Neue Corona-Mutation in Finnland entdeckt: Wie gefährlich ist Fin-796H?

Mona Eichler Health-Redakteurin

Forscher entdecken immer mehr Coronavirus-Mutationen. Während die britische Variante B.1.1.7 als ansteckender gilt, tritt bei der neuen Corona-Mutation, die in Finnland nachgewiesen werden konnte, ein ganz anderes Problem in den Vordergrund. Alle Details über Fin-796H.

Inhalt
  1. Corona-Mutation aus Finnland: Forschungen laufen an
  2. Wie gefährlich ist Fin-796H?
  3. Ergebnislose PCR-Tests liefern Anhaltspunkte
 

Corona-Mutation aus Finnland: Forschungen laufen an

Die neue Corona-Mutation aus Finnland trägt den Namen Fin-796H. Sie wurde Mitte Februar zum ersten Mal nachgewiesen, ist also noch relativ unerforscht. „Die Variante wurde letzte Woche bei einem Patienten entdeckt, daher sind Details über die Infektiosität und mögliche Resistenz dieses Stammes gegen Impfstoffe noch nicht bekannt“, zitiert der finnische öffentlich-rechtliche Rundfunk „Yle“ die Forscherin Taru Meri. Sie arbeitet im Labor VITA Laboratoriot mit Sitz in Helsinki und forscht an der neuen Corona-Mutation.

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Wie gefährlich ist Fin-796H?

Vor allem mit Blick auf die britische Corona-Mutante B.1.1.7, die als wesentlich ansteckender und damit gefährlicher als der Originalstamm gilt, ist die Sorge groß, wann immer eine neue Virusvariante entdeckt wird. Könnte sich Fin-796H zur Bedrohung entwickeln? Obwohl bisher nur wenig über die neue Corona-Mutation aus Finnland bekannt ist, sehen die Forscher „keinen Grund zur Panik“. Bisher seien keine Hinweise darauf gefunden worden, dass die Mutante eine größere Bedrohung für die Menschen darstelle als der Originalstamm des Coronavirus. Ilkka Julkunen, Professor für Virologie an der Universität von Turku, betonte gegenüber „Yle“: 
 

„Ich bin noch nicht übermäßig besorgt, da wir keine eindeutigen Informationen darüber haben, dass dieser neue Stamm leichter übertragen werden kann oder dass er den Immunschutz beeinträchtigt, der entsteht, wenn man das Virus bereits hatte oder eine Impfung erhalten hat.“

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Ergebnislose PCR-Tests liefern Anhaltspunkte

In Fin-796H wurden einige Mutationsmerkmale gefunden, die auch in den Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika vorkommen. Dennoch bezeichnen die Forscher die finnische Mutante als „einzigartig“. Als erstes Etappenziel der Untersuchungen soll nun der genaue Stammbaum der Mutation geklärt werden.
Ein Grund zur Sorge besteht allerdings. Die finnischen Forscher vermuten, dass Fin-796H aufgrund seiner mutierten Gensequenzen nicht in gewöhnlichen PCR-Tests erfasst wird und spezielle Testungen nötig macht. Gleichzeitig liefert diese Tatsache den Experten wichtige Hinweise: 
„Dass die PCR-Tests den Mutant nicht erfassen, bedeutet, dass er genau in jenen Abschnitten mutiert ist, auf denen die PCR-Tests bisher basieren“, erklärt Taru Meri. 

Weiter Untersuchungen werden hoffentlich bald klären, ob und wenn ja welche Gefahr von der finnischen Corona-Mutation ausgeht. 

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Quelle:
New coronavirus variant discovered in Finland, in: yle.fi

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