Neues Pflegegesetz: Mehr Geld, mehr Hilfe für Demenzkranke und Angehörige

Redaktion PraxisVITA
Demenz-Kranker mit Pfleger
Wer demenzkranke Angehörige zu Hause pflegt, bekommt jetzt mehr Unterstützung vom Staat © Fotolia

Endlich mal eine gute Nachricht: Ein neues Gesetz unterstützt uns, wenn wir Pflege brauchen oder einen demenzkranken Angehörigen betreuen. 8 Dinge, die uns ab sofort helfen!



 

Neue Pflegestufe 0: Geld für Demenzkranke


Erstmals erhalten Demenzkranke Pflegegeld.

Wer als Demenzkranker zu Hause umsorgt wird, hat Anspruch auf 120 Euro monatlich. Muss ein Betreuungsdienst kommen, fließen 225 Euro. Auch in anderen Bereichen werden psychisch Kranke körperlich Beeinträchtigten gleichgestellt: Fortan stehen auch ihnen 2557 Euro zur Verfügung, um die Wohnung barrierefrei umzubauen. Fährt der Versorger in den Urlaub, werden 1550 Euro für maximal 28 Tage Verhinderungspflege pro Jahr gezahlt.



 

Mehr Geld für die Pflegestufen I und II


Wer demenzkranke Angehörige zu Hause pflegt, hat seit Januar Anspruch auf mehr finanzielle Unterstützung.

Änderungen beim Pflegegeld:
In der Pflegestufe I steigt der Betrag um 70 Euro, in II um 85 Euro. Das Pflegegeld bleibt in Stufe III gleich.


Änderungen bei Sachleistungen: Wer zum Beispiel einen Pflegedienst beansprucht, bekommt auch mehr Geld. Das bedeutet: 215 Euro mehr in der Pflegestufe I und 150 Euro in der II. In der Stufe III gibt es keine Veränderung.



Die Einstufung der Hilfsbedürftigen überlassen wir nicht dem Zufall! Wer mindestens für eine Woche ein Pflegetagebuch führt, kann nachweisen, wie hoch der Aufwand ist.



                                                                                                                                             

 

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curablu
© curablu

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Recht auf eine zeitnahe Beratung und Transparenz

 für Demenzkranke

Niemand wird mit der Situation allein gelassen. Sobald wir Pflegeleistungen beantragen, MUSS die Pflegekasse innerhalb von zwei Wochen einen Beratungstermin nennen. Informiert sie nicht binnen fünf Wochen über die festgestellte Pflegestufe, muss sie pro überzogener Woche 70 Euro zahlen. Sollte sie einen unabhängigen Gutachter beauftragen, haben wir das Recht, zwischen drei Vorschlägen zu wählen. Auf Wunsch wird das Gutachten später zugeschickt.



 

Wahlrecht in der ambulanten Pflege


Angehörige dürfen jetzt entscheiden, ob der Pflegedienst die bisherigen Leistungen weiterführt (z. B. die Morgentoilette mit Waschen, Kämmen und Zähneputzen) oder ob er eine bestimmte Zeit pro Tag für individuell vereinbarte Maßnahmen zur Verfügung stehen soll (z. B. Spaziergang).



 

Situation der Angehörigen verbessert sich



Wer Angehörige pflegt, wird von der Krankenversicherung stärker berücksichtigt, wenn es um Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen geht. Alle, die mindestens 14 Stunden wöchentlich zu Hause pflegen, sind außerdem rentenrechtlich abgesichert


 

Wohngemeinschaften für Demenzkranke werden unterstützt



Wer sich für das Leben in einer betreuten Wohngemeinschaft entscheidet, erhält in den Pflegestufen I bis III 200 Euro im Monat mehr, sobald sich mindestens drei Bewohner finden. Als kleine Starthilfe werden jedem Bewohner 2500 Euro gewährt, maximal 10 000 Euro pro WG.



 

Mehr Geld für Ärzte und Betreuer



Die Pflegekassen haben Geld bereitgestellt, um die Situation in den Heimen zu verbessern. Aus diesem Topf sollen mehr Ärzte und zusätzliche Betreuer in der Pflege sowie Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Helfer gezahlt werden.



 

 Bessere Betreuung in den Pflegeheimen



Verbindliche Service-Grundsätze für die Pflegekassen und den medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) tragen zusätzlich dazu bei, dass das Personal angemessen mit den Bedürftigen umgeht.

Im Video erfahren Soe außerdem, wie die Körperpflege von Senioren am besten vorbereitet wird:

 
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