Natürliche Hilfe bei Wechseljahresbeschwerden

Redaktion PraxisVITA
Wechseljahre
Die Wechseljahre können innere Unruhe und Schlafstörungen auslösen. Doch die Natur kann gegen die Beschwerden helfen © iStock/wundervisuals

Hormonschwankungen wie beispielsweise während der Wechseljahre bringen die innere Balance durcheinander – und sorgen für Symptome wie innere Unruhe oder Schlafstörungen. PraxisVITA erklärt, wie natürliche Arzneien dagegen helfen können.

Hormonschwankungen wie in den Wechseljahren sind für viele Frauen belastend: Sie fühlen sich unwohl, leiden unter innerer Unruhe oder Schlafstörungen. Rund ein Drittel aller Frauen bekommt derlei leichte körperliche oder seelische Beschwerden, bei einem Drittel sind sie sogar stark. Aber: „Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Veränderung“, sagt der Hormon-Experte und Gynäkologe Professor Bernd Kleine-Gunk. „Etwa ab 50 bilden die Eierstöcke immer weniger Östrogen. Das kann Zentren im Gehirn beeinflussen, die Kreislauf und Körpertemperatur regeln und für Gefühle zuständig sind.“

 

Mit Lavendelöl gegen innere Unruhe

„Aber man muss sich mit Hitzewallungen, Gereiztheit oder Schlafstörungen nicht abfinden. Wer sich clever ernährt, Ausgleich im Alltag findet und sich mehr bewegt, kann typische Wechseljahresbeschwerden deutlich lindern oder sie sogar stoppen“, so der Experte. Hilfe kommt außerdem aus der Natur: In Lavendelblüten sind Wirkstoffe enthalten, die beruhigen und Schlafstörungen entgegenwirken. Eine Vielzahl an Untersuchungen belegt dementsprechend die Wirkung eines Arzneimittels, das aus einem speziellen Lavendelöl mit der Bezeichnung WS® 1265 besteht. Patienten fühlten sich bereits nach wenigen Tagen entspannter und konnten in der Folge besser schlafen. Das Lavendelöl gilt als gut verträglich – schon eine Kapsel am Tag reicht aus, um hormonschwankungsbedingte Symptome wie innere Unruhe, Angstgefühle und daraus resultierende Schlafstörungen zu lindern.

Lavendel gegen Schlafstörung
Ein spezielles Lavendelöl kann innere Anspannungen lösen und daraus resultierende Schlafstörungen lindern© iStock/OliverLeicher
 

Auch Ernährung kann Hormonmangel ausgleichen

„Bestimmte Pflanzen wirken ähnlich wie körpereigene Hormone und gleichen auf diese Weise Schwankungen aus“, sagt Professor Kleine-Gunk. „Ich empfehle Sojabohnen. Sie liefern Isoflavone, die vor allem Hitzewallungen lindern können. Täglich Sojamilch, öfter mal Tofu oder die Bohnen als Beilage, das kann wunderbar helfen.“ Sogenannte Lignane wirken ebenfalls ausgleichend. Sie sind vor allem in Linsen enthalten, aber auch Haferflocken und Leinsamen sind gute Lieferanten.

 

Entspannung bringt Balance

„Es kann sein, dass bisher normale Alltagsbelastungen in den Wechseljahren schwerer fallen“, so Bernd Kleine-Gunk. „Schaffen Sie Ausgleich. Erstaunlich wirksam sind einfache Atemübungen.“ Akut: In Stresssituationen hilft simples tiefes Atmen. Wenn Sie beim Luftholen die Zunge zum Gaumen aufrollen, gelangt der Atem automatisch weit in den Bauch hinein und beruhigt.

Energie atmen: Den entstressenden Effekt tiefer Bauchatmung kann man mit der folgenden Übung verstärken, am besten täglich einmal. Gut sind mindestens zehn Minuten. Legen Sie sich in ein Zimmer, in dem Sie allein sind und es möglichst ruhig und warm ist. Atmen Sie durch die Nase tief und locker in den Unterbauch ein. Die Region wölbt sich deutlich vor. Atmen Sie im normalen Rhythmus, wie es Ihnen guttut. Stellen Sie sich dabei vor: „Mein Gesicht ist weich und gelöst, die Stirn ist ganz glatt, meine Kopfhaut ist entspannt.“ Die zweite Vorstellung: „Mit jedem Ausatmen entspanne ich mich noch tiefer, ich lasse noch mehr los.“

 

Bewegung gibt neue Kraft

„Wer körperlich mehr tut als bisher, senkt die Stresshormone und stärkt den ganzen Körper. Und das tut auch der Seele gut.“ Dabei zählt förmlich jeder Schritt: „Es ist verblüffend, wie viel schon ein bisschen mehr Bewegung im ganz normalen Alltag hilft“, so Prof. Kleine-Gunk. „Ein Schrittzähler motiviert ungemein. Dann kann man abends ablesen, wie viele Schritte man am Tag gemacht hat. Und wie viele mehr es werden, wenn man das Pensum etwas steigert, zum Beispiel zu Fuß einkauft, die Treppe statt des Lifts nimmt oder in der Mittagspause spazieren geht.“

Überlegen Sie auch, welches leichte Ausdauer-Training Ihnen Spaß machen würde. Rhythmische Bewegung lindert hormonschwankungsbedingte Symptome deutlich und kann sie sogar ganz verhindern. „Gut sind Nordic Walking, Walken, Joggen, ausgiebiges Radeln. Schon zehn Minuten täglich bringen viel.“

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