Nerv eingeklemmt: Diese Symptome treten dann auf!

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Wenn ein Nerv eingeklemmt wird, treten die Symptome plötzlich und zuweilen heftig auf. Der Auslöser kann dabei eine einfache Bewegung, zum Beispiel eine Drehung im Rücken, eine Armbewegung oder der Griff nach einem Gegenstand sein.

Wird ein Nerv gereizt, sendet er Schmerzsignale an das Gehirn. Es treten brennende bis stechende Schmerzen auf, die sehr stark sein können, sich durch weitere Bewegung eventuell verstärken und bisweilen in umliegende Gebiete ausstrahlen.

Frau hält sich den schmerzenden Nacken
Typische Symptome für einen eingeklemmten Nerv sind brennende und stechende Schmerzen © iStock/Tom Morton
 

Eingeklemmter Nerv: Symptome sind von der Art des betroffenen Nervs abhängig

Die Hauptfunktion von Nerven ist die Leitung von Signalen, die sogenannte Reizleitung. Anhand dieser Signale befiehlt unser Gehirn den Muskeln sich zusammenzuziehen (zu kontrahieren), beispielsweise um einen Arm zu heben. Nerven, die diese Signale weitergeben, werden als motorische Nerven (Muskelnerven) bezeichnet. Durch Nervenendigungen der sensiblen Nerven (Gefühlsnerven), die sich unter anderem in der Haut befinden, wird dem Gehirn zum Beispiel mitgeteilt, dass eine Berührung stattgefunden hat.

Frau hält sich den tauben Arm
Kribbeln und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen können Symptome eines eingeklemmten Nervs sein © iStock/PeopleImages

Bei einem eingeklemmten Nerv kommt es zu Störungen der Reizleitung bis hin zum kompletten Ausfall. Die Symptome eines eingeklemmten Nervs hängen somit von der Art des betroffenen Nervs ab: Lähmungen treten auf, wenn motorische Nerven eingeklemmt werden, Taubheitsgefühle und andere Missempfindungen, wenn sensible Nerven betroffen sind. Typische sensible Symptome sind ein Taubheitsgefühl oder ein Kribbeln. Ist die Reizleitung eines motorischen Nervs komplett unterbrochen, kommen keine Signale mehr bei den Muskeln an, die Folge ist eine vorübergehende Lähmung.

Jeder Nerv hat ein sogenanntes Versorgungsgebiet, also einen bestimmten Bereich, den er mit Signalen versorgt, oder von dem er Signale erhält. Ein Nerv besteht aus vielen einzelnen Nervenfasern. Ähnlich wie die Wurzeln eines Baums, kann sich der Nerv dadurch vielfach aufteilen und so ein weit verzweigtes Informationsnetz bilden. Je nachdem, an welcher Stelle der Nerv eingeklemmt ist, treten die Symptome in jenen Bereichen auf, die unterhalb der Schädigung liegen.

Mann hält sich den unteren Rücken
Die Schmerzen, die ein eingklemmter Ischias-Nerv verursacht, können bis ins Bein ausstrahlen © iStock/courtneyk
 

Eingeklemmter Ischias-Nerv kann Symptome über das ganze Bein hervorrufen

Der Ischias-Nerv beispielsweise ist ein Bündel tausender einzelner Nervenfasern. Das Bündel teilt sich im Bereich der Lendenwirbel auf und jedes Bein wird durch ein eigenes Bündel versorgt. Innerhalb der Beine breiten sich die Fasern immer weiter aus. Wird der Ischias-Nerv eingeklemmt, zum Beispiel durch einen Bandscheibenvorfall, können die Symptome von der Hüfte abwärts, über das ganze Bein, bis hin zu den Zehen auftreten.

Wird ein Nerv bei einem Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule eingeklemmt, kann es zu Symptomen in den Armen oder auch im Gesicht kommen. Da bei einem Karpaltunnel-Syndrom der Nerv am Handgelenk eingeklemmt wird, treten die Symptome hauptsächlich in der Hand beziehungsweise den Fingern auf.

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