Neue Therapie: Mit Ultraschall gegen Alzheimer

Die Hand einer Pflegerin hält die eines alten Mannes
Australische Forscher haben eine neue Behandlungsmethode für Alzheimer entwickelt © Fotolia

Mit einer neuen Therapieform sind australische Forscher im Kampf gegen Alzheimer einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Erfahren Sie hier, wie das neue Verfahren funktioniert.

1,2 Millionen Deutsche leiden Expertenschätzungen zufolge an Alzheimer. Mit der zunehmenden Lebenserwartung steigen auch die Krankheitszahlen – darum sind Forscher weltweit bemüht, neue Therapieverfahren gegen die Erkrankung zu finden.

So auch die Wissenschaftler des Queensland Brain Institutes in Australien. In ihrer aktuellen Studie testeten sie eine neue Waffe im Kampf gegen Alzheimer: Ultraschall.

 

Eiweiß-Ablagerungen mit Ultraschall entfernen

Die exakte Entstehungsweise von Alzheimer ist noch nicht geklärt. Wissenschaftler vermuten aber, dass Eiweiß-Ablagerungen (sogenannte Plaques) im Gehirn dabei eine Rolle spielen, die verklumpen und die Verbindungswege zwischen den Synapsen versperren – so können Nervenzellen nicht mehr untereinander kommunizieren und es kommt zu Gedächtnisstörungen.

In ihren Versuchen behandelten die australischen Forscher die Gehirne von alzheimerkranken Mäusen mit Ultraschallwellen. So gelang es ihnen, bei 75 Prozent der Mäuse die Eiweiß-Ablagerungen zu entfernen. Die Folge: In Gedächtnistests schnitten die mit Ultraschall behandelten Mäuse deutlich besser ab als die Mäuse einer unbehandelten Kontrollgruppe – ihre Gedächtnisleistung war sogar vergleichbar mit der von gesunden Mäusen.

Hamburg, 13. März 2015

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