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Neuer Gesundheitspodcast: Wundheilung – Hilfe, es hört nicht auf zu bluten!

Ines Fedder Medizinredakteurin

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon hat man sich beim Kochen in den Finger geschnitten. Im Vergleich zu den Fällen, die Chefarzt Professor Dr. Edgar Dippel, Direktor der Hautklinik in Ludwigshafen, behandelt, ist so eine kleine Schnittwunde allerdings noch relativ harmlos. In der aktuellen Podcast-Folge VITATALK zum Thema „Die perfekte Wundheilung“ hat uns der Experte einen kleinen Einblick in die Welt der Wundheilung gegeben.

Frau zeigt verbundene Schnittwunde am Finger
Neuer Podcast zum Thema: Die perfekte Wundheilung Foto:  Fertnig/iStock
Inhalt
  1. Feuchte oder trockene Wundheilung? So sind Sie ideal versorgt
  2. Die Wunde schließt nicht: Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
  3. VITATALK-Interview: Die perfekte Wundheilung

„Rucke die guh, Rucke die guh, Blut ist im Schuh …“ Hätten die Geschwister von Aschenputtel gewusst, dass sich ein Schnitt in die Ferse zu einer gefährlichen Entzündung entwickeln kann, hätten sie es wahrscheinlich gelassen. Selbst ein Prinz ist es nicht wert, dass man durch eine Blutvergiftung oder eine anderen Infektion sein Leben aufs Spiel setzt. Was viele unterschätzen: Rund zwei Milliarden Hautzellen schützen unseren Körper vor Krankheitserregern. Ist die Haut, unser größtes Sinnesorgan, verletzt, besteht eine hohe Infektionsgefahr.
Und wenn die natürlichen Reparatur- und Abwehrmechanismen des Körpers nicht adäquat reagieren können, ist die Expertise eines Fachmannes gefragt. Prof. Dr. Edgar Dippel, Chefarzt der Hautklinik in Ludwigshafen ist spezialisiert auf das Wundmanagement. Er erklärt: Es gibt verschiedene Phasen der Wundheilung.

Phase 1: Die Reinigung der Wunde – Die Wunde zieht sich zusammen, die Zellen vermehren sich und bilden wieder neue Gefäße.
Phase 2: Die Epithelisierung ­­– Die Oberschicht der Haut schließt sich und die Haut ist wieder intakt.

 

Feuchte oder trockene Wundheilung? So sind Sie ideal versorgt

Schön und gut, aber wenn die Wunde einmal blutet, ist schnelles Handeln gefragt. Nach der Reinigung greifen viele zum handelsüblichen Pflaster. Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung rät bei größeren Wunden allerdings zur feuchten Wundheilung. Aber was ist das genau? „Wenn die Wunde von Anfang eingetrocknet ist, fehlt es ihr natürlich an Vitalität“, erklärt Dr. Edgar Dippel.  „Wir brauchen aber eine vitale Wunde, damit die Zellen sich erneuern können und nicht eintrocknen. Nach der Reinigung soll daher eine Wunde auch etwas feucht gehalten werden.“

Kind weint
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Die Wunde schließt nicht: Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Eine oberflächliche Schürfwunde oder ein kleiner Schnitt heilen meist gut ab. Geht die Wunde allerdings mit Schmerzen einher, empfiehlt Dr. Edgar Dippel: Dringend einen Arzt aufsuchen. „Schmerzen, Rötungen und Schwellungen sind klare Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Eine erhebliche Schwellung sollte vom Arzt behandelt werden.“ Ist eine Wunde chronisch entzündet und schließt sie sich auch nach mehreren Wochen nicht, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Sehr selten angewandt, aber eine vielversprechende Methode, ist die sogenannte Gewebezüchtung.

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VITATALK-Interview: Die perfekte Wundheilung

Was es damit auf sich hat, warum ein Spraypflaster nicht immer die erste Wahl sein sollte und wie eigentlich Narben entstehen, wenn eine Wunde schon längst verheilt ist – weitere spannende Infos erfahren Sie hier in einer neuen Folge VITATALK – der Gesundheitspodcast mit Antje Radünz und Prof. Dr. Edgar Dippel.

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Prof. Dr. Edgar Dippel, Chefarzt der Hautklinik in Ludwigshafen: https://www.klilu.de

 

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