Nebenwirkungen: Für wen Novavax nicht geeignet ist!

Wer sich bisher nicht zu einer Corona-Impfung durchringen konnte, hat nun mit dem Vakzin von Novavax eine neue Alternative, die auf einer bewährten Technik basiert. Doch welche Nebenwirkungen kann dieser Impfstoff haben? Was bisher bekannt ist und wer sich nicht damit impfen lassen sollte.

Nebenwirkungen noch nicht bekannt: Ärztin mit Schutzhandschuh hält Novavax-Ampulle
So viel weiß man bisher: Nicht jeder verträgt den Impfstoff von Novavax gut Foto: IMAGO/MiS

Voraussichtlich ab dem 21. Februar wird der Corona-Impfstoff des Herstellers Novavax ausgeliefert – zunächst in eher geringer Zahl und bevorzugt an Beschäftigte im Gesundheitswesen, für die ab Mitte März die Impflicht gelten soll. Viele haben auf das Vakzin gewartet, weil es auf einer Technik basiert, die bereits bei Impfstoffen gegen Grippe angewendet wird. Trotzdem ist bei einer Corona-Impfung mit Novavax bisher wenig über die Nebenwirkungen bekannt. Worauf muss man sich einstellen?

Bekannte Impfreaktionen bei Novavax

Auf der Informationsplattform des Bundesgesundheitsministeriums „Zusammen gegen Corona“ heißt es, dass auch beim Impfstoff Nuvaxovid von Novavax die bekannten Impfreaktionen auftreten können. Dazu zählen:

  • Schmerzen an der Einstichstelle

  • Kopfschmerzen

  • Muskel- und Gelenkschmerzen

  • Müdigkeit

Normalerweise klingen diese Symptome nach ein paar Tagen wieder ab, Grund zur Sorge gebe es nicht.

Seltene Nebenwirkungen sind noch unbekannt

Schwere Nebenwirkungen wie Hirnvenenthrombosen oder Herzmuskelentzündungen sind bislang noch nicht aufgetreten. Dies liegt an der geringen Datenmenge: Bisher liegen nur Daten aus den Zulassungsstudien mit wenigen Proband:innen vor, das Vakzin wurde noch nicht an breite Bevölkerungsgruppen verimpft.

Auch bei den bisher genutzten Impfstoffen sind seltene Nebenwirkungen erst beim Einsatz in der breiten Masse aufgefallen. Sicherheitsbehörden weltweit behalten das Vakzin von Novavax daher genau im Auge und untersuchen jeden Hinweis auf schwere Nebenwirkungen.

Novavax für Allergiker möglicherweise ungeeignet

Was man bisher weiß: Nach der Impfung können Anaphylaxien auftreten. Dabei handelt es sich um starke allergische Reaktionen, die von Polysorbat 80 hervorgerufen werden. Diese Substanz steht im Verdacht, Allergien auszulösen. Sie ist im Novavax-Vakzin genauso enthalten, wie in den Vektorimpfstoffen von AstraZeneca und Johnson& Johnson. Auch bei diesen wurden Anaphylaxien nach der Impfung beobachtet. Wer auf Polysorbat 80 bekanntermaßen allergisch reagiert, sollte sich also nicht mit dem Novavax-Vakzin impfen lassen.

Vorsicht auch bei Wirkverstärkern in Novavax

Darüber hinaus sind in dem Impfstoff sogenannte Adjuvantien enthalten. Das sind Stoffe, die die Wirkung verbessern, aber bei empfindlichen Menschen ebenfalls zu Allergien führen können. In den Studien war dies zwar eher selten zu beobachten, aber dennoch raten Expert:innen dazu, sich bei Allergie-Neigung im Vorfeld untersuchen und einen speziellen Allergietest machen zu lassen. Um zumindest diese unangenehmen Nebenwirkungen bei Novavax auszuschließen, sollte dann gegebenenfalls auf eine Impfung mit dem Vakzin verzichtet werden.