. Februar: Unter 10.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Freitag 9.860 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden 556 neue Todesfälle innerhalb 24 Stunden verzeichnet.  Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 62,2. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt laut dem Robert Koch-Institut bei 0,85.

Quelle:

Fallzahlen in Deutschland und weltweit, in: rki.de

+++11.02. Ausgangssperre und weitere Kontaktbeschränkungen auf Norderney+++

Die Nordseeinsel Norderney hat die Corona-Regeln noch einmal weiter verschärft. Demnach dürfen sich die Bewohner der Insel ab kommender Woche nur noch mit einer Person aus dem eigenen Haushalt treffen. Wie u.a. der NDR berichtet, gilt zudem eine Ausgangssperre in der Nacht zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens.

Der Grund: hohe Infektionszahlen. Der Landkreis Aurich wies zuletzt einen Inzidenz-Wert von 320 aus und gilt somit als Hotspot. Zuletzt hatten sich 43 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, 108 befinden sich laut Informationen des Norddeutschen Rundfunks aktuell in Quarantäne.

+++RKI meldet über 10.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am Donnerstag, 11.02., insgesamt 10.237 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Zudem wurden in den letzten 24 Stunden 666 Todesfälle verzeichnet. In der vergangenen Woche lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch bei 14.211. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt bundesweit derzeit bei 64,2 und der Reproduktionswert bei 0,82 und somit weiterhin konstant unter 1.

+++Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen+++

Nach dem Bund-Länder-Gipfel am gestrigen Mittwoch verteidigt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Deutschen Bundestag die neu getroffenen Corona-Maßnahmen. Ab neun Uhr spricht die Kanzlerin im Parlament.

+++Gericht kippt bestehende Maskenpflicht nach Eilantrag+++

Das Oberverwaltungsgericht für das Bundesland Nordrhein-Westfalen in Münster hat die aktuell bestehende Regelung zur Maskenpflicht in dieser Form gekippt. Demnach gilt die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske nicht mehr überall, im Umfeld des Einzelhandels muss eine Maske laut dem OVG nicht verpflichtend getragen werden.

Die Hintergründe: Eine Frau aus Gelgenkirchen hat in einem Eilantrag gegen die „generelle Maskenpflicht“ geklagt. Zwar wurde die Klage bezüglich der „generellen Maskenpflicht“ abgelehnt, in einem Punkt gab das Oberverwaltungsgericht der Klägerin jedoch recht. Die derzeit gültige Coronaschutzverordnung schreibt aktuell vor, dass im Umfeld des Einzelhandels, also vor den Geschäften auf dem Parkplatz und auf dem Weg zum Eingang in „unmittelbarem Umfeld“ eine Coronaschutzmaske getragen werden muss. Der Begriff „unmittelbares Umfeld“ sei dem Gericht jedoch zu wage. Daher wurde die Verordnung in diesem Punkt vorläufig außer Vollzug gesetzt. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Das Oberverwaltungsgericht tat sich mit dem Begriff „unmittelbares Umfeld“ vor allen Dingen deshalb schwer, weil kein eindeutiger Bereich gefasst wurde und ein Verstoß gegen die Maskenpflicht bekanntlich ein Bußgeld zur Folge haben könnte, berichtet die Deutsche Presseagentur.

+++10.02. Corona-Ausbruch bei Aldi in Melle+++

Wie der Landkreis Osnabrück in einer Pressemitteilung bestätigte, ist die Aldi-Filiale in Melle Zentrum eines kleineren Corona-Ausbruchs. Innerhalb der vergangenen 21 Tage haben sich ingesamt acht Mitarbeitende der Filiale mit SARS-CoV-2 infiziert. Fünf davon sind inzwischen genesen, drei noch akut. Sorge bereitet dabei ein bestimmter Fall. 

Britische Mutante nachgewiesen

Bei einer Mitarbeiterin konnte eine Infektion mit der wesentlich ansteckenderen britischen Virusmutation B.1.1.7 nachgewiesen werden. Der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück und das Unternehmen Aldi Nord haben daraufhin die Filiale in der Nachtigallenstraße am Dienstag geschlossen, das Personal freigestellt und die Räumlichkeiten „umfassend desinfiziert“. 

Am heutigen Mittwoch soll der Markt wieder öffnen. Dann allerdings nicht mit den eigenen Mitarbeitenden, sondern mit Personal aus anderen Standorten. 

Ansteckung im Supermarkt? Aldi warnt Kunden

Die Frage danach, wie sich das Virus – egal, in welcher Variante – in der Filiale ausbreiten konnte, steht nun natürlich im Vordergrund. Der Landkreis Osnabrück informiert darüber, dass ein externer Dienstleister, der am 15. Januar positiv auf das Coronavirus getestet wurde, bei einem vorherigen Termin im Markt drei Mitarbeitende angesteckt habe. Im Fall der mit B.1.1.7 infizierten Mitarbeiterin gehe man hingegen von einer Ansteckung „nicht im Markt, sondern im privaten Umfeld“ aus. 

Dennoch sprechen der Gesundheitsdienst und Aldi Nord eine Warnung an alle Kunden aus, die nach dem 1. Februar in der Filiale in der Nachtigallenstraße eingekauft haben: Es wird empfohlen, genau auf den eigenen Gesundheitszustand zu achten und sich bei ersten Symptomen direkt auf Corona testen zu lassen.

+++Corona in Deutschland: Inzidenz unter 70+++

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 8.072 neue Corona-Infektionen und 813 Todesfälle gemeldet. Darin enthalten sind 600 Neuinfektionen aus NRW, die verspätet registriert worden waren. Damit steigt die Zahl der Corona-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland auf 2.299.996 Fälle. Mit oder an dem Virus sind bisher ingesamt 62.969 Menschen gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gezählt werden, sinkt indes weiter. Kratzte der Wert Ende Dezember noch an der 200er-Marke, liegt er heute bei 68,0

Im aktuellen Lagebericht gibt das RKI an, dass inzwischen 2.344.802 Menschen (40.764 mehr als tags zuvor) die Corona-Erstimpfung erhalten haben. 1.024.321 Menschen (41.037 mehr als tags zuvor) sind bereits das zweite Mal geimpft worden. 

+++09.02. Corona-Ausbruch in Großfabrik: B.1.1.7 entdeckt+++

In einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth in Künzelsau bei Stuttgart, Baden-Württemberg, wurden Corona-Infektionen aufgedeckt. 43 Mitarbeitende sind positiv auf COVID-19 getestet worden.

Britische Mutante unter den positiven Fällen

Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montagabend gegenüber der „dpa“ erklärte, seien drei von den 43 Corona-Positiven nachweislich mit der britischen Virusvariante B.1.1.7 infiziert. Da die Untersuchungen noch andauern, wird davon ausgegangen, dass weitere B.1.1.7-Infektionen ermittelt werden.

Quarantäne ausgeweitet

Eine Sprecherin der Firma Würth sagte der „Heilbronner Stimme“, man lasse den Betrieb weiterlaufen, da der Ausbruch sich weitestgehend auf ein einzelnes Logistikzentrum beschränke.

Allerdings gelten verschärfte Quarantänemaßnahmen. So müssen nicht nur die Corona-Infizierten selbst in Quarantäne, sondern auch direkte Kontaktpersonen sowie deren Angehörige. Zusätzlich wird die Isolationsdauer von 10 auf 14 Tage erhöht.

+++Corona-Zahlen in Deutschland: Wieder Nachmeldungen+++

Das RKI meldet am heutigen Dienstag erstmals eine Inzidenz von unter 75: 72,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden binnen einer Woche an die Gesundheitsämter gemeldet. Die gezählten COVID-19-Infektionen klettern um 3.379 neue Fälle auf ingesamt 2.291.924. Die Zahl der Corona-Toten steht aktuell bei 62.156 Menschen – 481 mehr als am Vortag.

Zu 100 Prozent aussagekräftig sind die Zahlen heute allerdings nicht. Wie das RKI auf seinem Dashboard mitteilte, kam es erneut zu Meldeverzögerungen: „Gestern wurden ca. 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nicht fristgerecht verarbeitet und werden erst morgen in der Statistik berücksichtigt", heißt es auf der Seite des RKI.

+++08.02. Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg aufgehoben+++

Das nächste Bundesland kippt eines der aktuell vorherrschenden Corona-Verbote. In Baden-Württemberg hat der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim nun die nächtliche Ausgangsbeschränkung mit Wirkung ab kommenden Donnerstag aufgehoben. Damit gab der Gerichtshof einem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt. „Dem Beschluss zufolge ist die bisher landesweit von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens geltende pauschale Ausgangssperre wegen der erheblich verbesserten Pandemielage nicht mehr angemessen“, berichtet u.a. der „Spiegel“.

Das Verwaltungsgericht wies die Argumentation, dass eine „verfrühte“ Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen zu erneut anwachsenden Infektionszahlen führe, zurück und bezeichnet eine solche Annahme als „pauschal“ und „undifferenziert“. Gezielte, kommunale nächtliche Ausgangssperren in Kreisen seien dennoch möglich, erklärt der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim.

+++Osnabrück: Ausbruch in Pflegeheim nach zweiter Impfung+++

Zwar gehen die Impfungen derzeit noch schleppend voran, dennoch werden Bewohner in Senioren- und Altenheimen möglichst zügig durchgeimpft. So auch in einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück. Hier erhielten die Bewohner bereits am 25. Januar ihre zweite Impfung – trotzdem wurden jetzt mehrere Senioren in dem Altenheim positiv auf das Coronavirus getestet.

Wie der Landkreis am Sonntag gegenüber der Presse mitteilte, wurden dort insgesamt 14 Senioren trotz zuvor verabreichter zweiter Impfdosis positiv auf das Coronavirus getestet. Dabei stellte man fest, dass sie sich mit der Virus-Mutation B.1.1.7 infiziert hatten. Das Heim, die Mitarbeiter und deren Angehörige wurden in Quarantäne geschickt.

Nur leichte Verläufe wegen Corona-Impfung?

Bei den insgesamt 14 betroffenen Senioren wurden bisher nur asymptomatische oder leichte Verläufe festgestellt. Dies könne eine positive Wirkung des Impfstoffs sein, erklärte ein Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff gegenüber den Medien. Geimpft wurden die Bewohner mit dem Impfstoff-Serum der Firma Biontech/Pfizer.

Eugen Brysch, Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung für Patientenschutz, erklärte gegenüber der deutschen Presseagentur, dass es sich immer mehr abzeichne, dass geimpfte Menschen nicht immun gegen das Coronavirus seien und es auch weitergeben könnten. „Das muss kein Schreckensszenario sein, wir werden mit dem Virus leben“, so Brysch.

+++Schwere Vorwürfe gegenüber Klinik-Leitung in Bayern+++

In Bayern im Landkreis Miltenberg werden schwere Vorwürfe gegenüber der Klinikleitung der Helios-Klinik Erlenbach laut. Nach einem massiven Corona-Ausbruch hieß es, die Klinik hätte ein mangelndes Hygiene-Konzept und würde sich nicht an die Auflagen halten. Sogar von einem „Skandal“ ist in der örtlichen Presse die Rede. Zu den Hintergründen:

Anfang Februar kam es in der Helios-Klinik in Bayern im Landkreis Miltenberg zu einem Corona-Ausbruch, bei dem sich mindestens 46 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infizierten. Die Gründe für den Ausbruch seien zwar derzeit noch unklar, jedoch wurden schnell Vorwürfe gegenüber der Klinikverwaltung laut. Mitarbeiter sollen FFP2-Masken über mehrere Tage tragen müssen, es habe nur eingeschränkte Corona-Testungen gegeben und es war von „auffallenden Versäumnissen“ die Rede.

Das Gesundheitsamt habe daraufhin der Klinik einen „Aufgabenkatalog“ auferlegt, so heißt es, in dem das Hygienekonzept der Klinik in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt neu erarbeitet wurde.

Die Klinik selbst bezieht nun Stellung: Es sei in Bayern keine gesetzliche Pflicht gewesen, FFP2-Masken überhaupt zu tragen und alle Mitarbeiter seien ab dem 1. Februar mithilfe eines Antigen-Schnelltests regelmäßig getestet worden. Die Testkapazitäten wolle man aber dennoch weiter ausbauen. Die Gewerkschaft Verdi stützt die Aussagen der Helios-Klinik: Es gebe keine auffallenden Versäumnisse. „Dass sich Infektionen ausbreiten, wie es Helios derzeit erlebt, ist in fast allen Kliniken so“, erklärt Stefan Kimmel von Verdi gegenüber „br.de“

+++Corona-Ausbruch in Klinik in St. Peter-Ording+++

In St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein kam es zu einem Corona-Ausbruch, bei dem vier Angestellte und 10 Patienten positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Der Kreis Nordfriesland ruft all diejenigen dazu auf, die sich vom 22. Januar bis 6. Februar in der Klinik aufgehalten haben, sich in Quarantäne zu begeben. Bis zum 14. Februar wurde ein Aufnahme-Stopp verhängt. Patienten und Personal dürfen nur unter eigenen Auflagen mit eigenem Auto die Klinik verlassen, das Nutzen des öffentlichen Verkehrsangebots ist ihnen untersagt, berichtet die Deutsche Presseagentur.

+++Zahl der Neuinfektionen und Todeszahlen in Deutschland sinken+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montag, 8. Februar, insgesamt 4.535 positive Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Zudem wurden dem Institut von den Gesundheitsämtern 158 Todesfälle gemeldet. Die Corona-Zahlen am Montag fallen erfahrungsgemäß immer etwas geringer aus, da am Wochenende weniger Corona-Tests durchgeführt werden und die Gesundheitsämter die Übermittlung der Daten meist verzögern. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 76. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut dem RKI weiterhin sinkende Inzidenz-Zahlen. 

+++05.02 Schärfere Corona-Maßnahmen in Ludwigshafen+++

Während vermehrt über Corona-Lockerungen debattiert wird, schlägt Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) den umgekehrten Weg ein: Weil in der Stadt bei einem Mann erstmals eine Virus-Mutation nachgewiesen wurde, soll es nun weitere Beschränkungen geben, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Bewegungsradius und erweiterte Quarantänepflicht

Zu den Maßnahmen gegen die Corona-Mutante gehört die Begrenzung des Bewegungsradius der Bewohner im Stadtgebiet auf 15 Kilometer. Diese Regel haben Bund und Länder auf einem der Corona-Gipfel im Dezember beschlossen. Allerdings liegt die Entscheidung über die Einführung dieser Regel bei den Landesregierungen. Eine weitere Maßnahme betrifft die Quarantänepflicht. Wenn eine Infektion mit einer Virus-Mutation vorliegt, soll die Quarantäne erst mit einem negativen Testergebnis aufgehoben werden können. Der verschärften Corona-Verordnung muss die Landesregierung noch zustimmen.  

Die Oberbürgermeisterin der Stadt, Jutta Steinruck (SPD), sprach von einer „vorsorglichen Gegenmaßnahme“, die das Ziel habe, einer Ausbreitung der Corona-Mutation in der Stadt zuvorzukommen. Bei einem Bewohner einer sozialen Einrichtung, der nach eigenen Angaben bereits im Frühjahr 2020 an COVID-19 erkrankt war, wurde kürzlich eine Infektion mit einer Coronavirus-Mutante festgestellt. Nachdem der Fall entdeckt wurde, ist die Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden. Alle 157 Bewohner würden nun getestet. Ein Polizeisprecher erklärte, dass sich bisher „mehrere Menschen“ angesteckt hätten. Ob es sich dabei um die Mutation handelt, ist nicht bekannt.

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Im Vergleich zur Vorwoche geht die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurück. Das Robert Koch-Institut vermeldete 12.908 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages, vor einer Woche waren es noch 14.022 Fälle. Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 2.264.909 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die sinkenden Zahlen schlagen sich in der Sieben-Tage-Inzidenz nieder. Aktuell liegt sie für das gesamte Bundesgebiet bei 79,9. Die Zahl der neuen Todesfälle erfährt hingegen einen leichten Anstieg – von 836 (29.01) auf nun 855. Bisher sind 60.597 Menschen an oder mit Sars-CoV-2 gestorben.

+++04.02. Ethikrat bezieht Stellung: Mehr Privilegien für Geimpfte?+++

Wird es zukünftig Sonderregelungen für bereits Geimpfte geben? Darüber denken derzeit viele nach, wenn es um das Thema „Impfen“ geht. Lass ich mich impfen, damit ich zukünftig mehr Freiheiten habe und gibt es überhaupt zukünftig Vorteile, falls ich bereits geimpft bin?

Der Ethikrat hat eine ganz klare Positionierung diesbezüglich. Besonders wichtig vorab zu sagen war es Alena Buys, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, dass es einen Unterschied zwischen staatlichen Regelungen und Vorschriften aus der Privatwirtschaft gibt. „Wir weisen auf den wichtigen Unterschied hin zwischen einer staatlichen Regelung und privaten Anbietern“, so die Vorsitzende.

Derzeit komme eine individuelle Rücknahme staatlicher Freiheitsbeschränkungen für individuelle Personengruppen nicht infrage, so das Urteil des Ethikrats. Zwar müsse man Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, die gravierende Grundrechtseinschränkungen beinhalten, irgendwann zurücknehmen. Dies müsse jedoch einheitlich erfolgen.

Maskenpflicht und Abstandhalten auch für Geimpfte

Vorschriften wie die Maskenpflicht und das Einhalten von Abständen sei aufgrund der geringen Belastung auch für Geimpfte weiter zumutbar. Hier dürfe es keine Unterschiede geben, damit es nicht zu Ungerechtigkeiten komme.

Ausnahmen für Geimpfte in diesen Fällen

„Sonderregelungen“, ein Begriff, den der Ethikrat auf Nachfrage im Übrigen ablehnt, könne es in zwei Fällen dennoch geben. Im Falle

  • einer langfristigen Planung der Privatwirtschaft, auf die der Staat keinen Einfluss hat und
  • von Behandlungen in stationären Einrichtungen für pflegebedürftige und behinderte Menschen.

Da Bewohner in Pflegeheimen und Behinderten-Einrichtungen besonders durch Ausgangsverbote, Besuchs- und Kontakteinschränkungen betroffen sind, sollen diese Maßnahmen, sobald ein Großteil der Bewohner geimpft ist, aufgehoben werden.

Über weitere Rechte für Geimpfte könne man derzeit alleine deshalb nicht diskutieren, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch bereits Geimpfte das Virus weiterverbreiten. „Eine Möglichkeit einer vollständigen Unterdrückung der Ansteckungsgefahr gibt es derzeit nicht“, sagt Prof. Sigrid Graumann, Sprecherin der AG Pandemie des Deutschen Ethikrates. Eine Testpflicht für Einreisende auch für Geimpfte beispielsweise sei daher auch weiterhin sinnvoll. Forderungen nach Ausnahmen für Geimpfte seien hier wenig hilfreich, so die Experten.

Vorteile für Geimpfte bei Sportveranstaltungen, Konzerte und Co.?

Prof Volker Lipp, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, sieht natürlich auch die Nachteile für Nicht-Geimpfte, wenn es um privatwirtschaftliche Unternehmen geht. Anders als der Staat seien private Anbieter prinzipiell frei darin, mit wem sie einen Vertrag abschließen. Es sei aber eine falsche Annahme, dass zum Beispiel Fitnessklubs früher öffnen können, weil sie nur Geimpfte einlassen. Dies ist ausdrücklich nicht der Fall.

Ob es später eine andere Grundlage dieser Entscheidungen gibt, müsse man dann sehen. Denn nur wenn Impfstoff für alle verfügbar ist, könne man die Situation anders einschätzen.

+++03.02. Epidemische Lage bis Ende Juni verlängert+++

Die Bundestags-Fraktionen von Union und SPD wollen die Feststellung zur „epidemischen Lage“ um drei weitere Monate verlängern. Das berichtet u.a. die „Welt“. „Wir haben uns mit dem Koalitionspartner prinzipiell darauf verständigt, die epidemische Lage bis zum 30. Juni zu befristen“, so der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich gegenüber den Medien.

Hintergrund: Die Festlegung der epidemischen Lage ermöglicht es der Regierung, nötige Schutzmaßnahmen durch Verordnungen zu ergreifen, ohne das Parlament in die Entscheidung mit einzubeziehen. Die Festlegung der „epidemischen Lage“ hatte in der Vergangenheit für schwere Proteste in Berlin geführt.

Quelle:

SPD und Union wollen epidemische Lage bis Ende Juni verlängern, in: welt.de

+++Sinkende Zahlen: Strenge Corona-Maßnahmen im Norden aufgehoben+++

Der Lockdown zeigt weiterhin Wirkung. Vor allem im Norden. Allein in Kiel, der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, sank der Inzidenz-Wert erstmals unter die kritische 50er-Marke und liegt aktuell laut Daten des Robert Koch-Instituts aktuell bei 48,2.

Und auch in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Corona-Zahlen zurück. Grund genug, dass mehrere Landkreise bereits ihre strengen Corona-Maßnahmen lockern.

Mecklenburgische Seenplatte: Ausgangsbeschränkungen und 15-Kilometer-Regel gekippt

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden die nächtliche Ausgangsbeschränkung, die Einreisebeschränkungen sowie die 15-Kilometer-Regelung aufgehoben. Das erklärte der Vize-Landrat Kai Seiferth gegenüber den Medien. Ein wesentlicher Grund, warum die strengen Corona-Maßnahmen hier nun gelockert werden können: Seit zwei Wochen liegt der Inzidenzwert unter 200 und seit sieben Tagen sogar unter 150. Damit gilt der Landkreis offiziell nicht mehr als Hotspot. Zudem sei noch keine der Corona-Mutationen in der Mecklenburgischen Seenplatte nachgewiesen worden, erklärte Seiferth gegenüber der Presse.

Vorpommern Greifswald zieht ebenfalls verschärfte Corona-Regeln zurück

Auch der Kreis Vorpommern-Greifswald hat die verschärften Corona-Regeln bezüglich der nächtlichen Ausgangssperre und der 15-Kilometer-Regel zurückgenommen. Zur Begründung: Der Landkreis hatte bereits zuvor angekündigt, die bis dato geltenden Allgemeinverfügungen zu überprüfen.

Das Verwaltungsgericht hatte die Maßnahmen für nicht rechtmäßig erklärt, da sie auf Länderebene getroffen werden müssen. Derartige Einschränkungen der Grundrechte können nach Auffassung der Richter nicht durch eine Allgemeinverfügung des Landkreises beschlossen werden, so heißt es. Vielmehr bräuchte es eine Rechtsverordnung auf Landesebene.

+++Corona-Zahlen am 3. Januar 2021: Über 9.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Mittwoch 9.705 Neuinfektionen und 975 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden sowie eine 7-Tage-Inzidenz von 83.

+++02.02. Angst vor britischer Corona-Mutation+++

Die britische Corona-Mutation greift weiter um sich – im eigentlichen und im übertragenen Sinne: Während die Virusvariante B.1.1.7 Menschen in einem Altenheim in Leverkusen tötet, sieht sich das Klinikpersonal in Bayreuth, wo es aktuell lediglich den Verdacht auf B.1.1.7 gibt, Ausgrenzungen im Alltag gegenüber. 

Trotz Impfung: 15 Tote in Altenheim

Das Ausbruchsgeschehen in dem Leverkusener Altenheim ist intensiv. Ingesamt haben sich laut einer Sprecherin der Stadt 47 Senioren und 25 Mitarbeitende angesteckt. Seit dem ersten Fall am 28. Dezember 2020 sind 15 Bewohner verstorben. Die britische Coronavirus-Variante B.1.1.7 konnte nachgewiesen werden. 

Am 30. Dezember waren die ersten 150 Personen der Pflegeeinrichtung geimpft worden. Die zweite Impfdosis am 20. Januar 2021 konnten dann nur noch 110 Menschen bekommen, da sich die restlichen 40 bereits mit SARS-CoV-2 infiziert hatten. 

Personal machtlos gegen B.1.1.7

Inzwischen sei geklärt, dass das Coronavirus vom Personal in die Einrichtung gebracht wurde. Das bestätigte der Leiter des Leverkusener Gesundheitsamts, Martin Oehler, gegenüber der „Bild“-Zeitung. Ein Versagen der Mitarbeitenden aber liege nicht zwangsläufig vor, schließlich sei die britische Variante des Coronavirus’ wesentlich ansteckender als der Originalstamm. 
 

„Nach allem, was wir bisher wissen, ist die Corona-Mutation B.1.1.7 so ansteckend, dass man schon nach wenigen Minuten Kontakt mit einem Infizierten selbst infiziert ist.“

Das Personal des Altenheims muss seit Sommer 2020 wöchentlich einen PCR-Test machen und wird seit Ende des Jahres zusätzlich mit Schnelltests auf eine mögliche COVID-19-Infektion getestet. 

+++Klinikum Bayreuth: Personal wird gemobbt+++

Das Klinikum Bayreuth wartet derzeit auf die Bestätigung von 23 Verdachtsfällen, bei denen es sich um eine Ansteckung mit B.1.1.7 handeln könnte. „Solche Verdachtsfälle werden keinesfalls leichtfertig ausgesprochen. Wir rechnen fest damit, dass wir tatsächlich die Mutation im Haus haben“, betonte Frank Schmälzle, Pressesprecher des Klinikums. 

Doch schon vor einer möglichen Bestätigung richtet die britische Corona-Mutation Schaden an: Wie Schmälzle berichtet, sieht sich das Klinikpersonal empfindlichen Ausgrenzungen im Alltag gegenüber. 

An Tankstelle abgewiesen, Kind in Notbetreuung isoliert

Über 3.300 Menschen arbeiten im Klinikum Bayreuth. Einige von ihnen haben von Vorfällen berichtet, bei denen sie Ausgrenzung im Alltag erlebt hätten. 

Eine Mitarbeiterin sei beispielsweise an einer Tankstelle abgewiesen worden. Der Parkausweis in ihrem Wagen habe verraten, wo sie arbeitet. Eine andere Kollegin habe Probleme bei der Notbetreuung: Ihr Kind sei von den anderen isoliert worden und hätte den „ganzen Tag“ alleine spielen müssen. Des Weiteren lägen Beschwerden von Nachbarn einer Mitarbeiterin vor: Man könne nicht nachvollziehen, warum die Frau den Waschraum des Hauses mit FFP2-Maske benutze. 

Ausgrenzung entbehrt jeglicher Grundlage

Die Vorurteile, denen sich das Klinikpersonal gegenübersieht, kann Frank Schmälzle nicht nachvollziehen. „Bei aller berechtigten Sorge: Unsere Mitarbeiter mit Patientenkontakt werden täglich getestet. Das ist ein Maß an Sicherheit, das sich kaum noch steigern lässt. Von den Kollegen geht vermutlich sogar weniger Risiko aus als von jedem anderen Bürger“, betont der Pressesprecher. 

Zusätzlich zu den täglichen Corona-Tests befinden sich die Mitarbeiter des Klinikums Bayreuth in einer sogenannten Pendler-Quarantäne: Sie dürfen lediglich zwischen ihrem Zuhause und der Arbeit pendeln, dazu allerdings nicht die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. 

+++Corona in Deutschland: Weniger neue Fälle+++

Obwohl es gestern (01.02.) erneut zu Meldeverzögerungen kam und sich in den aktuellen Zahlen Nachmeldungen befinden, sinkt die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden im Vergleich zur Vorwoche leicht: 6.114 neue SARS-CoV-2-Fälle wurden dem RKI von gestern auf heute gemeldet – rund 300 Fälle weniger als in der Woche zuvor. Auch bei den Todesfällen gibt es einen leichten Abwärtstrend zu verzeichnen: 903 Corona-Tote in der Vorwoche, 861 aktuell. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich 2.228.085 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Ingesamt 57.981 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 90,0. Die 7-Tage-R, die angibt, wie viele Menschen ein COVID-19-Infizierter im Schnitt ansteckt, liegt bei 0,88. Der Wert bezieht sich auf das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor. In Zahlen bedeutet das, dass 100 Coronapositive im Mittel 88 weitere Menschen infizieren. 

+++Pähler Bäckereibetrieb am Ammersee muss Betrieb einstellen +++

In der Bäckerei Kasprowicz in Pähl am Ammersee in Bayern kam es zu einem verheerenden Corona-Ausbruch. Betriebsinhaber Julian Kasprowicz spricht gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ sogar von einem „brutalen Schlag“, da er seine Produktionsstätte erst im vergangenen Jahr eröffnet habe.

Die insgesamt 19 Filialen des Bäckerei-Betriebs rund um den Ammersee, Starnberger See und im Oberland mussten ihren Betrieb einstellen, weil sich in der Produktionsstätte in Pähl insgesamt 14 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. Seit Sonntag sind nun alle Filialen, die mit Brot- und Backwaren aus der Produktionsstätte beliefert wurden, geschlossen. 

Bäckerei-Schließung in Pähl: Mutiertes Corona-Virus schuld am Ausbruch?

Derzeit werde noch untersucht, um was für ein Coronavirus es sich handle oder ob gar ein mutierter Erreger festgestellt werden kann. „Wir haben ein ausgefeiltes Hygiene-Konzept entwickelt und eingehalten. Dass es uns nun so trifft, zeigt doch nur, wie hochansteckend Corona ist“, erklärt der 32-jährige Betriebs-Inhaber Julian Kasprowicz gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

Quelle:

Bäckerei schließt 19 Filialen nach Corona-Ausbruch, in: sueddeutsche.de

+++01.02. Datenpanne beim RKI+++

Es ist die dritte Datenpanne in fünf Tagen. Am Montag meldet das RKI 5.608 Corona-Neuinfektionen und 175 Todesfälle. Eigentlich ein Grund zur Freude, waren doch am vergangenen Montag (25.01.2021) noch 6.729 neue Infektionen und 217 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet worden. 
 

Allerdings sind die Zahlen nicht aussagekräftig: Wie das RKI mitteilte, wurden aus Sachsen-Anhalt keine aktuellen Fallzahlen übermittelt. Diese fließen wohl erst am Dienstag in die Statistik ein.

Bereits am Donnerstag und Samstag vergangener Woche war es zu verspäteten Meldungen gekommen, wodurch das RKI die genauen Corona-Zahlen erst vormittags veröffentlichen konnte. Heute Morgen um 9 Uhr war auf dem RKI-Dashboard online der Hinweis zu lesen: 
„Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

+++Köln: Inzidenzwert steigt sprunghaft+++

Schlechte Nachrichten aus Köln: Die Stadt verzeichnet einen sprunghaften Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Am Wochenende erhöhte sich die 7-Tage-Inzidenz zunächst von 61,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf 77,9. Am Montag meldete das RKI dann einen Wert von 79,3. Explizite Gründe für den Anstieg sind nicht bekannt. 

Trotz des sprunghaften Anstiegs liegt die Stadt in Nordrhein-Westfalen deutlich hinter dem Spitzenreiter Schmalkalden-Meiningen (Thüringen), der mit einem Inzidenzwert von 340,2 der aktuell am schlimmsten von SARS-CoV-2 betroffene Hotspot Deutschlands ist.

+++Britische Virus-Mutation B.1.17 in Kölner Kitas nachgewiesen+++

Die Corona-Mutation B1.1.7 ist auch in Deutschland an immer mehr Ausbrüchen beteiligt. Nachdem in den vergangenen Tagen die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Baden-Württemberg wegen eines Corona-Ausbruchs in einer Freiburger Kita kurzfristig verschoben werden musste, wurde das mutierte Virus nun auch in vier Kölner Kindertagesstätten nachgewiesen.
Es scheint, als wäre die Prognose von Kanzleramtschef Helge Braun bereits eingetreten – die britische Virus-Mutation B.1.1.7 wird nun, nachdem in Deutschland die Coronaviren häufiger sequenziert werden, bei immer mehr Ausbrüchen festgestellt. So auch bei gleich vier Corona-Ausbrüchen in unterschiedlichen Kindertagesstätten in Köln.

Wie u.a. der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, wurde die britische Virus-Mutation bei insgesamt vier Erzieherinnen und Erziehern sowie bei zwei Kindern nachgewiesen. Bei zwei weiteren Fällen werde noch geprüft, ob es sich auch hier um die britische Virus-Mutante handelt. Zudem stehe das Testergebnis für zwei weitere Kinder aus.

Das Familienministerium von NRW erklärt: „Wir nehmen die genannten Fälle sehr ernst, mahnen aber gleichzeitig zur Besonnenheit.“ Es sei derzeit nicht davon auszugehen, dass es in Kitas zu höheren Infektionszahlen aufgrund der Virus-Mutation B1.1.7 komme.

Die Kindertagesstätten in NRW befinden sich nicht wie vom Bund vorgeschlagen im kompletten Lockdown, sondern in einem eingeschränkten Regelbetrieb. Laut aktueller Datenlage befindet sich zudem in Deutschland jedes dritte Kind in einer Kita-Notbetreuung.

+++Corona-Zahlen am 29. Januar: Inzidenz weiter niedrig+++

Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut am Freitag, 29. Januar, 14.022 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Am vergangenen Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 17.862. Zudem wurden dem RKI 839 Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten beträgt demnach laut aktuellem Stand 55.752. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt mit 94 weiterhin konstant unter 100.

Quellen:

Britische Virusmutation in vier Kölner Kitas nachgewiesen, in: ksta.de

Sechs Fälle von britischer Corona-Mutation in Kölner Kitas, in: rp-online.deCOVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit, in: rki.de

+++28.01. Corona-Ausbruch in Pflegeheim mit – 19 Bewohner tot+++

In Markt Schwaben (Landkreis Ebersberg) herrscht nach einem verheerenden Corona-Ausbruch in einer AWO-Einrichtung große Trauer. Laut Medien-Berichten sind in der Einrichtung in der Trappentreustraße insgesamt 19 Bewohner an dem Coronavirus verstorben. Die Einrichtung ist geschlossen worden, nachdem laut Gesundheitsamt insgesamt 63 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Fast ein Drittel der infizierten Bewohner ist seitdem gestorben, berichtet u.a. „merkur.de“.

19 Corona-Tote in Bayern nach heftigem Ausbruch in AWO-Einrichtung

Von den insgesamt 19 Toten sind 16 noch vor Ort im Pflegeheim gestorben. Drei weitere wurden in einer Klinik behandelt und verstarben dort in Folge der COVID-19-Infektion. Warum nicht alle Patienten in die Klinik eingewiesen wurden, erklärt das Landratsamt folgendermaßen: „Der Arzt entscheidet über die Einweisung in die Klinik.“

Dr. Peter Kreissl, Direktor der örtlichen Kreisklinik, erklärte in diesem Zusammenhang gegenüber „merkur.de“: „Wir führen keine Triage durch.“ Man müsse die Verlegung auf die Intensivstation immer in Absprache mit den Ärzten abwägen. Einige Patienten haben zudem oft den Wunsch, wenn die gesundheitliche Lage aufgrund des allgemeinen Zustands des Patienten aussichtslos sei, würdevoll zu sterben ohne intensivmedizinische Maßnahmen.

Das Gesundheitsamt sucht derweil nach einer Erklärung für den verheerenden Ausbruch. Eine Sprecherin des Landratsamts erklärte, dass ein begünstigter Faktor sein könne, dass in der Einrichtung viele Demenzkranke wohnen, die aufgrund der Krankheit die Hygienemaßnahmen nicht in Gänze beachten können. Es wurden bisher keine weiteren Defizite vom bayerischen Landratsamt festgestellt.

+++Corona-Zahlen am 28. Januar: RKI-Meldung verzögert sich+++

Das Robert Koch-Institut meldet am Donnerstagmorgen noch keine aktuellen Fallzahlen. Die Übermittlung verzögere sich, so heißt es. 

+++Baden-Württemberg: Geplante Schulöffnung wegen Corona-Ausbruch verschoben+++

Ursprünglich sollten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz verkünden, wie und in welcher Form der Präsenz-Unterricht in Baden-Württemberg ab Montag wieder aufgenommen werden soll. Doch daraus wurde nichts.

In einem Statement der Regierung des Landes heißt es: „Das Presse-Statement entfällt!“ Grund dafür sei das Auftreten einer mutierten Virus-Variante in einer Freiburger Kindertagesstätte. Zwei bestätigte Fälle seien bereits nachgewiesen. Zudem wurden 21 weitere Infektionen festgestellt, die jetzt untersucht werden müssen.

Schulöffnung in Baden-Württemberg vertagt: Das sagt die Regierung

Die Entscheidung über eine frühere Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits angekündigt hatte, müsse daher verschoben werden. „Ministerpräsident Kretschmann macht auch in diesem Fall die Entscheidung über eine mögliche Öffnung vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig“, geht aus dem Pressestatement der Regierung hervor.

Kita-Notbetreuung: Jedes dritte Kind wird nicht zu Hause betreut

Obwohl Schulen und auch Kindertagesstätten offiziell im Lockdown geschlossen sind, befindet sich laut aktueller Datenlage dennoch jedes dritte Kind in einer Kita-Notbetreuung. Ein Ausbruch, wie er aktuell in Freiburg aufgetreten ist, ist also trotz harter Lockdown-Beschränkungen dennoch möglich. Laut Forschungserkenntnissen hat die neue Virus-Variante, wie sie nun auch in Freiburg grassiert, zudem eine besondere Auswirkung auf Kinder.

+++27.01. Bayreuth und Steinfurt: Verdacht auf B.1.1.7+++

Seit Tagen versucht das Berliner Humboldt Klinikum, einen besonders heftigen Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen: Im Haus war die britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden, die als wesentlich ansteckender als der Originalstamm gilt. 20 bestätigte Fälle und Quarantäne für 1.700 Mitarbeiter*Innen wurden zu Wochenbeginn bestätigt. 

Berlin ist kein Einzelfall. Aktuell werden Verdachtsfälle aus Kliniken in Bayreuth (Bayern) und Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) gemeldet.