Neues Corona-Medikament zum Lutschen? Dieses Mittel zeigt Wirkung

Ines Fedder Medizinredakteurin

Mediziner weltweit suchen immer noch ein geeignetes Mittel gegen Corona. Leipziger Forschern ist nun ein Durchbruch bei einer möglichen Corona-Behandlung gelungen. Und das Mittel basiert sogar rein auf Pflanzenkraft!

Ein neues Medikament, welches möglicherweise gegen das Coronavirus helfen kann, könnte vielleicht zukünftig von deutschen Wissenschaftlern entwickelt werden. Wie Medien berichten, ist es Leipziger Forschern erstmals gelungen, Coronaviren effizient mit einem pflanzlichen Mittel zu stoppen.

Wie es zu dieser möglicherweise bahnbrechenden Entdeckung kam? Das Leipziger Frauenhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie wurde vom niedersächsischen Lutschbonbon-Hersteller Dr. Pandalis beauftragt, die Wirkung von Zistrose, einer alten Heilpflanze, auf die Zellkulturen von SARS-CoV-2 zu testen. Der Auftraggeber beliefert sowohl Drogerien als auch Apotheken mit Lutschbonbons mit diesem Inhaltsstoff.

Heilpflanzen Die Zistrose - natürliche Hilfe für das Immunsystem

 

Corona-Medikament auf pflanzlicher Basis: Leipziger Institut vermeldet Erfolg

Und die Wirkung von Cistus scheint nicht ganz unwesentlich zu sein. Bei den folgenden Laborversuchen stellte man fest, dass Cistus tatsächlich die Vermehrung der Sars-CoV-2-Viren in den Zellkulturen hemmt. „In unseren Hochsicherheitslabor haben wir überprüft, ob das Extrakt die Vermehrung der Viren in der Zellkultur beeinflusst. Dabei konnten wir beobachten, dass die Vermehrung deutlich vermindert wurde“, erklärt Sebastian Ulbert, Virologe und Leiter der Abteilung der Immunologie am Frauenhofer-Institut, gegenüber den Medien.  

Das einzige Problem bei der Sache: Bisher wurden die Laborversuche nur im Reagenzglas durchgeführt. Das heißt also, dass es nicht sicher ist, ob Cistus auch eine „medizinische Wirksamkeit im Menschen“ habe, so Virologe Sebastian Ulbert. Dies müsse nun noch untersucht werden.

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Welche Corona-Medikamente gibt es bisher?

Bereits in der Vergangenheit wurde bei Cistus eine virenhemmende Wirkung nachgewiesen – u.a. auch bei Erregern der Vogel- oder Schweinegrippe. Auch im Zusammenhang mit Covid-19 wurde versucht, eine hemmende Wirkung nachzuweisen, bis jetzt fehlten allerdings handfeste Ergebnisse.

Weitere Hoffnungen auf ein wirksames Corona-Medikament liefern amerikanische Forscher, die mit Molnupiravir ein Arzneimittel ins Spiel brachten, welches eine Virus-Übertragung innerhalb von nur 24 Stunden verhindern soll. Dies wurde jedoch vorerst nur an Frettchen getestet. Auch hier gibt es keine Forschungsergebnisse im Bezug auf den menschlichen Organismus. 

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Und auch britische Forscher sind auf ihrer Suche nach einem Corona-Medikament nicht ergebnislos geblieben. So haben Forscher des Pharmaunternehmens AstraZeneca eine Antikörper-Kombination entwickelt, welche einen Sofort-Schutz nach der Injektion bieten soll. Das Medikament wird seit Anfang Dezember bereits am Menschen getestet.

Es bleibt abzuwarten, was die Forschungsergebnisse in den kommenden Monaten noch liefern. Mit einem Corona-Medikament auf Cistus-Basis jedenfalls wäre nun möglicherweise ein weiterer, wirkungsvoller Weg gefunden, das gefährliche Coronavirus weltweit einzudämmen.

Quelle:

Kann ein Lutschbonbon Corona stoppen?, in: rtl.de

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