Natriummangel: Welche Symptome treten auf?

Ein Natriummangel kann viele unangenehme Symptome auslösen. Der Wert des Mineralstoffs darf nur wenig schwanken, da es mit anderen Mineralstoffen ein empfindliches Gleichgewicht bildet.  

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Was sind die Ursachen für einen Natriummangel?

Ein Natriummangel (Hyponatriämie) entsteht so gut wie nie durch eine falsche Ernährung. Denn Natrium wird dem Körper zu fast 90 Prozent über Speisesalz zugeführt, und der Salz-Konsum ist in Deutschland tendenziell zu hoch. Wenn sich die Symptome eines Natriummangels zeigen, sind die Ursachen in der Regel also andere.

Außerdem muss zwischen einem absoluten und einem relativen Natriummangel unterschieden werden. Beim absoluten Natriummangel befindet sich tatsächlich zu wenig Natrium im Blut. Der relative Natriummangel entsteht hingegen durch eine zu starke Verdünnung des Blutes sowie durch Funktionsstörungen wichtiger Organe wie Herz, Nieren oder Leber.

Mögliche Ursachen, auf die ein Natriummangel zurückzuführen sind:

  • Nierenerkrankungen, die zu Salzverlust führen
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Darmverschluss
  • Verbrennungen
  • Einnahme von Entwässerungsmedikamenten (Diuretika)

Natriummangel: Zu welchen Symptomen kommt es?

Eine leichte Hyponatriämie besteht schon, wenn der Natriumspiegel im Blut unter 135 Millimol pro Liter (mmol/l) liegt. Ein moderater Natriummangel äußert sich durch Blutwerte von 125 bis 129 mmol/l und bei Werten unter 125 mmol/l spricht man von einem schweren Natriummangel.

Sinkt der Wert unter 115 mmol/l wirkt sich das direkt auf die Körperzellen aus: Es kommt zu einer Wasserverschiebung ins Zellinnere. Das kann zu einer Hirnschwellung bis hin zum Koma führen. Werte unter 110mml/l sind akut lebensbedrohend und müssen schnellstmöglich behandelt werden.

Die Symptome eines leichten Natriummangels sind:

Wie sieht die Behandlung eines Natriummangels aus?

Bei der Behandlung der Natriummangel-Symptome steht die Therapie chronischer Grunderkrankungen im Vordergrund. Ein leichterer Natriummangel bei akuten Durchfallerkrankungen mit Erbrechen reguliert sich durch die normale Ernährung schnell wieder. Das klassische Hausmittel, Salzstangen, kann bei Erbrechen hilfreich sein. Bei kleinen Kindern und älteren Menschen muss der Verlust an Mineralstoffen gegebenenfalls durch die Gabe von Elektrolyten ausgeglichen werden.

Zeigen sich Symptome eines schweren Natriummangels, müssen diese klinisch therapiert werden. Die Behandlung erfolgt dann durch die intravenöse Gabe einer hypertonen Natriumchlorid-Lösung. Parallel erfolgt die Gabe von Entwässerungsmedikamenten, um einen zu schnellen Anstieg des Natriumspiegels zu vermeiden. Sind Medikamente für die Natriummangel-Symptome verantwortlich, müssen diese vom Arzt durch ein alternatives Präparat ersetzt oder die Dosis angepasst werden.

Quelle:

Biesalski, Hans Konrad (2016): Vitamine und Minerale, Stuttgart: Georg Thieme Verlag