Nie wieder Harnwegsinfekt

Carolin Banser
Cranberries gegen Harnwegsinfekt
Cranberries sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen, die Harnwegsinfekten vorbeugen und nachhaltig das Risiko eines „Rückfalls“ minimieren © alamy

Fast jede Frau kennt das Brennen, mit dem sich ein Harnwegsinfekt ankündigt. Eine neue Studie zeigt, wie Sie den Beschwerden effektiv vorbeugen können und warum besonders Schwangere davon profitieren.

Etwa jede zweite Frau plagt sich im Laufe ihres Lebens einmal mit einer Blasenentzündung herum. Bei rund zehn Prozent tritt die Krankheit sogar dreimal oder öfter im Jahr auf. Häufig reicht eine kurze Unterkühlung, z. B. wenn Sie auf einer kalten Bank gesessen haben, und schon zeigen sich die typischen Symptome: ständiger Druck auf der Blase, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen.

Wer erkrankt, bekommt meistens Antibiotika verschrieben. Aber immer öfter raten Ärzte zu Cranberries, denn gerade bei Harnwegsinfekten entfalten sie ihre antibakterielle, harntreibende und krampflösende Wirkung. Getrocknet, als Saft oder Extrakt in Kapselform sind sie nicht nur Vitalstoffbomben, sondern auch wahre Wunderwaffen gegen Bakterien: 100 Gramm der Früchte enthalten bis zu 40 Milligramm Vitamin C, Vitamin B 2, Natrium und Phosphor. Zudem sind sie reich an Kalium und liefern wertvolle Zellschutzstoffe.

Blasenentzündung mit Cranberries vorbeugen

Eine aktuelle Studie beweist: Ein Cranberry-Extrakt kann sogar nachhaltig das Risiko eines wiederkehrenden Harnweginfektes minimieren. Die „Rückfall“-Rate konnte laut einer Studie nach 12-wöchiger Einnahme des Cranberry-Extrakts auf 33 Prozent gesenkt werden. Die Proanthocyanide der roten Beeren verhindern, dass sich Bakterien an den Zellwänden von Blase und Nieren ansiedeln und dort Entzündungen verursachen. Die Folge: Keime können sich nicht mehr in der Schleimhaut einnisten und werden über den Urin ausgeschieden.

Blasenentzündung in der Schwangerschaft? Cranberries schützen!

In der Schwangerschaft steigt das Risiko, sich eine Blasenentzündung einzufangen, deutlich an. Grund ist der veränderte Hormonhaushalt. Er sorgt dafür, dass sich die Harnwege weiten. Keime haben es dann leichter, in die Harnröhre einzudringen. Unbehandelt gefährdet die Infektion das Ungeborene: Eine Früh- oder Fehlgeburt kann die Folge sein. Gynäkologen untersuchen daher auch den Urin der Schwangeren auf Keime. Falls eine Infektion vorliegt, verschreiben die Ärzte sicherheitshalber Antibiotika, um Komplikationen für Mutter und Kind abzuwenden. Viele Frauen sind skeptisch, wenn sie Antibiotika in der Schwangerschaft von ihrem Arzt verschrieben bekommen – aus Angst davor, dass mögliche Nebenwirkungen der Medikamente ihrem Baby schaden. Werdende Mütter können daher von der vorbeugenden Wirkung der Cranberry profitieren: Schon zwei Gläser Cranberrysaft (am besten als Schorle getrunken, dann schmeckt er nicht so bitter) am Tag schützen die Blase.

 

Hamburg, 7. Oktober 2016

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