Natürlich schöne Haare mit Leinsamengel

Redaktion PraxisVITA

Leinsamengel versorgt die Haare lang anhaltend mit Feuchtigkeit, definiert krause Locken und ist hundert Prozent natürlich.

Frau massiert sich die Haare
Leinsamengel macht die Haare geschmeidig und kraftvoll Foto:  istock/bowie15
Inhalt
  1. Die Ursprünge der Verwendung von Leinsamen
  2. Was ist Leinsamengel?
  3. Wie wirkt Leinsamengel als Haarpflegemittel?
  4. Schluss mit Spliss und brüchigem Haar
  5. Kann man Leinsamengel selbst herstellen?
  6. DIY-Haarpflege: Rezept für Leinsamengel
  7. Wie wendet man Leinsamengel genau an?
  8. Haltbarkeit und Aufbewahrung von Leinsamengel
 

Die Ursprünge der Verwendung von Leinsamen

Leinsamengel in der Haarpflege zu verwenden ist eine Idee der Neuzeit – doch als natürliches Heilmittel wurden Leinsamen schon vor 5.000 Jahren genutzt. Die lateinische Bezeichnung Linum usitatissimum bedeutet "äußerst nützlicher Lein". Heute sind die kleinen Samen ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, oft genug als Superfood bezeichnet. 

Sie sind reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, denen eine positive Wirkung beispielsweise auf die Herzgesundheit zugeschrieben wird. Viele Ballaststoffe sind ein weiteres Plus, zudem werden sie dank ihrer natürlichen Quellwirkung oft bei Verdauungsproblemen empfohlen.

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Was ist Leinsamengel?

Leinsamengel ist die vielleicht natürlichste Art, Locken zu definieren und Haare mit Feuchtigkeit zu versorgen. Als eine der ältesten Heilpflanzen der Welt sind die Samen der Pflanze Lein eher aus dem kulinarischen Bereich bekannt. Ihre Schleimstoffe und die zu extrahierenden Öle sind gut für den Darm – aber auch nützlich zur äußerlichen Anwendung. Als Emulsion, also in Form von Gel sind Leinsamen ein natürliches Beautyprodukt.

 

Wie wirkt Leinsamengel als Haarpflegemittel?

Pflegeprodukte mit vielen künstlichen Inhaltsstoffen führen in der Regel dazu, dass das Haar mit der Zeit immer dünner und spröder wird. Ihren Haarwuchs unterstützen Sie daher am besten durch natürliche Mittel. Mit der regelmäßigen Anwendung von Leinsamengel können Sie Spliss und Co. vorbeugen – es enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. So werden die Haare mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt.

Die ebenfalls enthaltenen Omega-3-Fettsäuren stärken dünne und strähnige Haare und verbessern die Elastizität.

 

Schluss mit Spliss und brüchigem Haar

Leinsamengel ist ein natürlicher Befeuchter und bildet einen dünnen Film, der leicht in die Haare eindringen kann. Außerdem verstärkt es die Sprungkraft Ihrer Locken und Wellen. 

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Kann man Leinsamengel selbst herstellen?

Die Antwort lautet “ja” – und das ist sogar ziemlich einfach und unkompliziert. Hierfür benötigen Sie nur einen Kochtopf, ein feines Sieb, einen Messbecher (o. Ä.) und ein paar leere, saubere Gläser oder Döschen zum Befüllen. Diese sollten gut verschließbar sein.

 

DIY-Haarpflege: Rezept für Leinsamengel

Basisrezept:

  • 40 g ganze Leinsamen
  • 250 ml Wasser

Und so geht’s:

  • Die Leinsamen in den mit Wasser gefüllten Topf geben und zum Kochen bringen.
  • Die Temperatur soweit reduzieren, dass die Mischung nur noch sanft köchelt – etwa fünf Minuten.
  • Wichtig: Immer wieder umrühren, damit die Leinsamen nicht am Boden festkleben und die Masse geschmeidig wird
  • Wenn das Gel am Löffel Fäden zieht, können Sie den Topf vom Herd nehmen

Nun kann die heiße, glibberige Masse durch das Sieb gegossen und in die vorbereiteten Gläschen gefüllt werden, damit sämtliche Stückchen aufgefangen werden. Das Endprodukt kommt klassischem Haargel tatsächlich relativ nahe.

Tipp: Wenn Sie ihr Haar aber zusätzlich pflegen möchten und nicht auf die rein natürliche Zubereitung bestehen, können Sie folgende Zutaten ergänzen:

  • wenige Tropfen Lavendelöl oder andere duftende Öle
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Haarkur oder Haarspülung (ohne Silikone, Sulfate oder Parabene)
  • Kokos- oder Avocado-Öl

Theoretisch können Sie auch mehrere dieser Komponenten hinzufügen, aber übertreiben Sie es nicht, sonst wird das Leinsamengel irgendwann zu dick und zu klebrig und verfehlt seine Wirkung.

 

Wie wendet man Leinsamengel genau an?

Einmassieren

Massieren Sie das Leinsamengel mit den Händen in Ihre Haare. Die Portion müssen Sie – je nach Haarlänge – selbst abschätzen. Doch es ist dann genug Gel, wenn sich Ihr Haar komplett nass anfühlt.

Kämmen und trocknen

Anschließend können Sie Ihre Haare mit einer Haarbürste oder einem Kamm durchkämmen. Dann müssen Sie die Haare nur noch lang genug trocknen lassen. Ihre Haare fühlen sich nun sehr hart an.

Auskneten

Nachdem Ihre Haare richtig fest geworden sind, können Sie sie vorsichtig auskneten – so lange bis sie wieder weich sind. Sie werden bemerken, wie schön geschmeidig und weich sie nun sind. Zusammenhängende Haare lösen Sie dabei vorsichtig voneinander. 

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Haltbarkeit und Aufbewahrung von Leinsamengel

Das selbstgemachte Leinsamengel können Sie bis zu 14 Tage aufbewahren, aber nur im Kühlschrank, Wenn sich das Gel optisch verändert oder komisch riecht, sollten Sie es nicht mehr benutzen. Länger haltbar ist es, wenn Sie es einfrieren. 

Quellen:

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