Neue Corona-Ausbrüche an Schulen: Kommt jetzt die Schulschließung?

Ines Fedder Medizinredakteurin

Die Corona-Ausmaße an Schulen sind enorm. Für viele ist es daher nur eine Frage der Zeit, bis die Schulen schließen. Alles über aktuelle Ausbrüche, Pläne der Regierung und weitere Maßnahmen an den Schulen hier!

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Corona-Ausbrüche an Schulen sind derzeit nicht nur für die Lehreinrichtungen selbst ein Problem. Auch Schüler und Angehörige sind zunehmend betroffen und fordern dringend ein Umdenken des bestehenden Schulkonzepts. Greift der aktuelle Plan zur Eindämmung des Infektionsgeschehens an den Schulen überhaupt noch? Alle Hintergründe über die Entwicklung von Corona an Schulen hier im Überblick!

 

Wie viele Schüler sind derzeit in Quarantäne? Anzahl in Sachsen verdoppelt sich

In ganz Deutschland steigt die Anzahl der positiven Corona-Fälle auch an Schulen – was in den meisten Fällen für viele Schüler unangenehme Quarantäne-Maßnahmen über mehrere Wochen nach sich zieht. Allein in Sachsen habe sich die Fallzahlen an Schulen in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt. Wie die LVZ berichtet, seien derzeit 8.000 Schüler in Quarantäne. Deutschlandweit befinden sich laut dem Lehrerverband (Stand Ende September) über 300.000 Schüler in Quarantäne – und es kommen beinahe täglich Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte und Schulpersonal hinzu. Alle Hoffnung liegt daher nun auf unterstützenden Schutzmaßnahmen, die die Eindämmung des Coronavirus an Schulen vorantreiben sollen.

 

Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen: So soll die Schließung verhindert werden

Es war ein hartes Ringen beim vergangenen Gipfeltreffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder. Nachdem der Bund zunächst in der Beschlussvorlage vor allem die Zustände an Deutschlands Schulen verbessern wollte und auf weitere Maßnahmen drängte, waren sich die Länderchefs vorerst einig: Es wird bundesweit zu keinen weiteren Corona-Maßnahmen an den Schulen kommen. Die Beschlussvorlage des Bundes sah u.a. folgende Punkte vor: eine allgemeine Maskenpflicht an allen Schulen sowie eine Halbierung der Klassen, um das Infektionsrisiko zu senken.

Der Kompromiss, der aus dem Gipfeltreffen hervorging: Die Länderchefs sollen sich bis nächste Woche beraten und Konzepte vorstellen, wie das Schulgeschehen in den kommenden Wintermonaten Corona konform weiter gehen kann.

Sachsen weitet Maskenpflicht an Schulen aus

Jedoch nicht alle Bundesländer wollen bis nächste Woche warten. So hat das Bundesland Sachsen aktuell beschlossen, dass ab heute nicht nur in den Schulen Alltagsmasken getragen werden müssen, sondern auch davor.

Und auch Berlin wird aktiv in Sachen Corona-Bekämpfung an Schulen.

Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen: 10 Millionen Masken für Berliner Schüler

Damit die Schüler und Lehrkräfte besser geschützt sind, beschloss der Berliner Senat die Bereitstellung von rund 10 Millionen Masken. So sollen 8,3 Millionen Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen für insgesamt 250.000 Schüler an weiterführenden Schulen zur Verfügung gestellt werden. Das Personal soll ein Kontingent von 1,75 Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen erhalten, berichtet rbb24.de. Zudem sollen 100.000 FFP2-Masken bereitgestellt werden.

Die Auslieferung der Masken soll schrittweise erfolgen. „Mit der Bereitstellung dieser Masken-Kontingente zeigen wir den Schulen deutlich, dass wir sie in dieser Situation nicht alleine lassen“, so Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheers gegenüber der Presse. Es ginge um einen verbesserten Infektionsschutz für Schüler sowie für das gesamte Dienstpersonal, die derzeit Außerordentliches leisten, bekräftigt die Senatorin.

Und auch vom Lehrerverband soll Unterstützung kommen.

Lehrerverband schlägt zusätzliches Schuljahr wegen Corona vor

Aufgrund der Corona-Krise schlägt der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, vor, dass es möglicherweise ein zusätzliches Schuljahr geben solle. So werde zwar das Infektionsgeschehen nicht direkt beeinflusst, allerdings der Druck von Schülern und Lehrern genommen, die Lehrpläne nach Maß zu erfüllen. „Für viele Eltern und Schüler würde die Möglichkeit eines Zusatzjahres enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen, übrigens auch das Problem des Notendrucks, den manche Elternverbände beklagen, entschärfen“, zitiert die „Passauer Neue Presse“ den Präsidenten. Bereits Ähnliches hatte Markus Söder vor einigen Wochen vorgeschlagen. Ob es wirklich dazu kommt, bleibt wohl noch abzuwarten.

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Angst bei Eltern und Schülern: Werden die Schulen wieder schließen?

Trotz aller Bemühungen seitens Bund und Ländern – und natürlich den Schulen selbst – steigt bei vielen Betroffenen die Angst vor einer endgültigen Schulschließung, wie es im ersten Lockdown der Fall war. Glaubt man den Experten, sei diese jedoch zum derzeitigen Stand noch unbegründet.

Das Robert Koch-Institut gehe derzeit nicht davon aus, dass Kinder und Jugendliche wesentliche Treiber der Pandemie sind.

Einige Experten sehen jedoch für Jugendliche ein erhöhtes Risiko: „Nach den bisherigen Daten scheinen insbesondere bei jüngeren Kindern Infektionen mit Sars-CoV-2 seltener als bei Erwachsenen zu sein, ältere Kinder ab etwa zwölf bis 14 Jahren unterscheiden sich nicht mehr von Erwachsenen, so Jörg Timm, Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Düsseldorf gegenüber „nTV“.

Die Bundeskanzlerin hat deutlich gemacht, dass sie eine Schulschließung in jedem Fall verhindern möchte. Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht Deutschland dennoch auf eine Schulschließung zusteuern. Es werde derzeit nicht genug getan, um das zu verhindern. Ob es dabei auch bleibt, müsse man abwarten, bis die Länderchefs in der kommenden Woche ihre Konzepte für den Schulbetrieb vorstellen. Ein zusätzlicher Faktor wird bis dahin sein, ob die Infektionszahlen in Deutschland signifikant runter gehen. 

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Welche Schulen sind von Corona betroffen und wurden geschlossen?

 

+++Rosa-Luxemburg-Grundschule in Neuruppin in Brandenburg geschlossen+++

Ein positiver Corona-Fall bei einer Lehrkraft an der Rosa-Luxemburg-Grundschule in Neuruppin (Brandenburg) führte dazu, dass die Schule nach einem „kommunikativen Missverständnis“ für einen Tag geschlossen wurde, berichtet die Presse. Die Schule habe nun jedoch den Betrieb wieder aufgenommen, nachdem mehrere Klassen in Quarantäne geschickt wurden.

 

+++Sechs Gemeinden in Wartburgkreis von Corona an Schulen betroffen+++

Wie der MDR berichtet, sind im Kreis Wartburg aktuell sechs Gemeinden von Corona an Schulen betroffen. Auch Kindergärten sind involviert. Demnach wurde an der Grundschule in Bad Salzungen und Dermbach jeweils ein Lehrer positiv auf Corona getestet. In Bad Salzungen mussten daher gleich vier Klassen in Quarantäne, in Dermbach ist nur eine Klasse von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Am kommenden Donnerstag (Stand 18.11.) sollen die Schüler auf das Coronavirus getestet werden.

Weitere Corona-Fälle in Stadtlengsfeld und Eisenach

Eine neunte Klasse musste in Stadtlengsfeld in Quarantäne aufgrund eines positiven Corona-Tests. In Eisenach seien derzeit sogar aktuell drei Schulen von Corona-Fällen betroffen. Sowohl das Abbe-Gymnasium als auch die Jakobschule und die Oststadtschule schickte mehrere Klassen und Schüler in Quarantäne.

 

+++Drei Schulen von Corona-Fällen in Neubrandenburg betroffen+++

Aufgrund von Corona-Fällen fällt aktuell gleich an drei Schulen in Neubrandenburg teilweise der Unterricht aus. Wie der Nordkurier berichtet, wurde bei einem Schüler der Stella-Schule im Jahnviertel ein positiver Corona-Befund nachgewiesen. "Weil das Kind schon seit Mitte der Woche ansteckend ist und zusätzlich durch den Hortbesuch von einer weiteren Durchmischung aller Gruppen auszugehen ist, hat das Gesundheitsamt entschieden, dass ein Teil der Schule vorübergehend bis zum 22. November geschlossen werden muss", zitiert das Blatt eine Meldung des Ministeriums. Die Teilschließung beträfe den Grundschulbereich. An den oberen Jahrgangsstufen werde der Unterricht planmäßig weitergeführt. 

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Auch an der integrierten Gesamtschule "Vier Tore" gab es zuvor einen Corona-Fall. Bei einem Lehrer und drei Schülern sei eine Infektion festgestellt worden. Ebenfalls in Neubrandenburg betroffen ist eine Klasse am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum GeSoTec.

 

+++Corona-Ausbruch an Schule in Arnstadt - 94 Kinder in Quarantäne+++

In Arnstadt im Ilm-Kreis an der Robert Bosch Schule wurden eine Lehrkraft und sieben Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Aufgrund des Corona-Falls mussten sich insgesamt 94 Kinder in Quarantäne begeben. 

 

+++Ida-Ehre-Schule in Hamburg verzeichnet bisher größten Corona-Ausbruch+++

An der Ida-Ehre-Schule in Hamburg wurde der bisher größte Corona-Ausbruch an einer deutschen Schule überhaupt verzeichnet. Bis jetzt wurden 55 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach einer umfassenden Testung in den vergangenen Tagen kamen zu den bisher bekannten 22 Fällen nun noch 33 Fälle hinzu. Besonders dramatisch sind die Auswirkungen auf den Gesamtbetrieb der Schule. So greift das aktuelle Kohorten-System bei diesem Ausbruch nicht mehr. Denn: Die betroffenen Schüler stammen insgesamt aus 25 Klassen, die komplett in Quarantäne geschickt werden mussten.

Die Ida-Ehre-Schule in Hamburg Harvestehude bleibt für insgesamt zehn Tage geschlossen. Der Betrieb der Schule sei bereits in der vergangenen Woche auf Distanzunterricht umgestellt worden.

Kritik an Bildungssenator Ties Rabe

In der vergangenen Woche gab es starke Kritik an Bildungssenator Ties Rabe, der an dem aktuellen Schulkonzept festhalten will. In Hamburg wird seit geraumer Zeit von der Elternschaft gefordert, die Klassen umzustrukturieren. So könne ein Schulbetrieb mit Abstandsregeln nicht durchgeführt werden. 

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+++Corona an Schulen: 300.000 Schüler in Quarantäne+++

„Die Zeit, in der die jüngere Generation lebt, ist eine schwierige Zeit“, leitet Familienministerin Franziska Giffey am heutigen Tag die Pressekonferenz zum 16. Kinder- und Jugendbericht ein. Ausblenden könne man angesichts dieser Zahlen die Corona-Lage in den Schulen bei Weitem nicht. Nach Angaben des Deutschen Lehrerverbands befinden sich derzeit 300.000 Schüler in Quarantäne. Von den Lehrkräften seien rund 30.000 Lehrer von Quarantäne-Maßnahmen betroffen.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Lehrerverbands, spricht gegenüber der „Bild“-Zeitung von einem sogenannten Salami-Lockdown: „Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown.“ Was der Präsident damit sagen will: Die schrittweise Schließung von immer mehr Schulen. Medien bezeichnen diesen Vorgang auch als „schleichenden Lockdown“.

Um dem Credo: „Schulen müssen offen bleiben“, gerecht zu werden, wird in der Politik heftig über weitere Maßnahme als Antwort zum steigenden Infektionsgeschehen an Schulen diskutiert.

 

+++Verschiebung der Weihnachtsferien wegen Corona?+++

Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, schlägt aufgrund der hohen Corona-Zahlen an Schulen eine etwas andere Art der „Schulschließung“ vor – die Vorverlegung der Weihnachtsferien und gegebenenfalls eine Verlängerung der Weihnachtsferien. Konkret werde man in diesem Fall in Nordrhein-Westfalen die Weihnachtsferien bereits am 21. Dezember beginnen. Die zwei zusätzlichen Ferientage könne man anschließend an den Karnevalstagen wieder abziehen. Ein Modell, welches nur im Rheinland möglich ist?

Nicht unbedingt. Auch für Gesundheitsminister Jens Spahn ist so eine Maßnahme denkbar. „Das ist sicherlich ein Teil der Debatte.“ Er bevorzuge aber lediglich eine Vorverlegung, keine Verlängerung der Weihnachtsferien. 

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+++In NRW: Anzahl der Corona-positiv getesteten Schüler in nur einer Woche verdoppelt+++

Die Zahl der Schüler, die sich aufgrund positiver Corona-Fälle an der Schule in Quarantäne begeben müssen, steigt in Nordrhein-Westfalen rapide an – das geht aus einer aktuellen Stellungnahme des Schulministeriums am heutigen Dienstag, 10. November, hervor. Demnach befinden sich derzeit über 50.000 Schüler in Quarantäne. Bei mehr als 3.660 Schülern sei eine Corona-Infektion aktuell bestätigt worden. Die Zahl ist demnach doppelt so hoch wie in der vergangenen Woche. Wie u.a. t-online.de berichtet, konnte im gleichen Zuge das Virus bei insgesamt 560 Lehrkräften nachgewiesen werden. Sechs Schulen sind derzeit in NRW komplett geschlossen, insgesamt gab es an 552 Schulen eine sogenannte Teilschließung.

 

+++Leipzig: Schulen gelten nicht als Hotspot+++

Angesichts dieser Zahlen liegt die Annahme nahe, dass Schulen als Hotspot gelten. Die Zahlen aus anderen Bundesländern sprechen jedoch eine andere Sprache. So konnte eine Untersuchung des Universitätsklinikums Leipzig belegen, dass in Sachsen Schulen offiziell nicht als Hotspot identifiziert werden konnten. Die Mediziner nahmen dafür im Auftrag der Staatsregierung im September über 2.000 Stichproben. Das Ergebnis: Die Infektionsrate war verhältnismäßig gering

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+++Zu viele Schüler in Quarantäne? Neue Vorgehensweise in Frankfurt und Offenbach+++

Ob Hotspot, Pandemie-Treiber oder nicht, feststeht, bei vereinzelten positiven Corona-Fällen ist es schwer, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Quarantäne als Vorsichtsmaßnahme hat immer noch vielerorts Bestand, jedoch nicht überall!

In Frankfurt und der Stadt Offenbach werden laut Informationen von „hessenschau.de“ Mitschüler und Lehrer von positiv getesteten Schülern nicht mehr grundsätzlich in Quarantäne geschickt. „Aktuell wäre es nur in Ausnahmefällen notwendig, den Präsenzbetrieb in ganzen Klassen auszusetzen“, so die Stellungnahme des Frankfurter Gesundheitsamtes.

In Offenbach gilt ebenfalls keine konsequente Quarantäne-Regelung mehr. Hier wird an der Schule immer im Einzelfall entschieden, abhängig von den Umständen. So gelten in Offenbach Mitschüler, die im Unterricht eine Maske tragen, nicht als enge Kontaktperson eines positiv getesteten Schülers, sodass diese bei einem positiven Fall weiterhin am Unterricht teilnehmen dürfen. Auch die Corona-Tests an Schulen, die bei einem positiven Befund durchgeführt werden, könnten wegen Kapazitätsengpässen nicht mehr in allen Fällen sichergestellt werden, berichtet die „Hessenschau“.

 

+++Aktion von Quer-Denker-Sympathisanten an den Schulen?+++

Nachdem am vergangenen Samstag (Stand: 09.11.2020) in Leipzig rund 20.000 Maskengegner bei einer Demonstration auf die Straße gegangen sind, könnte es nun zu weiteren Ausschreitungen kommen. Das befürchtet man zumindest in Münster in Nordrhein-Westfalen. Wie der Leiter des Ordnungsamtes, Norbert Vechtel, gegenüber den Medien mitteilte, gebe es begründete Sorge, dass Anhänger der sogenannten Querdenker-Initiative am heutigen Montag Schüler und Schülerinnen auf dem Schulweg abfangen und sie mit „unwirksamen Masken“ versorgen könnten. „Wir sind auf eventuelle Aktionen der Initiative vorbereitet“, zitiert „rp-online“ Norbert Vechtel.

Auch in Wuppertal soll eine derartige Aktion geplant sein. Das Bildungsministerium von NRW informierte die Eltern bereits im Vorfeld über eine möglicherweise geplante Initiative. Wie laut dem Online-Portal „rp-online“ zu entnehmen ist, seien die Eltern dazu aufgefordert worden, ihre Kinder aufzuklären, weil „damit zu rechnen sei, das Schüler und deren Eltern möglicherweise zu Verstößen gegen die geltenden Rechtsnormen (…) aufgerufen werden sollen, mit denen sie ihre Gesundheit oder die Gesundheit anderer gefährden können“, so berichtet das Portal.

Die Querdenker-Initiative äußerte sich ebenfalls zu der Planung einer solchen Aktion: Die „Querdenker-711“-Initiative habe nur ein Gerücht in die Welt gesetzt, um eine undichte Stelle in der internen Kommunikation auszumachen. Bisher ist noch nicht bekannt, ob es in Münster oder in anderen Städten an Schulen zu einer derartigen Aktion kam. 

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+++Corona-Ausbrüche an Schulen: Angst vor der Schließung greifbar+++

Immer mehr Schulen vermelden derweilen weitere Corona-Fälle, die im schlimmsten Fall die komplette Schließung nach sich ziehen – so auch in Bayern. Aufgrund des rasch ansteigenden Infektionsgeschehens in den Einrichtungen soll im Freistaat nun schnell gehandelt werden.

„Schulen und Kitas bleiben geöffnet!“ Da waren sich Kanzlerin Angela Merkel und die einzelnen Ministerpräsidenten beim letzten Corona-Gipfeltreffen einig. Doch vielerorts ist dies angesichts der Infektionszahlen in den Lehrbetrieben kaum noch möglich. In Bayern bat Kultusminister Michael Piazolo am gestrigen Mittwoch zum Sonderschul-Gipfel. Das Ergebnis: Der bis dato vorherrschende Stufenplan in Bayern wurde wohl offiziell zu Grabe getragen. Demnach sollte bei einem Inzidenzwert von 35 bzw. 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche „klare Schritte folgen“. So klar seien diese Schritte allerdings nie gewesen. Zudem liegt in weiten Teilen Bayerns der Inzidenzwert vielerorts bereits über 100.

Was also tun? Was bei dem Schulgipfel beschlossen wurde: So solle nun von den Gesundheitsämtern vor Ort eine einheitliche, an den örtlichen Gegebenheiten angepasste Linie gefahren werden, wenn an Lehreinrichtungen vermehrt Corona-Fälle auftreten. Wie der Kurier berichtet, sollen ab sofort unabhängig von den Zahlen des jeweiligen Landkreises oder Stadt nur dann einzelne Klassen oder Schulen nach Hause geschickt werden, wenn es in der Schule selbst einen Infektionsfall gibt.

In der Vergangenheit gab es kein einheitliches Vorgehen in diesem Fall. Die Kritik: Es seien vermehrt unterschiedliche, nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen worden.

 

+++Söder: Schulen und Kitas in Bayern bleiben geöffnet+++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erklärte bezüglich des Gipfeltreffens der einzelnen Schulvertreter: Es gebe keine fixen Corona-Inzidenzwerte, bei denen Schulen geschlossen werden müssten. Entscheidend sei nur, ob es an den Schulen ein Infektionsgeschehen gebe oder nicht. Damit bestätigte er die Forderungen der Schulvertreter. Man solle trotz Corona nicht automatisch von Präsenz- auf Distanzunterricht wechseln, sondern das Geschehen im Einzelnen beurteilen.

Er bekräftigte noch einmal „Schulen und Kitas bleiben in Bayern geöffnet.“ So lange, bis das Gesundheits- oder Schulamt individuell feststelle, dass das Infektionsgeschehen in der Schule nicht mehr anders bewältigbar ist.

Ein weiterer Punkt des Schulgipfeltreffens war der Leistungsabfall während der Corona-Pandemie. Söder fordert, den Leistungsdruck an den Schulen angesichts der Krise nicht weiter zu fördern. Auch die Lehrpläne werde man an die pandemische Lage anpassen müssen. Aus einem „nicht normalen Schuljahr“ solle dennoch ein „faires Schuljahr“ werden. 

 

+++Corona-Ausbruch an Hamburger Grundschule – keine Serientestungen!+++

In der Grundschule Tornquiststraße in Hamburg Eimsbüttel wurden mehrere Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Schüler aus insgesamt drei Klassen sowie deren Lehrer wurden vorsorglich in Quarantäne geschickt. Wie die Mopo berichtet, seien derzeit 14 Lehrer in Quarantäne. Der Ausbruch betrifft die Klassenstufe 1 bis 4, die aufgrund des Vorfalls nun in den Notbetrieb geschickt wurden.

Das Gesundheitsamt vermeldet, dass es keine Serientestungen geben soll. Lediglich wenn Symptome auftreten, sollen die betroffenen Eltern ihre Kinder testen lassen.

 

+++Schichtbetrieb in Schulen in Solingen wegen Corona eingeführt+++

In Solingen sah sich die Stadt gezwungen, weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus einzuleiten. An den Schulen sollen daher die Klassen halbiert und die Schüler im Wechsel jeweils im Präsenz- und Digital-Unterricht unterrichtet werden. Damit folgt Solingen den Empfehlungen des RKI, die eine Verkleinerung der Lerngruppen bei einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner vorschlagen. Ein ähnliches Verfahren wurde bereits in Hamburg gefordert, allerdings wird dies noch nicht durchgeführt.

 

+++Privat-Schule in Elmshorn muss wegen COVID-19-Fälle schließen+++

An der Leibnitz Privatschule in Elmshorn sind insgesamt 19 positive Corona-Fälle festgestellt worden. Wie der NDR berichtet, werde die Schule daher weitestgehend bis zum 15. November geschlossen. Lediglich die gymnasiale Oberstufe könne den Unterricht unter verschärften Hygiene-Regeln weiterführen. Nachdem in der vergangenen Woche (Stand: 03.11.) bei mehreren Personen positive Testergebnisse erfolgten, wurden nun weitere Mitarbeiter und Schüler getestet. Auf einige Ergebnisse werde noch gewartet.

 

+++Corona-Ausbruch an Schule in Schwerin – 600 Menschen in Quarantäne!+++

Auch an der Berthold-Brecht-Gesamtschule in Schwerin gab es einen Corona-Ausbruch. Die Schule musste aufgrund von vermehrten Corona-Infektionen, die im Zusammenhang mit der Schule stehen, komplett geschlossen werden. Die Schließung wurde zunächst für die kommenden zwei Wochen (Stand: 02.11.2020) angeordnet. Wie u.a. der „Nordkurier“ berichtet, seien bereits in der vergangenen Woche mehr als 100 Schüler der Schule in Quarantäne geschickt worden. Doch diese Maßnahme allein reicht nicht aus. Um die Infektionskette entsprechend nachverfolgen zu können, wurden alle 600 Schüler und 60 Lehrkräfte in Quarantäne geschickt. Der Unterricht soll über ein Cloud-System online weiter durchgeführt werden. 

 

+++Per E-Mail informiert: 75 Schüler in Schermbeck in Quarantäne+++

Auch in Schermbeck wurden einige Schüler in Quarantäne geschickt. Nachdem in der Gesamtschule Schermbeck ein positiver Corona-Fall in der Jahrgangsstufe Q2 gemeldet wurde, wurden zunächst insgesamt 75 Schüler in Quarantäne geschickt. Weitere Schüler sollen folgen. „Das Gesundheitsamt des Kreises Wesel hat entschieden, dass alle Schüler, die in der letzten Woche gemeinsam mit der infizierten Person Unterricht hatten, bis zum 10. November in Quarantäne sind“, äußert sich der Schulleiter Norbert Hohmann auf der Homepage der Schule.

Die betroffenen Schüler seien allesamt per E-Mail benachrichtig worden, so heißt es gegenüber der Presse. Der Präsenzunterricht für die restlichen Schüler, die nicht betroffen sind von der Quarantäne, entfällt ebenso, sodass diese daher nun im Homeschooling unterrichtet werden müssen.

 

+++Trotz Bemühungen und Shutdown: Über 160 Schulen bereits geschlossen+++

Obwohl die Schulen vom derzeitigen Shutdown ausgeschlossen sind, mussten laut einer Umfrage in Deutschland bereits über 160 Schulen aufgrund von Corona schließen. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung, welche die „Welt am Sonntag“ durchgeführt hatte, bei der unter anderem die 16 Kultusministerien der Bundesländer mitarbeiteten. Das Ergebnis: In mindestens 165 Lehreinrichtungen findet derzeit kein Unterricht statt. Allein in Baden-Württemberg seien 15 Schulen geschlossen. Unklar sei, wie viele Schüler derzeit insgesamt in Quarantäne sind.

Der Spiegel berichtet indes, dass allein in Bayern sich derzeit mehr als 500.000 Schüler in Quarantäne befinden, in NRW sind es sogar über 13.000.

 

+++Infektionsgeschehen bei Kindern immer noch umstritten+++

Die Erhebung der „Welt am Sonntag“ gibt eine Richtung an, wie es um das Infektionsgeschehen in den Schulen wirklich steht, könne aber nur eine Orientierung liefern. Denn: Einige Kultusministerien konnten aufgrund des unübersichtlichen Infektionsgeschehens gar keine Angaben machen.

Corona-Ausbrüche an Schulen werden immer häufiger vermeldet, können das Infektionsgeschehen jedoch nicht im Ansatz widerspiegeln. Über die Bedeutung von Kindern im aktuellen Pandemie-Geschehen wird immer noch unter Wissenschaftlern diskutiert. Einem aktuellen Bericht zufolge sei die Dunkelziffer der Neuinfektionen bei Kindern enorm hoch.

 

+++Verschärfte Corona-Regeln an Schulen: Diese Konzepte greifen+++

In vielen Bundesländern gelten daher ab sofort verschärfte Corona-Regeln. Die neuen Corona-Konzepte an Schulen im Überblick (Stand: 10.11.2020):

BundeslandCorona-Maßnahme an Schule

Nordrhein-Westfalen

Schüler ab Klasse 5 müssen erneut eine Mund-Nasen-Schutzbedeckung tragen. Die Maskenpflicht gilt bis zu den Weihnachtsferien.

Rheinland-Pfalz

Wird der Inzidenz-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, soll die Maskenpflicht an Schulen ausgeweitet werden.

Saarland

Maskenpflicht im Unterricht für alle Schüler ab Klasse 10.

Niedersachsen

Keine Maskenpflicht im Unterricht.

BremenKeine Maskenpflicht im Unterricht.
Brandenburg

Maskenpflicht im Schulgebäude, nicht aber im Unterricht und auf dem Pausenhof.

Berlin

Maskenpflicht im Unterricht für Schüler der Oberstufe und an Berufsschulen. Unterricht im Schichtsystem geplant (Wechsel von Fern- und Präsenz-Unterricht). 

Graphische Darstellung der Infektionskette
Service Corona-Hotspots: Inzidenz-Wert über 400 – Höchststand in Bayern erreicht

Quelle:

Schulen starten mit neuen Corona-Auflagen, in: Spiegel.de

 

+++Corona-Ausbruch an Schule in Güstrow – über 700 Schüler betroffen+++

An einem Gymnasium in Güstrow (Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern) kam es zu einem Corona-Ausbruch, aufgrund dessen rund 760 Schüler sowie mehrere Beschäftigte getestet werden mussten. Wie die Presse mitteilte, wurden bereits 20 positive Fälle im Zuge des Ausbruchs ermittelt – darunter sowohl Schüler als auch Lehrkräfte. Die Corona-Testungen seien am vergangenen Donnerstag an drei unterschiedlichen Orten durchgeführt worden. Bis zum 3. November bleibe die betroffene Schule in Güstrow weiterhin geschlossen. 

 

+++Lehrer-Präsident Heinz-Peter Meidinger: Corona-Management „ungenügend“+++

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger äußerte sich gegenüber des RedaktionsNetzwerks Deutschland zum Corona-Management der Kultusminister – und gibt eine denkbar schlechte Note.

„Das Krisenmanagement der Kultusminister in der Coronakrise war in zahlreichen Fragen – von der Erstreaktion über die Vorbereitung des Schuljahres bis hin zu klaren, praktikablen Hygieneschutzmaßnahmen – nicht ausreichend“, so Meidinger. „Das ist dann, so leid es mir tut, in einer Note ausgedrückt eine Fünf.“

 

+++Hamburgs Elternkammer fordert "Homeoffice"+++

Aufgrund des aktuellen Pandemie-Geschehens und den hohen Infektionszahlen in Hamburg (Hamburg zählt derzeit sogar zu den Hotspots) müssen in der Hansestadt alle Schüler von Berufsschulen sowie an den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt auch für Lehrkräfte. So kann jedoch nur schwer angstfrei und konzentriert gelernt werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Elternkammer in Hamburg unzufrieden ist mit der derzeitigen Lage an Hamburgs Schulen. 

Positiver Corona-Test
Information Corona-positiv und nicht ansteckend: Das ist der Grund!

Wie der "NDR" berichtet, schlagen die Elternvertreter nun zwei Alternativen zum aktuellen Unterrichtskonzept vor. Eine Idee: den verpflichtenden Präsenz-Unterricht für Schüler wegen der Corona-Gefahr bis auf Weiteres auszusetzen. Heißt also: Wer will, kann zu Hause bleiben und in einer Art Homeoffice lernen dürfen – Unterstützung kommt dabei von den Lehrkräften.

Der zweite Vorschlag der Elternvertreter: die Klassengröße gehörig verringern, durch eine Halbierung der Klassen auf zwei unterschiedliche Räume aufgeteilt. So wäre die Möglichkeit für mehr Raum geschaffen. In einem der Räume könne die Lehrkraft frontal unterrichten, im anderen Klassenraum könne der Unterricht digital übertragen werden. 

Die Schulbehörde lehnte beide Vorschläge wegen nicht ausreichener Praktikabilität ab. Die Vorschläge würden zu unübersichtlich sein und es stünden nicht genügend Räume zur Verfügung. 

Arzt in Schutzanzug untersucht Corona-Patienten
Service Dieses Corona-Symptom bleibt oft unentdeckt

 

+++Corona-Ausbruch in Kitzingen: 80 Betroffene aus zwei Schulen+++

In Kitzingen am Main sorgten gleich mehrere Corona-Fälle an zwei Schulen für Sorge. Am Armin-Knab-Gymnasium (AKG) und an der FOS/BOS Kitzingen/Ochsenfurt waren jeweils zwei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Insgesamt mussten 38 schüler vom AKG getestet werden. Sie befinden sich derzeit in Quarantäne, wie infranken.de berichtet. Zudem seien noch zwölf Lehrer der Schule betroffen. 
In einer weiteren Schule, der FOS/BOS mussten zudem 26 Schüler und sechs Lehrer in Quarantäne geschickt werden. Die Auswertung der Testergebnisse dauert noch an.

 

+++Corona an Schulen: Amt mit neuem Belüftungskonzept für den Schulbetrieb+++

Die Lage ist ernst – auch an den Schulen. Um eine weitere Ausbreitung der Corona-Infektionen zu vermeiden, hat das Umweltbundesamt nun neue Empfehlungen zum Belüftungskonzept für die kalte Jahreszeit herausgegeben. So soll auch im Herbst/Winter demnach alle 20 Minuten während des Unterrichts eine Stoßlüftung von drei bis fünf Minuten erfolgen. Von Lüften mit nur einem offenen oder gekippten Fenster wird indes abgeraten.

Experten raten außerdem den Einsatz von CO2-Messgeräten, die anzeigen, wann die Luft verbraucht ist. Sie sollen einen Hinweis darauf geben, wann wieder gelüftet werden muss. Räume, in denen sich Fenster nicht öffnen lassen, sollen mit Abluftanlagen ausgestattet werden.  

 

+++80.000 deutsche Schüler in Quarantäne+++

Das Schuljahr 2019/2020 umfasst 10,91 Millionen Schüler*innen an allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen sowie Schulen des Gesundheitswesens. Die Corona-Pandemie ist für sie eine besondere Herausforderung – Homeschooling und Maskenpflicht im Unterricht sind nur zwei Hürden, die die jungen Menschen täglich nehmen müssen. 

Hinzu kommt: Tritt auch nur ein Corona-Fall an einer Schule auf, sind oft direkt mehrere Klassen betroffen. Wie viele Schüler aktuell genau in Quarantäne sind, ist nirgends vermerkt. Heinz-Peter Meidinger, Chef des Deutschen Lehrerverbandes, schätzt die Zahl jedoch sehr hoch ein: Rund 70.000 bis 80.000 der ingesamt 10,91 Millionen Schüler in Deutschland befänden sich ihm zufolge derzeit in Corona-Quarantäne. "Ich fürchte, die Zahl steigt noch stark an", so der Chef des Deutschen Lehrerverbandes gegenüber der WELT

Diskussion um Impf-Reihenfolge

Noch gibt es keinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Ist es einmal jedoch soweit, sollten Schüler weit oben auf der Liste der Impfbedürftigen stehen, findet Heinz-Peter Meidinger. 

Dem pflichtet Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, bei: "Bei der Planung, wer zuerst gegen Corona geimpft werden soll, muss gut abgewogen werden. Nach dem medizinischen Personal sollten die Lehrer bevorzugt behandelt und früh geimpft werden, wenn sie sich dafür entscheiden. Und auch an die Schüler in den Abschlussklassen sollte zeitig gedacht werden."

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Service Grippe-Impfstoff: Droht in Deutschland inmitten der Corona-Krise ein Engpass?

 

+++Münster: 18 Schulen von Corona-Fällen betroffen+++

Die Corona-Infektionskurve in Münster steigt rapide an. Am vergangenen Wochenende (Stand: 06.10.2020) stieg die Zahl der Infizierten von 80 auf 121. Ein steiler Anstieg, der dennoch laut Wolfgang Heuer, Leiter des städtischen Krisenstabs, kein Grund zur Beunruhigung sei. Problematisch seien die Infektionszahlen nur dann, wenn Schüler und Lehrer betroffen seien. Allerdings: Gemessen an der gesamten Zahl der aktuellen Corona-Erkrankten sind Lehrkräfte und Schüler eher im geringen Maße involviert, berichten die Westfälischen Nachrichten.

Bisher sind in Münster insgesamt 18 Schulen betroffen. Neun Lehrer wurden positiv auf Corona getestet, sechs Erzieher und Sozialpädagogen ebenfalls. Vier Berufsschulen, sechs Gymnasien, fünf Grundschulen sowie zwei Gesamt- und Förderschulen mussten ihr Personal und die Schüler in Quarantäne schicken. Am vergangenen Montag kamen noch zwei positive Testungen am Lehrerkollegium der Friedenschule und dem Paulinum hinzu. Lehrer und Schüler wurden in Quarantäne geschickt. 

 

+++Schulschließung in Leverkusen: 70 Schüler in Quarantäne+++

In Leverkusen mussten nach dem vergangenen Wochenende (Stand 06.10.2020) zwei Schulen ihren Lehrbetrieb vorübergehend einstellen. Die Realschule am Stadtpark und die Marienschule in Opladen.

An der Realschule meldeten eine Lehrerin und ein Schüler, dass sie sich mit COVID-19 infiziert hatten. Alle Beteiligten wurden informiert und die Schule nur vorübergehend geschlossen.

An der Marienschule in Opladen wurde ebenfalls der Schulbetrieb, bis auf die Notbetreuung, eingestellt, wie der Leverkusener Stadtanzeiger berichtet. Das Gesundheitsamt vermeldet aktuell sechs positiv getestete Schüler. Zehn Lehrer und 70 Schüler befinden sich aktuell in Quarantäne. [i

 

+++Corona im Norden: COVID-19-Fälle an 5 Schulen in Bremen+++

Nicht nur im Süden Deutschlands, NRW und Berlin steigen die Infektionszahlen. Auch im Norden des Landes werden Corona-Fälle immer häufiger. In Lemwerder (Landkreis Wesermarsch) bleiben aufgrund steigender Infektionszahlen Schulen und Kitas geschlossen. Es seien Fälle an fast allen Einrichtungen aufgetreten, so die Bürgermeisterin. Gegenüber dem Weser-Kurier erklärte Volker Blohm, Leiter des örtlichen Gesundheitsamtes: „Wir haben Verdachtsfälle in Lemwerder, die in direktem Zusammenhang mit dem Gymnasium und dem Kindergarten“ stehen.

In Bremen-Nord ebenfalls betroffen in den vergangenen Tagen waren das Schulzentrum an der Alwin-Lonke-Straße in Grambke, das Schulzentrum Bördestraße in Lesum, das Gymnasium Vegesak und die Berufsschule Vegesack.

 

+++Kein Unterricht bis zu den Herbstferien in Bautzen+++

An der Frédéric-Joliot-Curie-Grundschule in Bautzen wird der Unterricht bis zu den Herbstferien (20. Oktober) ausgesetzt. Sowohl in der Schule als auch im Hort der Einrichtung wurden Corona-Fälle gemeldet, wie die Stadtverwaltung am vergangenen Montag (05.10.2020) mitteilte. Auch die Notbetreuung fällt aus.

„Leider ist nun auch in Bautzen eingetreten, was vor dem Hintergrund des landes- und bundespolitischen Umgangs mit den aktuellen Fallzahlen zu befürchten war“, zitiert der MDR Bautzens Sozialbürgermeister Dr. Robert Böhmer. 

 

+++Mehrere Schulen in Herne von COVID-19-Fällen betroffen+++

Eine infizierte Person, mehrere Schüler in Quarantäne. Diese Erfahrung müssen gleich mehrere Schulen in Herne machen. An zwei Herner Schulen wurde aktuell jeweils eine Person mit COVID-19 identifiziert. Die Folge: An der Gesamtschule Mont-Cenis in Sodingen und auch am Gymnasium Eickel musste jeweils eine Klasse und ein Kurs in Quarantäne geschickt werden. Weitere betroffene Schulen in Herne sind die Realschule Crange, die Gesamtschule Wanne, die Realschule Strünkede und das Berufskolleg Mulvany.

 

+++Bielefeld: 1000 Lehrer und Schüler in Quarantäne+++

In Bielefeld zieht eine private Geburtstagsfeier immer größere Kreise. Inzwischen wurden 1000 Schüler und Lehrer von acht Schulen in private Quarantäne geschickt. Dabei sind Schüler und Lehrer von Grundschulen, Realschulen, einer Gesamtschule und einem Gymnasium betroffen.

 

+++Corona-Ausbrüche an Schulen: Das sagt Virologe Christian Drosten+++

Christian Drosten warnte jetzt in seinem Corona-Podcast beim NDR vor vorschnellen Schließungen ganzer Schulen. Oft kommt es, wie im Beispiel Bielefeld, zu Infektionen durch externe Geschehen wie private Feiern. In dem Fall sollten Kontaktpersonen ermittelt werden, aber es müssten nicht gleich ganze Schulen in Quarantäne geschickt werden, erklärte Drosten.

Er geht jedoch davon aus, dass wir uns besonders nach den Herbstferien auf ein verstärktes Infektionsgeschehen in Schulen einstellen müssen. Dafür fordert er vor allem Transparenz der Schulen. Besonders wichtig sei es, betonte der Forscher, Infektionsgeschehen in der Frühphase zu erkennen und entsprechend zu handeln.

 

+++Massentest in Lüdenscheid+++

In Lüdenscheid wurde ein Schüler an einer Grundschule sowie ein Lehrer der Gesamtschule positiv auf das Virus getestet. Alle betroffenen Schüler und Lehrer wurden in Quarantäne geschickt. Zudem können sich alle in einem Massentest auf das Virus testen lassen.

 

+++Flensburg: 400 Lehrer und Schüler in Quarantäne+++

In Flensburg ist es bisher an drei Schulen zu positiv getetesteten Coronafällen gekommen. Dabei wurden 400 Schüler und Lehrkräfte in private Quarantäne geschickt. Das Gesundheitsamt bietet zudem auch hier Coronatests für Betroffene an, die mit den Infizierten in Kontakt gekommen sind.

 

+++2400 neue Tablets in Heidelberg: Schulen rüsten für neue Corona-Schließungen auf+++

In Heidelberg hat die Stadt 2400 neue Tablets für die Schulen angeschafft, um für eine mögliche erneute Schließung wegen des Coronavirus vorbereitet zu sein. In den Sommerferien wurden die Geräte mit den nötigen Programmen installiert und an die Heidelberger Schulen verteilt.

 

+++Alle 20 Minuten Pause: In Hamburg gibt es neue Lüftungsregeln im Klassenzimmer+++

In Hamburg gelten nach den Schulferien neue Lüftungsregeln, alle 20 Minuten muss der Unterricht unterbrochen werden, um einmal alle Fenster weit zu öffnen. Stetig gekippte Fenster fördern diesen Luftaustausch hingegen nicht und machen den Raum nur kalt.

Illustration eines Virus
Krankheiten & Behandlung Corona-Studie: An diesem Tag ist man am ansteckendsten

 

+++Corona-Ausbruch in Schule: Stadt in Bayern macht komplett dicht+++

Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld ist die erste Stadt, die aufgrund von Corona sämtliche Schulen schließt. Das teilte das Landratsamt Rhön-Grabfeld mit. Somit ist Bad Königshofen die erste Stadt in Bayern, die aufgrund steigender Infektionszahlen zu solch einer radikalen Maßnahme greift.

 

+++Corona-Ausbrüche an Schulen: Nordrhein-Westfalen stark betroffen+++

In Nordrhein-Westfalen geben aktuelle Corona-Zahlen Grund zur Sorge. In dem Bundesland, welches in Deutschland neben Bayern am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen ist, sind knapp 7.000 Schüler und fast 600 Lehrer aktuell in Quarantäne. Bei 238 Schülern und 46 Lehrern sei eine Infektion mit COVID-19 nachgewiesen worden, wie das Landesministerium am Montag gegenüber der Presse bekannt gab. Insgesamt wurden vier Schulen geschlossen, bei 106 Einrichtungen gab es Teilschließungen. 

 

+++Mehrere Corona-Fälle in Dettingen in Baden-Württemberg: Auch Schulen betroffen+++

Nach einer Geburtstagsfeier in Dettingen in Baden-Württemberg haben sich 14 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aufgrund des Kontaktverlaufs sind auch mehrere Schulen und Kitas betroffen. Folgende Schulen vermelden Corona-Infektionen: Graf Eberhard-Gymnasium (zwei Erkrankte), Georg-Goldstein-Schule (zwei Erkrankte), Geschwister-Scholl-Realschule (ein Erkrankter), Theodor-Heuss-Schule (ein Erkrankter), Kerschensteinerschule (ein Erkrankter), Gewerbliche Schule (ein Erkrankter), Schönbein-Realschule (ein Erkrankter), kaufmännische Schule Albert Schäffler (ein Erkrankter).

 

+++Mit COVID-19 infiziert: Corona-Ausbruch an Schulen in Itzehoe+++

Am Regionalen Bildungszentrum (RBZ) in Itzehoe ist ein erster Corona-Fall eingetreten. Ein Schüler klagte zunächst über den Verlust des Geschmackssinns. Der nachfolgende Corona-Test fiel positiv aus. Der Schulbetrieb wird voererst regulär weitergeführt. Schüler und Lehrer, die sich aktuell in Quarantäne befinden, arbeiten nun über eine Online-Plattform. 

Ebenfalls zwei positive Corona-Befunde gab es an einer weiteren Schule in Itzehoe. An der Waldorfschule Itzehoe wurden zwei Geschwisterkinder positiv auf COVID-19 getestet. Für die 4. bis 7. Klasse stehen nun weitere Testungen aus. Sämtliche Kinder der vierten bis siebten Klasse (2, Kohorte) bleiben anschließend bis einschließlich Dienstag, 29. September 2020, in Quarantäne, so heißt es auf der Homepage der Schule.

 

+++Osnabrück: Schule in Schinkel wegen Corona geschlossen+++

Gleich drei Schüler der Heiligenwegschule in Osnabrück in Schinkel haben sich mit dem gefährlichen Coronavirus infiziert. Aufgrund dessen wurden am vergangenen Sonnabend (19.09.2020) bei über 180 Schüler und Lehrkräfte Abstriche genommen. Die Schule wurde derweilen geschlossen, der Unterricht wird online weiter geführt.

 

+++Corona-Ausbruch an Bielefelder Schulen: Grundschule und Berufskolleg betroffen+++

Schließung des Berufskolleg Rudolf-Rempel

Das Berufskolleg Rudolf-Rempel in Bielefeld muss aufgrund eines Corona-Falls im Kollegium und der andauernden Kontaktnachverfolgung mindestens zwei Tage (18./19. Sept.) schließen. Das geht aus einer Meldung der Schul-Website hervor. Die Zeit solle genutzt werden, um die Kontaktkette nachvollziehen zu können. Mitarbeiter und Schüler seien derweil in Quarantäne.

Die Berufsschule ist nur einer von mehreren Corona-Fällen in Bielefeld. Ebenfalls in den letzten Tagen betroffen waren die Martin-Niemöller-Gesamtschule (mind. 80 Personen in Quarantäne) und die Eichendorff-Grundschule, an der ein Schüler positiv getestet wurde. Die Folge: die komplette Klasse des Schülers sowie vereinzelnd weitere Mitschüler und Lehrer (insgesamt 37 Personen) befinden sich derzeit in Quarantäne. 

Quelle:

Corona-Alarm an Schulen: Neuer Fall an Bielefelder Grundschule, in: www.nw.de

 

+++14 Corona-Fälle an der Liebigschule in Gießen: Infektions-Hort Schule?+++

Im hessischen Gießen wurden 14 Kinder positiv auf COVID-19 getestet. Es sei in diesem Falle zweifelsfrei erwiesen, dass die Betroffenen sich in der schulischen Einrichtung angesteckt haben. 13 der betroffenen Personen besuchen gemeinsam die 9. Klasse der Schule. Eine weitere Person den Jahrgang elf. Überraschend: Der Unterricht an der Schule läuft trotzdem weiter. Lediglich eine Maskenpflicht herrsche derzeit. „Die betroffene Klasse und die Lehrkräfte erhalten ein Testangebot“, so heißt es auf der Seite der Schule. 

 

+++800 Schüler in Rostock in Quarantäne: Hundertwasser-Schule betroffen+++

800 Schüler und 80 Lehrer in Quarantäne! Das ist die Bilanz der vergangenen Woche (Stand 18.09.) in Rostock. Auch an der Hundertwasser-Schule in Rostock kam es zu Corona-Fällen. Drei Lehrer wurden bis dato positiv auf COVID-19 getestet. Auch neun Schüler haben sich bisher angesteckt. Weitere Test stünden aktuell noch aus. Schulsenator Steffen Bockhahn erklärte gegenüber den Medien, wie sich die Angehörigen der Schüler in Quarantäne am besten zu verhalten hätten: „Sie in ihrem Zimmer alleine lassen, Essen hereinreichen und ansonsten den Kontakt auf das Nötigste beschränken“, zitiert der NDR den Senator. Die Schule sei aktuell geschlossen, der Unterricht findet zu Hause statt.

 

+++Baden-Württemberg: Schüler in Sindelfingen und Maichingen in Quarantäne+++

An der Realschule Goldberg in Sindelfingen und der Johannes-Widmann-Schule in Maichingen wurden Schüler und Lehrer in Quarantäne gestellt. Es wurden „vorsorglich Infektionsschutzmaßnahmen getroffen“, so heißt es. Betroffen seien Schüler der Klassenstufe 7 und 8 der Realschule Goldberg und eine sechste Klasse der Johannes-Widmann-Schule in Maichingen. 

Eine Frau hockt zwischen einem Jungen und einem Mädchen und alle halten eine Schultüte im Arm
Familie Einschulung: Wie ist der Ablauf und was verändert sich durch Corona?

 

+++Friedrichshafen: Schulen wieder geschlossen wegen Corona+++

An der Realschule St. Elisabeth in Friedrichshafen ist der „normale“ Unterricht schon wieder vorbei. Gleich in zwei Klassen wurden zwei Schüler positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Und auch an der Gemeinschaftsschule Schreienesch kam es zu einem Corona-Ausbruch, wie der Südkurier berichtet. Kontaktpersonen der betroffenen Schüler müssen nun 14 Tage in Quarantäne. 

 

+++Zahlreiche Schüler auch in Coburg in Quarantäne+++

Eine Lehrerin in Coburg wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Sie unterrichtete an der Fachoberschule/Berufsoberschule (FOS/BOS). Gleich mehrere Klassen, insgesamt 120 Schüler wurden daher in Quarantäne geschickt. Die Lehrerin wurde im Rahmen einer Reihentestung positiv auf das Corona-Virus getestet.

Quelle:

Lehrer positiv getestet: 120 Schüler in Quarantäne, in: www.infranken.de

 

+++Herzogtum Lauenburg: 51 Personen in Quarantäne+++

Im Kreis Herzogtum Lauenburg wurden 44 Schüler und sieben Lehrkräfte an der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben in Quarantäne geschickt (Stand: 17.09.2020).  Der Grund: Ein Schüler wurde positiv getestet. Nun sollen weitere Testungen der Kontaktpersonen erfolgen. Wie loz-news.de berichtet, soll der Corona-Testbus der Kassenärztlichen Vereinigung alle Kontaktpersonen zur Testung vorladen.

 

+++Auch in Pforzheim ist Quarantäne angesagt: 67 Schüler müssen zu Hause bleiben+++

Quarantäne-Stimmung in Pforzheim. 67 Schüler aus drei Gymnasien innerhalb des Stadtgebietes müssen nun wieder von zu Hause aus lernen. Eine Schülerin war positiv auf COVID-19 getestet worden. Da die betroffene Person an schulübergreifenden Projekten teilnahm, wurde nun an gleich drei Schulen eine Quarantäne verhängt, das berichtet bnn.de

 

+++Corona-Ausbrüche in Schulen: Wie gefährlich ist der Schulbetrieb wirklich?+++

Auch wenn es in der Regel nur wenige positive Fälle an den Schulen sind, so ist die Zahl der Personen, die in Quarantäne müssen, beachtlich. Es stellt sich daher nicht zu Unrecht die Frage, ob man das Infektionsgeschehen an Schulen überhaupt kontrollieren kann. Virologe Christian Drosten hält die vermehrten Ausbrüche an Schulen für „erwartbar“. Weitere Virologen der „Gesellschaft für Virologie“ bezogen bereits in einem Schreiben öffentlich Stellung: „Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen“, so heißt es.

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