Nicht ohne Reiseapotheke

Eine Reiseapotheke ist wichtig auf Reisen
Eine Reiseapotheke ist wichtig, um seine Medikamente schnell griffbereit vor Ort zu haben © Fotolia

Endlich Ferien! Doch denken Sie daran: Auch in den schönsten Wochen des Jahres kann man mal krank werden. Welche Impfungen nötig sein könnten und welche Medikamente Sie einpacken sollten – hier finden Sie praktische Tipps.

Rund vier Wochen vor dem Start in die Ferien sollten Sie die gängigen Impfungen auffrischen lassen. Das gilt vor allem für Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie und Kinderlähmung (Poliomyelitis). Je nach Reiseziel kommen noch weitere wichtige Impfungen hinzu. Wer beispielsweise einen Wanderurlaub plant, sollte sich gegen Frühsommermeningitis (wird durch Zecken übertragen) impfen lassen. Für südeuropäische Ziele wird zudem eine Hepatitis A-Impfung empfohlen. Viren, die diese Leberentzündung auslösen, finden sich beispielsweise auf Muscheln, im Salat oder in verunreinigtem Trinkwasser. Tollwut wird durch wilde Hunde in Rumänien übertragen, Typhus ist in der Türkei weit verbreitet, und in Teilen Osteuropas gibt es Cholera-Gebiete. Für Fernreisen kommen meist noch Hepatitis-B-, Gelbfieber-Impfschutz und Malariaprophylaxe hinzu.

 

Auf Flügen Attest nicht vergessen

Selbstverständlich sollten Sie alle Mittel, die Sie regelmäßig zu Hause einnehmen müssen, wie Blutdrucksenker, Diabetes-Präparate oder Rheumamittel, in ausreichender Menge mitnehmen. Am besten packen Sie diese teilweise auch ins Handgepäck, damit Sie im Falle eines verlorenen Koffers noch Vorräte haben. Wer chronisch krank ist, sollte den Nachweis dafür (z. B. Schrittmacher-Pass) am Körper tragen. Wer auf flüssige Medikamente oder Sprays angewiesen ist, sollte bei Flugreisen eine Bescheinigung vom Arzt mitführen.

 

Auch Blasenpflaster nicht vergessen

Die meisten Urlauber werden von Durchfallerkrankungen geplagt. Ungewohnte Speisen, heißes Klima und der Stress der Reise selbst führen dazu, dass das Immunsystem die oft dem Körper unbekannten Erreger nicht abwehren kann. Ein echter Durchfallstopper ist der Wirkstoff Loperamid. Dieser darf aber nur kurz eingenommen werden, weil die durchfallauslösenden Bakterien im Darm bleiben. Sanftere Hilfe bietet Trockenhefe-Extrakt, mit dem diese Bakterien vernichtet werden.

Wer Bus- oder Schiffsreisen plant, sollte sich zudem mit Mitteln gegen Reiseübelkeit eindecken (in der Apotheke). Auch ein Medikament gegen Kopf- oder Rückenschmerzen darf nicht fehlen. Hier gibt es auch Präparate, die man sogar ohne Wasser einnehmen kann. Wenn Sie auf Reisen wegen der veränderten Umgebung mit Verstopfung zu kämpfen haben, eignen sich sogenannte Laxane ( aus der Apotheke). Für ruhigen Schlaf auch bei dünnen Zimmerwänden sorgen Baldrianpräparate. Viele Frauen leiden gerade im Sommerurlaub an Vaginalpilz. Hier gibt es unkomplizierte Präparate, die schnell helfen (fragen Sie in der Apotheke danach). Wanderurlauber sollten vorsichtshalber Verbandszeug und ausreichend Blasenpflaster im Tagesgepäck mit sich führen. So sind sie bei Verletzungen, Prellungen und schmerzenden Füßen bestens ausgerüstet.

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