Nicht Corona: Vor dieser Krankheit haben die Deutschen am meisten Angst

Verena Elson Medizinredakteurin

Erstaunliche Studienergebnisse: Laut einer Umfrage fürchten sich die Deutschen am meisten vor einer bestimmten Krankheit - und es ist nicht Corona. Die Ergebnisse einer brandneuen Umfrage.

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COVID-19 hat unser Leben fest im Griff: Die Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestimmen unseren Alltag in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Dennoch ist Corona nicht die Krankheit, vor der sich die Deutschen am meisten fürchten, wie eine DAK-Umfrage ergibt.

 

Vor dieser Krankheit ist die Angst am größten

Auf dem ersten Platz befindet sich eine ganz andere Krankheit: Krebs. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Demnach liegt Krebs mit 72 Prozent vor Alzheimer/Demenz und Unfällen mit schweren Verletzungen, vor denen sich jeweils 55 Prozent der Bundesbürger fürchten.

 

Frauen haben mehr Angst vor Krankheiten als Männer

51 Prozent der Deutschen haben Angst vor einem Schlaganfall, 47 Prozent fürchten sich vor einem Herzinfarkt und 45 Prozent fürchten eine schwere Augenerkrankung bis hin zur Erblindung. Jeder dritte Befragte (33 Prozent) sorgt sich, an einem psychischen Leiden zu erkranken, 20 Prozent fürchten eine Diabeteserkrankung und immerhin zwölf Prozent haben Angst vor Geschlechtskrankheiten.

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Die Angst vor einer Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt mit zunehmendem Alter an. Interessant ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Mit Ausnahme des Herzinfarkts fürchten sich Frauen vor allen Krankheiten tendenziell mehr als Männer.

 

Neu in Zeiten der Corona-Pandemie: Angst vor Lungenerkrankungen

Die DAK lässt die Umfrage zur Angst der Deutschen vor Krankheiten bereits seit zehn Jahren vom Forsa-Institut durchführen. Krebs belegte bei den Deutschen auch in den vergangenen Jahren Platz eins der meistgefürchteten Krankheiten. Eine neue Entwicklung ist dagegen die wachsende Furcht vor einer schweren Lungenerkrankung, vermutlich vor dem Hintergrund der Coronakrise. So sorgten sich 2019 noch 21 Prozent der Bundesbürger, an einem schweren Lungenleiden zu erkranken, in diesem Jahr ist es fast jeder Dritte (32 Prozent).

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Fast jeder Zehnte missachtet Corona-Schutzmaßnahmen

Covid-19 folgt erst an siebter Stelle der Krankheiten, vor denen die Deutschen am meisten Angst haben. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) gibt an, sich vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu fürchten; bei den Deutschen ab 60 Jahren ist es fast jeder Zweite (47 Prozent).

Besonders auffällig: Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Bildungshintergrund und der Angst vor Corona. So fürchtet sich laut der Umfrage mehr als jeder Zweite mit Hauptschulabschluss vor dem Coronavirus, aber nur gut jeder Dritte mit Abitur. Weitere Unterschiede bei der Angst vor COVID-19 gibt es zwischen den Geschlechtern (41 Prozent der Frauen vs. 32 Prozent der Männer) und den Regionen in Deutschland (33 Prozent in Norddeutschland vs. 41 Prozent in NRW).

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Ein alarmierendes Ergebnis der Umfrage: Fast jeder zehnte Befragte (acht Prozent) hält sich nach eigener Aussage nicht an die Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Mehr Nichtraucher in Deutschland

Ein positiver Trend in Pandemiezeiten: Während in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 67 Prozent der Deutschen Nichtraucher waren, sind es in diesem Jahr 74 Prozent. Mit 89 Prozent bewertet außerdem eine große Mehrheit der Deutschen ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut. In puncto Vorsorge sind Frauen deutlich aktiver als Männer – während 73 Prozent der deutschen Frauen regelmäßig Krebsvorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, sind es bei den Männern nur 47 Prozent.

Quelle:

Jeder dritte Deutsche hat Angst vor COVID-19, in: dak.de

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