Naturkosmetik Salben selber machen

Seit jeher sind Salben Bestandteil der Volksmedizin. Denn ihre hochwirksamen Inhaltsstoffe sind nicht nur heilend, sondern auch pflegend und wohltuend für unsere Haut. Wir haben mit der Kräuterexpertin Silvia Zweimüller fünf Salbenrezepte zum Selbermachen zusammengestellt.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war es ganz selbstverständlich, für eine Vielzahl von Beschwerden das passende Heilmittel selbst herzustellen – und das Wissen darüber von Generation zu Generation weiterzugeben. Heute finden wir in der Apotheke für alles das passende Mittel. Das ist auch gut so. Doch gerade bei Salben – die eine sehr lange Tradition unter den Naturheilmitteln haben – lohnt es sich, die alten Rezepte wieder hervorzuholen. Denn die Zubereitung ist nicht nur sehr einfach, sondern wir können diesen heilenden Balsam so auch ganz an unsere individuellen Bedürfnisse anpassen und auf Konservierungsstoffe, Parfum oder Allergene verzichten.

 

Grundbestandteile einer Salbe

Die Grundbestandteile einer jeden Salbe sind Öl und Bienenwachs – ohne Zusatz von Wasser. Ein Balsam ist eine Salbe, der zusätzlich noch Fett in Form von Kakao- oder Sheabutter beigefügt wird. Zwar sind Salben durch den fehlenden Wasserbestandteil etwas fester als Cremes oder Lotionen, doch erhöhen sie durch den hohen Fettanteil den Lipidfilm auf unserer Haut. So wird verhindert, dass die hochwirksamen pflanzlichen Inhaltsstoffe zu schnell verdunsten. Während das Öl durchblutungsfördernd wirkt, schenkt das Bienenwachs unserer Haut Vitamine und Spurenelemente. Die Butter wiederum macht die Haut wunderbar geschmeidig und verhindert ihr Austrocknen.

Wir haben fünf Rezepte für jeweils unterschiedliche Beschwerden zusammengestellt. „Es sind Rezepte, die schon oft eingesetzt wurden, um zu helfen“, sagt Silvia Zweimüller. Bei der Zubereitung, für die wir ausschließlich hochwertige Bioprodukte verwenden sollten, ist es wichtig, auf die Sauberkeit des Arbeitsplatzes zu achten: So verhindern wir, dass die Salbe schimmelig wird. Zudem ist es ratsam, jeden Tiegel mit einem Etikett zu versehen, auf dem Inhalt und Herstellungsdatum vermerkt sind – damit wir auch später noch wissen, welch heilendes Balsam-Wunder in unserem Kühlschrank schlummert.

Ob Husten, Schnupfen, Rheuma, Muskelkater oder wunde Lippen: Mit einfachen Mitteln lassen sich für all diese Beschwerden heilende Salben schnell selbst herstellen.

 

Was brauche ich, um Salben selber herzustellen?

  • Emailletopf für das Wasserbad
  • Eine grammgenaue Waage
  • Gurken- oder Marmeladengläser bzw. feuerfeste Laborgläser mit einem Fassungsvermögen von 0,5 Litern zum Erwärmen der Zutaten
  • Ein Cremetiegel aus Glas oder kleine Marmeladengläser zum Abfüllen der Salbe. Da die Salben ohne Konservierungsmittel hergestellt werden, sollte sie immer mit einem Spatel entnommen werden, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  • Alkohol zum Desinfizieren und Reinigen der Utensilien
  • Sieb zum Filtern der Kräuter bei der Herstellung eines Ölauszuges
  • Etiketten für die genaue Beschriftung mit Inhalt und Datum
  • Glasrührstab
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