Neue App kontrolliert Herzrhythmusstörung

Redaktion PraxisVITA
Eine neue App dokumentiert Herzrhythmusstörungen
Eine neue App kann die Diagnose bei Herzrhythmusstörungen erleichtern: Patienten können Unregelmäßigkeiten ihres Herzschlags damit genau dokumentieren © Fotolia

Auf den nächsten Arztbesuch können sich Patienten mit Herzrhythmusstörungen optimal vorbereiten: Eine neue App ermöglicht es ihnen, Unregelmäßigkeiten des Herzschlags genau zu dokumentieren und auszuwerten.

Die App myCardio soll Patienten mit Herzstolpern oder Vorhofflimmern einen genauen Überblick über ihre Herzrhythmusstörungen geben. Und so funktioniert es: Direkt nach dem Auftreten erfasst der Patient die Unregelmäßigkeit mit Zeitpunkt und Dauer und teilt sie in eine von drei Kategorien ein: Herzstolpern oder Herzrasen, vereinzelte Extraschläge oder häufige Extraschläge. Zusätzlich dokumentiert er mögliche Begleitsymptome, Auslöser und äußere Umstände. Die App wertet diese Angaben statistisch aus.

 

Leichtere Diagnose bei Herzrasen und Vorhofflimmern

Die Diagnose ist bei Herzrhythmusstörungen nicht immer leicht – sie können harmlos sein, es kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Die genaue Dokumentation der Unregelmäßigkeiten hilft dem Arzt dabei, die Ursache der Herzrhythmusstörungen zu ermitteln.

 

Ursachen von Herzrhythmusstörungen

Stressbedingte Herzrhythmusstörungen entstehen nach einer psychischen oder physischen Belastungssituation. Dabei werden Kalium und Magnesium vermehrt über die Nieren ausgeschwemmt. Diese beiden Mineralien sind für die Stabilität der Herzmuskelzellen verantwortlich – fehlen sie dem Körper, kann das zu einem unregelmäßigen Herzschlag führen.

Herzrhythmusstörungen können auch Symptom einer Erkrankung sein. So deuten sie möglicherweise auf einen Herzinfarkt, eine Herzmuskelentzündung, Bluthochdruck oder eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion hin.

Bei einigen Medikamenten wie Antidepressiva können Herzrasen und Herzstolpern als Nebenwirkungen auftreten. Auch übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum kann zu Herzrhythmusstörungen führen.

Antworten auf häufige Fragen zur Herzgesundheit finden Sie hier.

Hamburg, 31. Juli 2014

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.