Neues Bewertungssystem: So erkennen Sie gute Pflegeheime

Redaktion PraxisVITA
Patientin im Pflegeheim
Wichtig ist, dass sich das Pflegepersonal für den einzelnen Patienten Zeit nehmen kann – achten Sie deshalb bei der Auswahl des Pflegeheims darauf, ob es gut besetzt ist © Shutterstock

Wohin mit den Eltern, wenn sie nicht mehr alleine zurechtkommen? Fast alle Heime benotet der Pflege-TÜV mit Eins. Das heißt aber nur: Sie erfüllen die Mindeststandards. Daher gelten seit Jahresbeginn neue Regeln.

Die Bewertung von rund 12.000 Heimen war bisher wenig aussagekräftig. Denn quasi alle hatten eine Eins vor dem Komma. Wer schlechte Noten bei der Behandlung von Druckgeschwüren hatte, konnte die mit lustigen Festen ausgleichen.

 

Neues Bewertungssystem für Pflegeheime

Seit Jahresbeginn gilt ein neues Bewertungssystem. Unwichtige Punkte wie Feste wurden weggelassen. Doch Kritiker bemängeln, dass schlechte Noten in Kernbereichen wie Wundliegen immer noch nicht zu einer Abwertung führen. Aber woran orientiert man sich, wenn man auf der Suche nach einem guten Pflegeheim ist? Unsere Experten Benedikt Zacher und die gerontopsychiatrische Fachkraft Nicole Göritz von pflege.de wissen, wie das gelingt.

                                                                                                                                             

 

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Toller Service für alle pflegenden Angehörigen: Sie können sich die wichtigsten Utensilien – von Einmalhandschuhen über Desinfektionsspray – kostenlos nach Hause bestellen. Denn ab Pflegegrad 1 haben sie einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro monatlich.

curablu
© curablu

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Persönlicher Eindruck

Das wichtigste ist, dass Sie sich ein Pflegeheim persönlich anschauen und sich dabei auf Ihre Wahrnehmung verlassen. Wie riecht es dort? Angenehm oder vielleicht sogar nach Urin? Ist es sauber? Wie ist der Umgangston zwischen den Pflegern, und wie sprechen sie mit den Bewohnern?

 

Gut sind unangemeldete Besuche

Nur so gewinnen Sie einen unverfälschten Eindruck. Am besten gehen Sie mehrmals hin. Am Nachmittag ist die Personaldichte am schwächsten – da sehen Sie, wie gut die Bewohner dann betreut sind. Auch zum Mittagessen ist eine gute Besuchszeit. Beobachten Sie: Gibt es genug Helfer, die die Bewohner beim Essen unterstützen? Oder ist die Situation hektisch, weil sich zwei Betreuer um 30 Leute kümmern müssen?

 

Wichtig sind Bezugspflegekräfte

Optimal ist, wenn die Bewohner Bezugspflegekräfte haben. Erkennbar ist das oft an Tafeln im Wohnbereich. Darauf sind die Namen der Senioren vermerkt mit einem Bild der Bezugsperson. Sie können aber auch die Mitarbeiter danach fragen.

 

Tägliche Freizeitangebote

Die sollte man von einem guten Pflegeheim erwarten. Das können Literaturvorträge sein, gemeinsames Kochen, Gedächtnistraining oder Gymnastik.

 

Sprechen Sie andere Angehörige an

Was sagen die über das Heim? Auch Gespräche mit den Bewohnern selbst sind oft erhellend.

 

Und was sagt der Heimbeirat?

Der besteht aus Bewohnern und Angehörigen. Rufen Sie doch dort an und informieren sich. Der Beirat ist über die Situation im Heim gut im Bilde.

 

Stellen Sie der Leitung Fragen

Arbeitet das Pflegeheim mit Therapie-Tieren? Können die Bewohner ihre eigenen Möbel oder Haustiere mitnehmen? Wenn ja, ist das ein gutes Zeichen. Und wie sieht der Personalschlüssel aus? Mindestens die Hälfte sollte aus examinierten Fachkräften bestehen. Besser wäre auch, wenn das Heim mit wenig Leasingkräften, dafür mit viel Stammpersonal arbeitet.

Im Video erfahren Sie außerdem alles über das neue Pflegegesetz:

 
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