Neues aus der Allergie-Forschung

Redaktion PraxisVITA
Allergiker sollten abends Haare waschen
In der Pollenzeit sollten Sie Ihre Haare abends waschen. Denn: In den Haaren haften Pollen ganz besonders hartnäckig © Fotolia

Weil so viele Menschen von Allergien betroffen sind, forscht die Wissenschaft unter Hochdruck. Denn je mehr wir über unsere lästigen Allergien wissen, desto größer sind die Chancen, ihnen Lebewohl zu sagen. Was bringen die neuen Erkenntnisse aus der Allergie-Forschung? PraxisVITA deckt auf.

 

Haarewaschen senkt die Belastung

Hätten Sie gedacht, dass Sie selbst einer der größten Pollenträger sind? Schuld sind unsere Haare. An ihnen haften jede Menge Pollen, die wir dann unbemerkt ins Haus schleppen. Deshalb raten Experten dringend, in der Pollenzeit abends die Haare zu waschen. Was jetzt in der Allergie-Forschung heraus kam: Auch das Fell von Hunden und Katzen ist ein großer Pollenfänger.

 

Babys schon früh an Erdnüsse gewöhnen?

Eigentlich wird Eltern geraten, Kinder fern von der allergenen Knabberei zu halten. Doch eine britische Studie stellt das jetzt in Frage: Sie legt den Schluss nahe, dass eine möglichst frühe Gewöhnung das Risiko einer Erdnussallergie sogar senken kann. Solange die Wissenschaft darüber aber noch diskutiert, lieber keine Experimente machen.

Hund und Katze
Was jetzt in der Allergie-Forschung heraus kam: Auch das Fell von Hunden und Katzen ist ein großer Pollenfänger© istock
 

Impfung über die Lymphknoten im Test

Züricher Allergie-Forscher haben eine neue Behandlungsmethode getestet. Wie bei der klassischen Hyposensibilisierung wurden allergieauslösende Substanzen gespritzt. Jedoch nicht in die Haut, sondern in die Lymphknoten. Klingt heftig, soll aber nicht weh tun. Nach zwei Monaten mit acht Spritzen ist die Behandlung abgeschlossen.

 

Allergien mindern die Leistungsfähigkeit

Kinder, die unter Allergien leiden, schneiden in der Schule häufig schlechter ab als allergiefreie Mitschüler. Das Lernvermögen wird laut britischer Untersuchungen während der Pollenflugzeit um 30 Prozent vermindert. Auch bei Erwachsenen schlägt Heuschnupfen mit Schlafstörungen, Konzentrationsmangel und Ausfalltagen im Job zu Buche.

 

Hautpflege hält Pollen ab

Eine Sensation für alle Heuschnupfen-Geplagten: Die Allergie-Forschung hat ergeben, dass Pollen auch über die Haut in den Körper gelangen. Um die Allergenbelastung zu senken, ist es daher wichtig, Körper und Gesicht einzucremen. Am besten morgens und abends. Bei bestimmten Cremes und Lotionen ist der allergensenkende Effekt nun auch nachgewiesen.

Forscher fanden heraus: Eincremen senkt die Allergenbelastung
Die Allergie-Forschung hat ergeben: Eincremen senkt die Allergenbelastung© Fotolia
 

Pollenbelastung ist am Abend geringer

Pflanzen sind Frühaufsteher. Die höchste Pollenkonzentration wird von den Mess-Stationen in der Regel zwischen vier und sechs Uhr morgens verzeichnet. Deshalb sollten Sie die Fenster eher nachmittags oder abends aufmachen. Allerdings: In größeren Städten ist auch abends noch recht viel Blütenstaub unterwegs.

 

Heuschnupfen und Migräne – es gibt Zusammenhänge

In einer US-Allergie-Forschung wurde festgestellt, dass unter 300 Befragten 34 Prozent sowohl unter Heuschnupfen als auch unter Migräne litten. Das ist eine hohe Übereinstimmung, die Experten hellhörig macht. Die Forscher überlegen nun, ob der bei Allergikern freigesetzte Entzündungsstoff Histamin vielleicht Migräne auslösen kann.

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