Nektarine: So gesund ist die kleine Schwester vom Pfirsich

Redaktion PraxisVITA

Die Nektarine ist nicht nur ein kalorienarmer Snack, sie besticht auch mit jeder Menge gesunden Inhaltsstoffen.

Nektarinen liegen auf einem Tablett.
Nektarinen stecken viele Vitamine und Mineralstoffe Foto:  iStock/zeljkosantrac
Inhalt
  1. Nährwerte der Nektarine
  2. Inhaltsstoffe: So gesund sind Nektarinen
  3. Saison und Verzehr: So schmecken die Nektarinen am besten
  4. So schmecken Nektarinen am besten
  5. Nektarinenkerne können giftig wirken

Sie ist nicht nur ein leckerer Bestandteil von sommerlichen Obstsalaten und eine echte Alternative für Menschen, die das pelzige Gefühl von Pfirsichen nicht mögen – die Nektarine ist auch unheimlich gesund. Zwar enthalten Nekatrinen weniger Wasser und dafür mehr Zucker als Pfirsiche. Aber das tut dem Nährstoffgehalt keinem Abbbruch!

In Europa werden Nektarinen vor allem in Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich angebaut. Da Nektarinenbäume sehr frostempfindlich sind, sind sie in Deutschland eher seltener anzutreffen. In warmen Regionen Deutschlands wachsen im August und September jedoch vereinzelt Nektarinen.

Dass es sich bei der Nektarine um eine Kreuzung von Pfirsich und Pflaume handelt, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Vielmehr ist die Nektarine eine Mutation des Pfirsichs. Das ist auch der Grund, weshalb Pfirsichbäume manchmal Nektarinen tragen können oder aus einem Nektarinenstein ein Pfirsichbaum wachsen kann.

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Nährwerte der Nektarine

Trotz ihres höhreren Fruchtzuckergehalts im Vergleich zu Pfirsichen gehört die Nektarine zu den kalorienärmeren Obstsorten.

100 Gramm frisches Nektarinenfruchtfleisch enthalten:

  • 42 bis 55 Kilokalorien
  • 0,9 Gramm Eiweiß
  • 0,1 Gramm Fett
  • 0,9 Gramm Proteine
  • 12,4 Gramm Kohlenhydrate
  • davon 12,3 Gramm Zucker
  • 22 Gramm Ballaststoffe

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Inhaltsstoffe: So gesund sind Nektarinen

Mit etwas mehr als zehn Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Fruchtfleisch ist die Nektarine zwar nicht der absolute Spitzenreiter unter den Vitamin-C-Lieferanten. Doch 100 Gramm der Frucht decken immerhin etwa zehn Prozent des Tagesbedarfs ab.

Daneben enthalten Nektarinen noch viele weitere Nährstoffe:

  • Provitamin A
  • Vitamin A
  • Beta-Carotin
  • Vitamine B1, B2 und B6
  • Vitamin E
  • Eisen
  • Calcium
  • Magnesium
  • Kalium
  • Natrium
  • Phosphat

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Vor allem die Haut kann von den Inhaltsstoffen der Nektarine profitieren. Kalium ist unter anderem am Wassertransport im Körper beteiligt und unterstützt die Feuchtigkeitsversorgung. Auch Vitamin B3 sorgt dafür, dass die Haut schön prall bleibt. Das in Nektarinen enthaltene Antioxidans Beta-Carotin schützt zudem vor freien Radikalen und kann dadurch die Hautalterung verlangsamen.

 

Saison und Verzehr: So schmecken die Nektarinen am besten

Wer Nektarinen mag, hat es gut. Die ersten Nektarinen gibt es bereits ab April, richtig süß und auch preiswerter sind die Früchte jedoch erst ab den Sommermonaten. Von Juli bis September kann jeder Nektarinenliebhaber aus den Vollen schöpfen.

Ist das Obst dennoch noch nicht ganz reif, lassen Sie die Nektarinen einfach ein paar Tag nachreifen. Sind sie dann weich und süß, sollten sie allerdings zügig verzehrt werden, denn ab diesem Zeitpunkt können sie schnell faul werden und schimmeln.

Am besten schmecken Nektarinen übrigens bei Zimmertemperatur. Daher sollten die Früchte bestenfalls nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Im Hochsommer allerdings ist das oft der einzige Weg, sie ein paar Tage lang zu lagern. Wer also keine dunkle und kühle Speisekammer zur Verfügung hat und sie daher im Kühlschrank aufbewahren muss, um sie vor dem schnellen Verderben zu schützen, sollte sie zehn bis 15 Minuten vor dem Verzehr herausholen. So können die Früchte wieder ihr volles Aroma entfalten.

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So schmecken Nektarinen am besten

Nektarinen schmecken frisch und pur einfach wunderbar – waschen, reinbeißen und genießen! Doch auch als Zutat in verschiedenen Speisen machen sie sich prima und ergänzen vor allem süße, aber auch deftige Gerichte mit ihrem unverkennbaren Aroma. Probieren Sie Nektarinen doch einmal

  • im Smoothie
  • im Müsli
  • mit Skyr
  • mit Milchreis
  • auf Käsekuchen
  • im Salat mit Nüssen
  • mit Couscous
  • als Chutney
 

Nektarinenkerne können giftig wirken

In Nektarinenkernen ist Amygdalin enthalten, das beim Verdauen in giftige Blausäure umgewandelt wird. Die Kerne sollten daher nicht gegessen werden. Eine Vergiftung ist allerdings eher unwahrscheinlich: Das passiert erst, wenn man sehr großen Mengen Nektarinenkerne zu sich nehmen würde. Auch Allergiker sollten sich vor dem Verzehr informieren. Als Steinobst gehören Nektarinen zu jenen Früchten, die häufig für Allergien sorgen. Auch Kreuzallergien mit gewissen Pollen sind bekannt. Auch wenn Nektarinen gesund sind, sollte man daher bei bekannter Allergiker besser darauf verzichten.

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