Negative Kalorien – Wahrheit oder Mythos?

Klingt zu schön, um wahr zu sein: Einige Lebensmittel sollen uns mehr Kalorien verbrennen lassen, als sie enthalten. Was ist dran am Mythos der Negativ-Kalorien? Wir verraten es und nennen die besten Diätzutaten.

Apfel, Gurke, Sellerie: Diese Lebensmittel sollen „negative Kalorien“ enthalten, das bedeutet: Durch Kauen und Verdauen verbrennt man mehr Kalorien als die Leckerbissen enthalten.

 

Mythos negative Kalorien

Die schlechte Nachricht: Das stimmt nicht ganz. Denn in den Kalorienzahlen, die wir Lebensmitteltabellen entnehmen können, ist der Kalorienverbrauch durch die Nahrungsaufnahme immer schon eingerechnet. Die Kalorienmenge bei einer Stange Sellerie wird beispielsweise mit acht Kalorien angegeben. In Wirklichkeit hat sie aber zehn Kalorien – zwei davon werden abgezogen, weil sie bei der Verdauung verbraucht werden. Durchschnittlich verbrauchen wir rund zehn bis 20 Prozent der Kalorien eines Lebensmittels bei seiner Verdauung – niemals mehr als 100 Prozent. Es gibt also keine negativen Kalorien.

Die gute Nachricht: Dennoch enthalten die Lebensmittel der Negativ-Kalorien-Liste kaum Kalorien und eignen sich hervorragend dazu, abzunehmen oder eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Wer abnehmen möchte und zwischendurch Hunger bekommt, sollte darum lieber zu einem Apfel oder einem Stück Gurke greifen als zum Käsebrot. Im Folgenden nennen wir vermeintliche Negativ-Kalorien-Kandidaten und erklären, warum sie so gut für unsere Linie sind und welche Gesundvorteile sie außerdem bringen.

 

Gurken

Gurken bestehen hauptsächlich aus Wasser – darum enthalten sie kaum Kalorien. Außerdem sind sie ein idealer Vitamin-C-Spender – dieser Nährstoff hilft dabei, Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Kaloriengehalt: 16/100 Gramm.

 

Spargel

Spargel enthält viele Vitalstoffe, aber wenige Kalorien. Er ist außerdem ein Entgiftungsspezialist: Seine harntreibenden Inhaltsstoffe helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren. Für Schwangere ist Spargel besonders zu empfehlen, denn er enthält viel Folsäure – sie schützt das Ungeborene vor Fehlbildungen. Kaloriengehalt: 20/100 Gramm.

 

Sellerie

Sellerie besteht zu etwa 75 Prozent aus Wasser, den Rest machen Ballaststoffe aus – und die sind ein Muss für jede erfolgreiche Diät, zeigt eine neue Studie. Kaloriengehalt: 16/100 Gramm.

 

Mageres Fleisch

Mageres Puten-, Hühnchen- oder Schweinefleisch ist reich an Proteinen. Die machen nicht nur lange satt – sie helfen uns auch dabei, Muskeln aufzubauen. Kaloriengehalt: Mageres Schweinefleisch: 16/100 Gramm. Putenkeule: 144/100 Gramm. Hühnchenbrust: 172/100 Gramm.

 

Tomaten

Abgesehen von ihrem niedrigen Kaloriengehalt sind Tomaten wahre Gesundwunder. Gekochte Tomaten senken Blutdruck und Cholesterinspiegel. Diesen Effekt verdanken sie dem sogenannten Lycopin – dem Stoff, der ihnen ihre rote Farbe verleiht. Kaloriengehalt: 18/100 Gramm.

 

Blumenkohl

Dieser Leckerbissen enthält kein Fett, dafür aber jede Menge Vitamin C, Vitamin K und Ballaststoffe. Kaloriengehalt: 25/100 Gramm.

 

Papaya

In der Papaya stecken bei einem geringen Kaloriengehalt viele Ballaststoffe– das macht sie zu einem idealen Diätbestandteil. Außerdem hilft sie gegen Verstopfung und hohe Cholesterinwerte. Als Bonus enthält die Superfrucht viel Vitamin A, C und E. Kaloriengehalt: 43/100 Gramm.

 

Chili

Der Stoff, der der Chili ihre Schärfe verleiht, macht sie auch zu einem guten Diät-Assistenten: Das sogenannte Capsaicin kurbelt die Fettverbrennung an, wie eine aktuelle Studie belegt. Die scharfe Schote hat außerdem eine appetitsenkende Wirkung. Kaloriengehalt: 40/100 Gramm.

 

Äpfel

Äpfel machen uns für lange Zeit satt und verringern Appetit und Heißhunger auf Süßes – das liegt an ihrem hohen Anteil an Ballaststoffen. Kaloriengehalt: 52/100 Gramm.

 

Kaffee

Gute Nachrichten für Koffein-Junkies: Kaffee macht nicht nur wach, sondern auch schlank. Der Grund: Er kurbelt die Fettverbennung an und hemmt das Hungergefühl. Kaloriengehalt: 2/Tasse mit 180ml.

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