Neue Krebs-Therapie in Marburg eingeführt

Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT)
Das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT): Hier werden Krebspatienten ab sofort mit der sogenannten Partikeltherapie behandelt © Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT)

Mit der sogenannten Partikeltherapie lassen sich tiefsitzende Tumoren gezielt bekämpfen. Bisher gab es diese Behandlungsmöglichkeit nur in Heidelberg. Eine neue Anlage wurde jetzt in Marburg eröffnet.

Das neue Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) hat seinen Patientenbetrieb aufgenommen. An zunächst zwei Behandlungsplätzen kommt die sogenannte Partikeltherapie zum Einsatz – davon sollen besonders Patienten profitieren, bei denen das Tumorwachstum mit herkömmlicher Strahlentherapie nicht gestoppt werden kann.

 

Was ist die Partikeltherapie?

Die Partikeltherapie ist eine noch junge Technologie, die vor allem bei Tumoren eingesetzt wird, die tief im Körper sitzen oder von empfindlichem Gewebe umgeben sind, beispielsweise in der Wirbelsäule oder im Gehirn. Dabei wird der Tumor gezielt mit winzigen Teilchen bestrahlt, die das umliegende Gewebe verschonen.

Bisher gab es für Patienten in Deutschland nur in Heidelberg die Möglichkeit einer solchen Behandlung. Auch die neue Anlage in Marburg wird federführend von der Heidelberger Uniklinik betrieben. Die Behandlung in Marburg soll Patienten aus allen Bundesländern offenstehen.

Aus den bisher zwei Behandlungsplätzen sollen künftig vier werden. Ziel der Betreiber ist es Medienberichten zufolge, in zwei bis drei Jahren 700 Patienten pro Jahr zu behandeln.

Hamburg, 12. November 2015

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