Naturapotheke hilft bei Zwischenblutungen

Hirtentäschel hilft gegen Zwischenblutungen
Die im Hirtentäschel enthaltenen Eiweißstoffe können Zwischenblutungen stoppen © istock

In der Volksmedizin hat das Hirtentäschel seinen festen Platz. Die Heilpflanze wird vor allem bei starken Monatsblutungen oder Zwischenblutungen eingesetzt. Gegen diese und weitere Beschwerden sind aber auch andere Kräuter gewachsen. Praxisvita stellt die am besten untersuchten und wirksamsten Heilpflanzen vor.

 

Hirtentäschel stoppt Zwischenblutung

Hirtentäschel hilft bei starken Monatsblutungen und Zwischenblutungen. Auch Nasenbluten kann damit gestoppt werden.

Wirkung: Das Kraut dieser Heilpflanze mit den herzförmigen Fruchtknötchen enthält Eiweißstoffe mit blutstillender Wirkung sowie Flavonoide und Saponine.

Gut zu wissen: Neben Tee und Teemischungen gibt es Tropfen, Dragées und Tabletten mit den Extrakten in Apotheken.

 

Mönchspfeffer reguliert den Zyklus

Früher sollte der triebdämpfende Mönchspfeffer Mönchen und Nonnen die sexuelle Enthaltsamkeit erleichtern. Heute werden andere Eigenschaften der lila blühenden Pflanze geschätzt.

Wirkung: Präparate mit Extrakten aus den Früchten des Mönchspfeffers enthalten mehrere wirksame Stoffe. Die wichtigsten sind Flavonoide, die östrogenartig wirken. Sie harmonisieren Zyklusstörungen, zum Beispiel Zwischenblutungen, die in den Wechseljahren für einige Zeit typisch sind.

Gut zu wissen: Auch prämenstruelle Beschwerden, etwa Unterleibsschmerzen oder Brustspannen, kann man mit Mönchspfeffer lindern. Wichtig ist es, wie bei Traubensilberkerze: Man sollte Mönchspfeffer-Extrakt rechtzeitig nehmen. Die Wirkung setzt frühestens nach etwa zwei Wochen ein. Am besten geeignet sind rezeptfreie Kapseln, Tabletten oder Tropfen.

 

Traubensilberkerze lindert Hitzewallungen

Die bis zu 1,50 Meter hohe Pflanze Cimicifuga mit ihren weißen, kerzenähnlichen Blüten stammt aus Nordamerika. Die Ureinwohner verwendeten sie vor allem zur Geburtserleichterung und gegen Regelschmerzen. In Europa setzen Ärzte Cimicifuga-Präparate bereits seit vielen Jahrzehnten gegen Wechseljahresbeschwerden ein – und zwar als häufigstes Pflanzenmittel.

Wirkung: Präparate mit Extrakten aus der Wurzel dieser Pflanze können vor allem leichte bis mittelschwere Hitzewallungen gut lindern. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Auch Schlafstörungen könne man damit behandeln.

Gut zu wissen: Am besten nimmt man Traubensilberkerze schon zu Beginn der Wechseljahre. Man braucht etwas Geduld: Die Wirkung setzt meist erst nach vier bis sechs Wochen ein. Cimicifuga-Extrakte gibt es rezeptfrei als Tabletten und Tropfen, auch als homöopathische Mittel. Immer wichtig auch bei Pflanzenmitteln: Besprechen Sie die Anwendung vorab mit Ihrem Arzt.

 

Johanniskraut erhellt das Gemüt

Diese Heilpflanze hat ihren Namen von ihrer Blütezeit um den Johannistag zur Sommersonnenwende. Die Wirkung von Johanniskraut-Extrakt ist gut nachgewiesen.

Wirkung: Der Extrakt fördert im Gehirn die Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Und das kann man spüren: Johanniskraut-Extrakt hellt die Stimmung auf, gleicht das Auf und Ab der Gefühle aus, löst depressive Verstimmungen, lindert Abgespanntheit und Müdigkeit, gibt innere Ruhe und neues Selbstvertrauen.

Gut zu wissen: Auch bei Johanniskraut müssen Sie ein wenig auf die Wirkung warten: Sie setzt nach etwa drei Wochen ein. Geeignet sind Dragees und Kapseln. Johanniskraut macht die Haut lichtempfindlicher. Wenn man so ein Mittel nimmt, sollte man Sonnenbäder vermeiden und nicht ins Solarium gehen. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

 

Salbei hilft gegen Schweißausbrüche

In seinem botanischen Name Salvia officinalis ist das lateinische Wort für ,heilen', ,salvare', enthalten. Das zeigt, dass das Küchenkraut schon lange als Heilpflanze bekannt ist. Im Salbei stecken viele Gerbstoffe, ätherische Öle und Bitterstoffe.

Salbei hemmt Aktivität der Schweißdrüsen
Gerbstoffe, ätherische Öle und Bitterstoffe des Salbeis hemmen die Aktivität der Schweißdrüsen© Fotolia

Wirkung: Dieser Stoffmix hemmt die Aktivität der Schweißdrüsen. Das kann gut gegen wechseljahresbedingte, übermäßige Schweißausbrüche helfen. Auch gegen Hitzewallungen können Sie über den Tag verteilt 2 bis 3 Tassen Salbeitee trinken. Pro Tasse überbrühen Sie 1 TL getrocknete Blätter aus der Apotheke mit 150 ml Wasser, lassen den Tee zugedeckt 10 Min. ziehen und seihen ihn ab. Gegen Nachtschweiß trinken Sie 1 Tasse kühlen Tee etwa 2 Stunden vorm Schlafengehen.

Gut zu wissen: Sie können auch einen sogenannten wässrigen Salbei-Extrakt aus der Apotheke nehmen. In einer Studie wirkte der Extrakt etwas stärker als der Tee.

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