Neues HIV-Medikament: Freigabe für Tests am Menschen

Eine neue Therapieform bei HIV wurde für Tests am Menschen freigegeben – Praxisvita erklärt, wie das neue Verfahren funktioniert.

Einige Menschen sind von Natur aus immun gegen das HI-Virus – das liegt an einer speziellen Mutation ihrer Immunzellen, die es dem Virus unmöglich macht, an ihnen zu haften und sich so im Körper auszubreiten. Dieses Phänomen haben sich US-amerikanische Forscher jetzt zunutze gemacht.

 

Künstliche Immunität gegen HIV

In ersten Versuchen entnahmen die Wissenschaftlern HIV-Patienten Stammzellen – Zellen, die in der Lage sind, sich zu verschiedenen Zellformen zu entwickeln – und stellten daraus Abwehrzellen her, die genauso mutiert waren, wie die von HIV-immunen Personen.

Anschließend führten sie die Zellen in den Körper des Probanden zurück, wo sich daraufhin viele weitere Immunzellen mit derselben Mutation bildeten. Das Ziel des Verfahrens: Das Virus kann sich im Körper nicht vermehren und bleibt darum ungefährlich.

Die Methode wurde bisher an zwölf Patienten getestet, die sie alle gut vertrugen. Wegen der geringen Probandenzahl lassen sich jedoch noch keine Schlüsse über ihre Wirksamkeit ziehen. Das Verfahren wurde nun von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für eine größer angelegte Studie freigegeben.

Hamburg, 12. März 2015

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